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Was ist Lift and Shift?

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Strategisch gedacht: Lift and Shift ist einer von vielen Ansätzen für die Migration von Applikationen in die Cloud. Dabei werden eine Applikation und die zugehörigen Daten auf eine Cloud-Plattform verschoben, ohne das Applikationsdesign zu verändern.

Für das Verschieben einer Applikation aus dem lokalen Rechenzentrum in die Cloud gibt es keinen universellen Übergangsprozess. Eine Reihe von Migrationspfaden sind jedoch allgemein anerkannt – viele zählen Lift and Shift (auch bekannt als Rehosting) dazu. Unternehmen können damit ihre Investitionen in Geschäftsprozesse, Businesslogik und Daten auf lokaler Hardware schützen.

Der Lift-and-Shift-Ansatz eröffnet durch den Umstieg auf eine offene und erweiterungsfähigere Architektur in der Cloud einen Weg zur IT-Modernisierung. Unternehmen ziehen Lift and Shift aus konkreten geschäftlichen Motiven in Betracht. Dazu gehören geringere Kosten und verbesserte Performance und Zuverlässigkeit.

Ein Unternehmensstratege bietet allerdings eine ganzheitlichere Erklärung. Er argumentiert, dass die Leistungsfähigkeit und Weiterentwicklung von Applikationen von ihrer Umgebungen abhängt und dass die Cloud durch ihre Größe und Vielfalt der angebotenen Services einem lokalen Rechenzentrum überlegen ist.

Wann eignet sich das Lift-and-Shift-Modell für die Cloud-Migration?

Bei dem Lift-and-Shift-Verfahren lassen sich On-Premises-Applikationen ohne Designänderung in die Cloud verschieben. Aber sie können die nativen Cloud-Funktionen nicht immer voll ausschöpfen. Dieser Migrationspfad scheint also nicht immer der kostengünstigste zu sein. Nach Schätzungen von Gartner geben Unternehmen ohne Kostenoptimierungsprozesse bis 2020 im Durchschnitt 40 % zu viel für die Public Cloud aus (Ed Anderson, 2018).

Damit ihnen ein Preisschock erspart bleibt, benötigen Unternehmen eine Strategie zur Kostenverrechnung und klare unternehmensinterne Zuständigkeiten für die Überwachung der Cloud-Ausgaben. Ohne zusätzliche Tools wird es dabei wohl nicht gehen.

Vorteile der Migration von Anwendungen mittels Lift and Shift:

  • Kurzfristige Kosteneinsparungen. Dow Jones konnte seine IT-Kosten um mehr als 25 % senken. GE Oil & Gas hat mit Lift and Shift Kosteneinsparungen von 52 % erzielt.
  • Schnelle Migration in die Cloud. 2008 kam es bei Netflix zu einem größeren Ausfall, der den Versand von DVDs an Kunden verhindert hat. Für das wachsende Unternehmen war dies der Startschuss zum Weg in die Cloud.
  • Disaster Recovery in der Cloud.  Durch das Verschieben von Daten in einen Cloud-Speicher erhalten Unternehmen einen zweiten, hochverfügbaren Standort. Kosteneinsparungen im Vergleich zum bisherigen DR-Plan sind ein gängiger Nebeneffekt.
  • Technologische Altlasten beseitigen Altsysteme sind oft langsam und teuer im Unterhalt. Zusätzliche leistungsstarke Systeme wie die x1e.32xlarge von Amazon können den benötigten Performance-Schub bringen.

Fünf mögliche Strategien

Sobald die Entscheidung für eine Cloud-Migration gefallen ist, eröffnen sich eine Vielzahl an Möglichkeiten: IaaS? PaaS? SaaS? Gartner nennt fünf verschiedene Wege in die Cloud:

  • Rehosting Damit ist Infrastruktur als Service (IaaS) gemeint. Die Applikation wird ohne Änderungen an ihrer Architektur in einer anderen Hardwareumgebung gehostet. Die Migration verläuft schnell und verhältnismäßig kostengünstig, aber der laufende Betrieb kann kostspielig sein, da die Effizienz der Cloud nicht ausgeschöpft wird.
  • Refactoring Auch als Plattform als Service (PaaS) bekannt: Sie führen Ihre Applikationen auf der Infrastruktur eines Cloud-Providers aus. Entwickler können die gleichen Sprachen, Frameworks und Container verwenden und auf bestehendem Code aufbauen, der für das Unternehmen von strategischer Bedeutung ist. Die Nachteile umfassen fehlende Funktionen, Umstellungsrisiken und die starke Bindung an ein Framework.
  • Überarbeitung. Zunächst werden bestehende Applikationen durch Ändern oder Erweitern des Codes im erforderlichen Umfang modernisiert, anschließend mit Rehosting oder Refactoring in die Cloud migriert. Sie können also die Vorteile der Cloud nutzen, die die Infrastruktur Ihres Providers bietet – müssen aber vorher in die Entwicklung investieren.
  • Neuaufbau Der Code einer vorhandenen Applikation wird verworfen und diese neu entwickelt. Der Vorteil ist, dass Sie auf innovative Funktionen der Provider-Plattform zugreifen können, die die Produktivität der Entwickler steigern. Der Nachteil ist die sehr starke Bindung an den Provider und ggf. eine Stilllegung Ihrer Applikationsressourcen, wenn die Situation nicht mehr tragbar ist.
  • Ersetzen Sie verwerfen die vorhandenen Applikationen und steigen auf kommerzielle Software als Service (SaaS) Lösungen um. Wenn sich die Anforderungen an eine Geschäftsfunktion schnell ändern, spart dieser Ansatz Zeit und Kosten, die andernfalls für ein Entwicklungsteam anfallen würden. Jedoch können Herausforderungen wie inkonsistente Datenmodelle, Schwierigkeiten beim Datenzugriff und die Festlegung auf einen Anbieter die Folge sein.


