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Was ist Red Hat OpenShift Container Platform?

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Yifat Perry
Yifat Perry

Was ist die Red Hat OpenShift Container Platform?

Funktionen, Architektur und Optimierung

Die Red Hat OpenShift Container Platform ist eine leistungsstarke, unternehmenstaugliche Open-Source-Plattform zur Orchestrierung von Containern. Sie basiert auf dem Open-Source-Projekt OKD (ehemals OpenShift Origin) und kombiniert zentrale Komponenten von Kubernetes mit erweiterten Sicherheits- und Managementfunktionen, die speziell auf die Anforderungen großer Unternehmen zugeschnitten sind. Besonders in hybriden Cloud-Umgebungen spielt OpenShift ihre Stärken aus.

OpenShift wird als Private Platform-as-a-Service (PaaS) auf der Basis von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) betrieben und nutzt Docker-basierte Applikationscontainer, die über Kubernetes orchestriert werden. Unternehmen können OpenShift flexibel in der Public Cloud oder on-premises einsetzen, je nach strategischen und regulatorischen Anforderungen.

Die Plattform eignet sich ideal für Organisationen, die Containerisierung und DevOps-Prozesse skalierbar, sicher und produktiv gestalten möchten und dabei auf bewährte Enterprise-Technologien setzen.

13 zentrale Funktionen der Red Hat OpenShift Container Platform

Die Red Hat OpenShift Container Platform bietet eine Vielzahl von Funktionen, die speziell auf die Anforderungen von Unternehmen im Cloud- und Hybridbetrieb ausgelegt sind:

  1. Zentrales Cluster-Management
    Verwalten Sie mehrere Kubernetes-Cluster über verschiedene Cloud- und On-Premises-Umgebungen hinweg über eine einheitliche Oberfläche.
  2. Hohe Skalierbarkeit
    Anwendungen lassen sich flexibel auf Tausende von Instanzen und Hunderte von Knoten skalieren, je nach Bedarf Ihrer Workloads.
  3. Persistente Speicherunterstützung
    OpenShift unterstützt sowohl zustandslose als auch zustandsbehaftete Anwendungen mit persistentem Speicher.
  4. Integriertes Open-Source-Ökosystem
    Profitieren Sie von einer umfangreichen Community und einer Vielzahl an Tools und Erweiterungen, die nahtlos in die Plattform eingebunden sind.
  5. Standards und Open-Source-Kompatibilität
    Red Hat OpenShift basiert auf CNCF-zertifiziertem Kubernetes und unterstützt offene Standards wie die Open Container Initiative (OCI), für mehr Flexibilität und Portabilität.
  6. Hohe Portabilität von Containern
    Dank OCI-Standards lassen sich Container einfach zwischen Entwicklungsumgebung und Produktion verschieben.
  7. Edge-fähige 3-Knoten-Cluster
    Ideal für Edge-Szenarien mit limitierten Ressourcen: kompakte, hochverfügbare Cluster mit Supervisor- und Worker-Nodes.
  8. Zentrale Verwaltung entfernter Worker-Nodes
    Steuerung von Edge-Geräten mit eingeschränkten physischen Ressourcen, z. B. bei begrenztem Platz oder reduzierter Kühlung.
  9. Moderne Benutzeroberflächen
    Zugriff auf umfassende Kommandozeilen-Tools, ein responsives Web-Dashboard sowie Multi-Device-fähige Bedienung.
  10. Technologievielfalt in einer Plattform
    Unterstützung verschiedener Programmiersprachen und Datenbanken, ideal für heterogene Entwicklungsteams.
  11. Automatisierung im Entwicklungszyklus
    OpenShift ermöglicht die Automatisierung von Build-Prozessen, Deployments, Skalierung und weiteren DevOps-Schritten.
  12. Automatische Installation und Updates
    Über den OperatorHub können Sie Anwendungen und Dienste sowohl in der Cloud als auch lokal automatisiert bereitstellen und aktualisieren, unterstützt von Cloud-Providern wie AWS, Azure, Google Cloud und IBM Cloud.
  13. Integrierte CI/CD-Pipelines
    Kontinuierliche Integration und automatisierte Tests reduzieren manuelle Fehlerquellen und beschleunigen die Auslieferung neuer Softwarestände.

