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Die Zuschauerinnen und Zuschauer des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) erwarten tagesaktuelle Berichterstattung und Live-Inhalte. Treue Regionalfußball-Fans zum Beispiel freuen sich bei Live-Übertragungen der Spiele ihrer Lieblingsvereine im MDR auf einen ersten Überblick der Highlights schon in der Halbzeitpause. Doch wie ist ein solch aktueller Zusammenschnitt überhaupt möglich, während die Aufzeichnung im Stadion noch läuft?
Für den MDR ist klar: Aktualität und Qualität in den Inhalten braucht auch technische Exzellenz, auch im Videoschnitt. Die schnelle und präzise Aufbereitung aktueller Inhalte stellt für Video-Cutter einen besonders anspruchsvollen Anwendungsfall dar. Denn es ist entscheidend, dass Videomaterial schnell auf einem Speichersystem verfügbar ist. Nur so können mehrere Schnittsysteme gleichzeitig auf die Daten zugreifen, damit die unmittelbare Bearbeitung und so die aktuelle Berichterstattung ohne Verzögerungen gewährleistet ist. Nicht nur für Fußballübertragungen gilt also: Eine Software auf Champions-League-Level läuft nicht mit Storage auf Hobby-Niveau. Nur wenn beides harmoniert, können die Cutter stressfrei und schnell schneiden – sogar während Live-Übertragungen.
„Viele Zuschauerinnen und Zuschauer sind erstaunt und begeistert, weil sie oft erst durch uns erfahren, welche tollen Sachen gleich bei ihnen um die Ecke passieren.“
Torsten Hoffmann, Projektleiter und Planungsingenieur für Medienproduktion, MDR
Unterstützt von NetApp und dem NetApp-Partner Computacenter wurden Stresstests als Proof-of-Concept für die besonderen Anforderungen der Audio- und Videoverarbeitung durchgeführt. Lastgeneratoren und vier Cutter simulierten den zeitgleichen Videoschnitt an einer Vielzahl an Videoschnittplätzen mitsamt Hintergrundkopierprozessen im Content Management System (CMS).
Der Test zeigte, dass NetApp die Anforderungen der Standard-HD-Produktion voll erfüllt und die Arbeit für die Nutzer angenehm und reibungslos lief. Auch erste UHD-Tests waren vielversprechend.
Zudem wurde der Extremfall getestet, nämlich dass Breaking News live vom Schnittplatz eingespielt werden müssen. „Das ist nicht unser Standardweg“, schränkt MDR-Planungsingenieur Torsten Hoffmann ein. „Aber wir haben es ausprobiert – und es funktioniert. Dann sendet die NetApp sozusagen live.“
Die Broadcast-Schnittsysteme wurden durch umfassende Speicher-Überlasttests und Skalierungsmessungen auf dem NetApp Speichersystem geprüft. Diese Tests wurden gemeinsam mit der ARGE Rundfunk Betriebstechnik (RBT) durchgeführt, einer technischen Arbeitsgemeinschaft für standardisierte Prüf-, Abnahme- und Messtechnikverfahren der öffentlich-rechtlichen Sender. Gezielte Belastungsszenarien sollten Bandbreiten, Latenzen und Stabilität unter realistischen Produktionslasten verifizieren. So konnte unter Laborbedingungen festgestellt werden, dass das ausgewählte NetApp-System in der zur Verfügung gestellten Hard- und Software für die Anwendungen des MDR geeignet wäre. Das System stellt eine hochverfügbare, ausfallsichere Speicherbasis bereit, die sehr hohe Bandbreiten in der Anbindung an die Schnittclients ermöglicht.
Derzeit schneiden die MDR-Cutter regelmäßig ausgewählte Produktionen an einem Adobe-Premiere-Videoschnittplatz mit NetApp-Anbindung und sind sehr zufrieden: NetApp erfüllt die Anforderungen zuverlässig und ermöglicht einen stabilen, performanten und stressfreien Schnittbetrieb auch unter hoher Last.
Die vollständige Umrüstung aller Schnittplätze auf die produktive NetApp-Speicherumgebung wird im Laufe des Jahres 2026 erfolgen.
Folgende NetApp-Lösungen sind momentan beim MDR im Einsatz:

„Im Proof-of-Concept-Test hatten unsere Videocutter das Gefühl, das Material liegt lokal auf ihrer Maschine.“
Torsten Hoffmann, Projektleiter und Planungsingenieur für Medienproduktion, MDR
Das Investitions- und Betriebskostenmanagement ist für den MDR ein großes Thema. Um wirtschaftlich und sparsam haushalten zu können, will der MDR eine überschaubare Anzahl an Systemen im Rahmen der Nutzungsszenarien funktional und kapazitativ optimal nutzen.
NetApp als Videoschnittspeicher für Adobe Premiere erfüllt die bestehenden Anforderungen zu einem attraktiven Preis und passt in die Systemlandschaft des MDR. Daher gibt es auch erste Überlegungen, NetApp im File-Service für Medienproduktion als Grafikspeicher oder für Hörfunkdaten einzusetzen. Planungsingenieur Torsten Hoffmann geht zudem davon aus, dass die NetApp-Lösungen auch für zukünftige Herausforderungen wie den KI-gestützten Videoschnitt geeignet sein werden.
Außerdem freut sich Sven Letzel von der MDR IT-Infrastrukturplanung, wenn andere Medienunternehmen aus dem Proof-of-Concept lernen können: „Unsere Erfahrungen können anderen helfen unddeswegen wollte ich gern darüber berichten.“
„NetApp hat bei neuen Anforderungen immer schnell reagiert und uns gut unterstützt.“
Sven Letzel, IT-Infrastrukturplanung und -bereitstellung, MDR