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NetApp SnapCenter Software: Datensicherung leicht gemacht
John Spinks
Technical Marketing Engineer, NetApp

Datensicherung ist ein wichtiges Thema bei NetApp und wird in Form von zahlreichen verschiedenen Paketen angeboten. Mit der brandneuen NetApp SnapCenter Software können Sie Datensicherungslösungen von NetApp konsolidieren und die Administration vereinfachen. Die zentralisierte und erweiterbare Datensicherungsplattform SnapCenter bietet eine umfassende und konsistente Datensicherung. SnapCenter lässt sich als Datensicherungsplattform für Applikationen einfach implementieren und anpassen.

Herausforderungen im Bereich Datensicherung

Einige Bereiche der Datensicherung sind besonders schwierig zu managen. Jeder von uns hat schon Erfahrungen mit langsamen und ineffizienten Backups gemacht. Herkömmliche Backup- und Restore-Vorgänge sind langsam und zeitintensiv. Das Verschieben von Daten aus und in Test- und Entwicklungsumgebungen dauert in manchen Fällen so lange, dass die Daten bei Abschluss des Vorgangs bereits veraltet sind. In großen Unternehmen müssen häufig mehrere verschiedene Teams für Applikationen, Datenbanken, Storage und Virtualisierung koordiniert werden – eine komplexe Aufgabe. Darüber hinaus haben die Applikationsadministratoren in vielen Fällen keinen Zugriff auf Self-Service, sondern müssen möglicherweise erst ein IT-Ticket erstellen und warten, bis ein Backup-Administrator eine Wiederherstellung von Band durchgeführt hat. Eine relativ neue Herausforderung ist der Umgang mit der Data Fabric, in der die Daten zwischen dem Standort und der Cloud verschoben werden. Der lückenlose Schutz der Daten ist unabhängig von deren Speicherort von entscheidender Bedeutung.

Sie dachten, NetApp SnapManager wäre schon die ideale Software?

Die NetApp SnapManager Software bietet NetApp Kunden seit vielen Jahren eine hervorragende Datensicherung. Eine Cloud-integrierte Data Fabric erfordert jedoch noch weitere Funktionen. Mit seinen SnapManager Produkten geht NetApp einen Teil der Herausforderung bei der Datensicherung an. Diese schnellen, applikationskonsistenten und Snapshot basierten Datensicherungsprodukte helfen dabei, Backups zu beschleunigen und effizienter zu machen. Die Skalierung der Umgebung ist jedoch ein wenig kompliziert. Wenn Sie etwa nur 20 verschiedene SQL Server verwenden, gibt es auch 20 Hosts und 20 Orte, an denen Sie Backups planen, Jobs überwachen und Klon- und Wiederherstellungsvorgänge durchführen müssen.

Mit SnapManager können Sie erfolgreich applikationskonsistente Backups und Snapshot basierte Datensicherungen durchführen. SnapCenter geht jedoch noch einen Schritt weiter als SnapManager und kontrolliert die Daten, während sie die Data Fabric durchlaufen. Im Vergleich zu SnapManager bietet SnapCenter eine einheitliche Benutzeroberfläche, auf der diese 20 SQL Server über eine zentrale Konsole gemanagt werden können. Über eine einzige Schnittstelle für alle Hosts können Sie in SnapCenter Richtlinien erstellen und in den verschiedenen SQL-Umgebungen anwenden.

Zusammenhänge erkennen

Abbildung 1) SnapCenter ist eine einheitliche, skalierbare Softwareplattform für Datensicherung und Klonmanagement.

Quelle: NetApp, 2015

In der Mitte von Abbildung 1 ist das neue NetApp Produkt SnapCenter Server dargestellt, das für zentralisiertes Management, Hochverfügbarkeit und Load Balancing konzipiert wurde. Es bietet eine gemeinsame GUI und erleichtert so das Management der gesamten IT-Infrastruktur sowie die rollenbasierte Zugriffssteuerung, um das Management zu delegieren und gleichzeitig zentral zu kontrollieren. Auf der linken Seite befinden sich die SnapCenter Plug-ins, die auf jeder Einheit mit dem SnapCenter Server installiert sind. Diese schlanken Applikations-Plug-ins ermöglichen rollenspezifische Funktionen und Workflows. Der SnapCenter Server und die Plug-ins kommunizieren mit den NetApp Storage-Plattformen. SnapCenter ist auch auf Kompatibilität mit plattformübergreifendem Storage ausgelegt. Außer plattformübergreifendem Storage unterstützt SnapCenter auch mehrere Hypervisoren.

Administratoren das Leben erleichtern

In der folgenden Abbildung sind auf der rechten Seite zwei Benutzertypen dargestellt: der Infrastrukturmanagement-Benutzer und der Applikations-/Datenbankmanagement-Benutzer.

Abbildung 2) SnapCenter erleichtert IT-Administratoren ihre Tätigkeit, indem es die Anforderungen an Applikations- und Datenbank-/Storage-Management erfüllt.

Quelle: NetApp, 2015

Der Infrastrukturmanagement-Benutzer installiert und konfiguriert SnapCenter, richtet die rollenbasierte Zugriffssteuerung (Role Based Access Control, RBAC) ein und delegiert die Zuständigkeit an andere SnapCenter Benutzer. Dieser Benutzer behält über SnapCenter die zentrale Kontrolle und führt Prüfungen durch. In der Regel hat er eine der in Abbildung 2 aufgeführten Positionen. Die Zuständigkeiten umfassen den SnapCenter Server und die Storage-Plattformen.