Einführung in OpenShift: Enterprise-Plattform auf Kubernetes-Basis

Red Hat OpenShift ist ein containerbasiertes System, das auf Docker aufbaut und speziell dafür konzipiert wurde, Entwickler beim schnellen Aufbau und Betrieb von Anwendungen zu unterstützen. Dabei abstrahiert OpenShift den Erstellungsprozess von Linux-basierten Container-Images und bietet eine skalierbare Plattform für den produktiven Einsatz. Die Orchestrierung und Verwaltung von Containern über mehrere Hosts hinweg erfolgt mit Kubernetes.

Erweiterte Funktionen für Unternehmen

Im Vergleich zu einer reinen Kubernetes-Installation bietet die OpenShift Container Platform zusätzliche Funktionen, die insbesondere für größere Unternehmen relevant sind:

  • Verwaltung von Quellcode, Container-Images und Anwendungen
  • Bereitstellung einer stabilen Netzwerkinfrastruktur für Clusterbetrieb
  • Benutzer- und Teammanagement für unternehmensweite Kontrolle und Governance

Mikroservice-Architektur mit REST-APIs

Die OpenShift Container Platform basiert auf einer Mikroservice-Architektur. Ein Teil dieser Services sind REST-APIs, die Zugriff auf zentrale Objekte ermöglichen, sowie Controller, die Workloads verwalten und deren Status überwachen. Diese Dienste laufen innerhalb eines Kubernetes-Clusters und speichern Objektinformationen in der verteilten Datenbank etcd.

REST-API-Aufrufe können den Zustand des Systems gezielt verändern. Controller greifen auf diese Informationen zu und setzen die gewünschte Systemkonfiguration um. Ein typisches Beispiel: Ein Benutzer erstellt ein „Build“-Objekt, der entsprechende Build-Controller erkennt dies und startet automatisch den Build-Prozess. Nach Abschluss aktualisiert der Controller den Objektstatus über die API.

Erweiterbarkeit und Automatisierung

Durch dieses Architekturmodell lässt sich OpenShift individuell erweitern. Beispielsweise können Controller so angepasst werden, dass sie bestimmte Geschäftsregeln oder CI/CD-Logiken umsetzen. Die Trennung von Build-Prozess und Image-Verwaltung sorgt dabei für mehr Flexibilität.

Über die REST-API lässt sich zudem eine Vielzahl von administrativen Aufgaben automatisieren, etwa das Überwachen von Systemzuständen oder das Anstoßen von Änderungen bei bestimmten Ereignissen. Container können auch so konfiguriert werden, dass sie auf Echtzeit-Aktivitäten reagieren und Workloads dynamisch anpassen, etwa bei Lastspitzen oder geänderten Nutzeranforderungen.

Picture1 Jul 08 2021 01 45 23 91 PMImage Source: OpenShift

Was unterscheidet Red Hat OpenShift von reinem Kubernetes?

Red Hat OpenShift und Kubernetes zählen zu den führenden Plattformen für den Betrieb containerisierter Anwendungen. Auch wenn OpenShift auf Kubernetes basiert, bietet es darüber hinausgehende Funktionen, die insbesondere für Unternehmen mit hohen Anforderungen an Sicherheit, Verwaltung und Benutzerfreundlichkeit attraktiv sind.

Distribution und Bereitstellung

Kubernetes ist eine quelloffene Plattform zur Orchestrierung von Containern. Verschiedene Cloud-Anbieter bieten verwaltete Kubernetes-Dienste an, darunter Amazon EKS, Azure Kubernetes Service, Google Kubernetes Engine oder Rancher.