Kurz gesagt: Betrachten Sie das große Ganze. Mit welcher Cloud-Plattform und welchem Migrationsverfahren lässt sich die Applikation am besten optimieren, um Ihre geschäftlichen und IT-Ziele zu erreichen?

Die richtigen Fragen stellen

Für jeden der möglichen Wege in die Cloud gelten andere Empfehlungen zur Cloud-Strategie und zu den Cloud-Computing-Richtlinien. Entsprechende Fragen können zum Beispiel lauten:

  • Soll ein Rehosting einer Anwendung ohne Änderungen (Lift and Shift) in eine Cloud-Infrastruktur (IaaS) erfolgen?
  • Soll ein Refactoring (wenn nicht sogar eine Neuerstellung) einer Applikation durchgeführt werden, um alle Vorteile der neuen Umgebung und Plattform zu nutzen, und damit die Agilität zu erhöhen und Kosten zu senken?
  • Möchten Sie ein bestehendes System durch eine fertigte SaaS-Anwendung ersetzen (und das aktuelle System stilllegen)?
  • Soll ein interner Geschäftsprozess (wie Rechnungsstellung, Inkasso oder Lohnbuchhaltung) an einen externen Anbieter für Geschäftsprozesse als Service (BPaaS) übergeben werden?


Fragen Sie sich, wie die Zukunft Ihres Unternehmens aussehen soll (z. B. als digitales Unternehmen). Sind die heute von der Applikation unterstützten Geschäftsprozesse dann immer noch erforderlich (oder immer noch interne Prozesse)? Der Entscheidungsbaum für einen bestimmten Prozess könnte wie folgt aussehen:

  • Benötigen wir diesen Prozess auf lange Sicht? Wenn nicht, wie könnte ein sanfter Ausstieg aussehen? Auf welche neuen Prozesse müssen wir uns vorbereiten?
  • Müssen oder wollen wir diesen Prozess intern ausführen? Wenn nicht, sollten wir BPaaS in Betracht ziehen.
  • Können wir die benötigte Funktionalität dieses Prozesses als SaaS nutzen?
  • Wenn mehr Flexibilität benötigt wird, können wir ihn individuell anpassen (über PaaS) oder selbst betreiben, allerdings ohne den gesamten Middleware-Stack managen zu müssen (ebenfalls über PaaS)?
  • Wenn wir ihn selbst direkt auf der Infrastruktur betreiben müssen, können wir eine gemeinsam genutzte Infrastruktur (IaaS, in einer Public oder Privat Cloud) verwenden?


Stellen Sie die richtigen Fragen, um einen Pfad zur Cloud einzuschlagen, der einen echten wirtschaftlichen Nutzen verspricht.

NetApp und Lift and Shift

Viele Unternehmen verschieben die Migration ihrer filebasierten Workloads in die Cloud aus Sorge, auf einige Funktionalitäten verzichten zu müssen, die eine lokale Umgebung bietet. Mit NetApp Cloud Volumes lassen sich diese Bedenken ausräumen. Es ist von Grund auf für beste Performance und erweiterte Datenmanagementfunktionen konzipiert, um auch die anspruchsvollsten Anwendungen in der Cloud zu unterstützen.

Cloud Volumes überwindet viele der Herausforderungen bei einer Cloud-Migration:

  • deutlich geringere Latenz und bessere Performance im Vergleich zu aktuellen nativen Cloud-Fileservices
  • vollständig implementierte NAS-Protokolle in verschiedenen Versionen, die Cloud-Provider in der Regel nicht anbieten
  • erweiterte Datenmanagementfunktionen wie automatisierte Synchronisierungen, Snapshots, schnelles Klonen, Cloud-Backup und Replizierung
  • Skalierbarkeit auf dem Niveau einer lokalen Storage-Lösung
  • keine Architekturänderungen von Enterprise-Applikationen für Objekt-Storage oder langsameren Cloud-Storage erforderlich

Cloud Volumes verspricht eine Latenz unter 2 ms und ist somit ideal für Datacenter-Anwendungen in der Cloud. Verschiedene Performance-Tiers ermöglichen flexible Optionen zwischen Kosten und Performance.

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