Red Hat OpenShift basiert auf Kubernetes, wird jedoch nicht als klassische Kubernetes-Distribution eingestuft. Stattdessen handelt es sich um eine eigenständige Plattform, die zusätzlich zu den Kubernetes-Basisfunktionen unternehmensorientierte Erweiterungen, Sicherheitsfeatures und Automatisierungstools mitbringt.

Workflows und Konfiguration

Da Red Hat OpenShift auf Kubernetes aufsetzt, gelten dieselben grundlegenden Prinzipien: Die Bereitstellung containerisierter Anwendungen erfolgt über Konfigurationsdateien, die etwa in YAML oder JSON verfasst werden. Beide Plattformen unterstützen diese Formate und bieten integriertes Load Balancing sowie Routing-Funktionalitäten.

Sowohl Kubernetes als auch OpenShift können in der Cloud oder on-premises betrieben werden, was Unternehmen größtmögliche Flexibilität bei der Infrastrukturwahl bietet.

APIs und Integrationen

OpenShift ist vollständig kompatibel mit den Kubernetes-APIs. Das bedeutet: Anwendungen, die für Kubernetes entwickelt wurden, lassen sich grundsätzlich auch auf Red Hat OpenShift bereitstellen. Gleichzeitig bietet OpenShift eine Reihe zusätzlicher Integrationen und Erweiterungen, die die tägliche Arbeit von DevOps-Teams erleichtern, darunter vordefinierte Sicherheitsrichtlinien und integrierte Automatisierung.

Kommandozeilen-Tools

Kubernetes nutzt das Kommandozeilentool kubectl zur Clusterverwaltung. OpenShift bringt mit oc ein eigenes, erweitertes Tool mit, das auf kubectl basiert, aber zusätzliche administrative Funktionen bietet, etwa zur Benutzer- und Projektverwaltung oder für CI/CD-Prozesse.

Logging und Dashboards

Beim Logging unterstützt Kubernetes verschiedene Tools, die flexibel gewählt und konfiguriert werden können. OpenShift setzt standardmäßig auf den EFK-Stack (Elasticsearch, Fluentd, Kibana), was eine nahtlose Protokollierung und Auswertung erlaubt.

Während das Kubernetes-Dashboard als optionales Add-on installiert werden muss, verfügt Red Hat OpenShift über ein integriertes Webinterface, das eine zentrale, übersichtliche Verwaltung aller Ressourcen ermöglicht.

Betriebssystem-Kompatibilität

Kubernetes-Knoten können auf nahezu allen gängigen Linux-Distributionen betrieben werden, auch Windows Worker Nodes sind möglich. Red Hat OpenShift hingegen erfordert Red Hat Enterprise Linux CoreOS (RHCOS) als Betriebssystembasis. Dies stellt sicher, dass Sicherheitspatches und Updates konsistent und kontrolliert ausgerollt werden können.

Warum entscheiden sich Unternehmen für OpenShift?

OpenShift eignet sich besonders für Container- und Cloudstrategien mit hohen Anforderungen an Sicherheit, Skalierung und Automatisierung. Die Plattform unterstützt zentrale Prozesse wie DevOps, hybride Betriebsmodelle und skalierbare Infrastruktur zuverlässig und standardisiert.

Überzeugend sind:

  • zentrale Steuerung mehrerer Cluster in Hybridumgebungen
  • schnelle Skalierbarkeit auf Tausende von Instanzen
  • integrierte Build- und Release-Automatisierung
  • umfassende Sicherheits- und Zugriffskontrolle

Fazit für IT-Verantwortliche und Architekten

Red Hat OpenShift erweitert Kubernetes um wesentliche Enterprise-Funktionalitäten, die besonders in hybriden Betriebsmodellen gefragt sind. Die ergänzende Integration mit NetApp Cloud Volumes ONTAP stellt sicheren, persistenten Speicher bereit und automatisiert Backup, Skalierung und Governance.

Für Unternehmen, die Kubernetes strategisch etablieren möchten, bietet diese Kombination aus Plattform und Speicher eine robuste Grundlage für zukünftige Cloud-native Anwendungslandschaften.

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