Im oberen Teil der Abbildung befinden sich die Hosts mit ihren SnapCenter Plug-ins. Die Plug-ins werden vom Applikations-/Datenbankmanagement-Benutzer auf den Hosts implementiert. Dieser Benutzer führt auch Self-Service-Backup-, Wiederherstellungs- und Klonaufgaben durch. Nur vom SnapCenter Administrator genehmigte Aufgaben können ausgeführt werden. Die typischen Positionen dieses Benutzers sind ebenfalls in der Abbildung zu sehen. SnapCenter ermöglicht auch eine hohe Granularitätsebene sowie Rollen für Administratoren.

Mehrwert durch SnapCenter

SnapCenter bietet einen Mehrwert durch:

Einfachheit:

  • Eine zentralisierte GUI ermöglicht das Monitoring, Benachrichtigungen, die Protokollierung, das Reporten und die Planung für alle SnapCenter Plug-ins über eine zentrale Benutzeroberfläche, die alles abdeckt.
  • Spezifische Workflows für die Anforderungen von Applikations-, Virtualisierungs- und Datenbankadministratoren
  • Prüfung der Interoperabilität und unterbrechungsfreie Installation und Upgrades der SnapCenter Plug-ins über die zentrale Benutzeroberfläche

Skalierbarkeit:

  • Steigerung der Backup- und Restore-Performance
  • Zentrales Management der Datensicherung für Tausende Applikationen entweder lokal oder über die Data Fabric
  • Transparenter Einsatz zusätzlicher SnapCenter Server für Hochverfügbarkeit und Load Balancing zur Unterstützung Tausender Applikationen

Berechtigung:

  • Rollenbasierte Zugriffssteuerung für den Self-Service für Applikationsadministratoren sowie Beibehaltung der Kontrolle
  • Reduzierte Test- und Entwicklungszeit mit hochperformanten applikationskonsistenten Klonen und Lifecycle Management für Klone
  • Zahlreiche REST-APIs zur Integration sowie zahlreiche PowerShell Commandlets zur Orchestrierung mit Drittanbietersoftware und zum Cloud-Management

Unternehmen

Die folgende Abbildung veranschaulicht die Grundlagen aller Datensicherungs- und Klonaufgaben. Jeder Backup- und Klonvorgang umfasst Interaktionen mit Ressourcen, Richtlinien und Datensätzen.

Abbildung 3) Das folgende Diagramm veranschaulicht die Organisation von SnapCenter in Hosts, Ressourcen, Richtlinien und Datenbanken (blau).

Quelle: NetApp, 2015

Hosts: Server (physisch oder virtuell), die die zu sichernde Applikation/Datenbank hosten

Ressourcen: Elemente, die gesichert oder geklont werden sollen. Wenn Sie beispielsweise das Plug-in für SQL Server nutzen, könnte es sich bei den Ressourcen um Datenbanken, Instanzen oder Verfügbarkeitsgruppen handeln.

Richtlinien: Zusammenstellung der Regeln für die Durchführung von Backup-, Klon- und Verifizierungsaufgaben. Zu den Richtlinienkomponenten gehören Zeitplan-, Aufbewahrungs- und Replizierungseinstellungen sowie Pre- und Post-Scripting-Argumente und andere Einstellungen.

Datensätze: Methode zum Organisieren der zu sichernden Ressourcen. Dies sind außerdem die zu sichernden Elemente. Für jede Backup- oder Klonaufgabe ist ein Datensatz erforderlich. Für Ressourcen, die nicht in einem Datensatz enthalten sind, werden grundsätzlich keine Backup- oder Klonaufgaben durchgeführt.

Implementierungsmodelle

In den folgenden Abbildungen sind einige Beispiele für die Implementierung von SnapCenter dargestellt.

Implementierung für Test und Entwicklung (nicht für Produktionsumgebungen)

In der einfachsten Konfiguration, wie z. B. in einer Test- und Entwicklungsumgebung, kann Microsoft SQL Express für das SnapCenter Repository verwendet werden.

In dem in Abbildung 4 gezeigten Fall kann das Datenbanksystem auf dem SnapCenter Host selbst installiert werden.

FlexClone Kopien der Applikationsdatenbanken können entsprechend individueller Benutzeranforderungen erstellt werden.

Abbildung 4) SnapCenter Implementierungsmodelle für Test und Entwicklung

Quelle: NetApp, 2015

Implementierung in der Produktion

Beachten Sie im Diagramm zur Implementierung in Produktionsumgebungen, dass sich die SnapCenter Repository-Datenbank nicht auf dem SnapCenter Server selbst, sondern auf einem anderen Server befindet. Außerdem wird SQL Express nicht verwendet, da es sich um eine Produktionsumgebung handelt.

Abbildung 5) SnapCenter Implementierungsmodelle in Produktionsumgebungen

Quelle: NetApp, 2015

Links im obigen Diagramm ist die Virtual Storage Console (VSC) für VMware 6.1 dargestellt, die zur Integration in die VMware Umgebung verwendet wird.

Oben rechts aktualisiert SnapCenter die langfristige Aufbewahrung mit mehreren Wiederherstellungspunkten mit SnapVault.

Für Disaster Recovery-Zwecke stellt SnapCenter mithilfe von SnapMirror Aktualisierungen für den DR-Standort bereit.

HINWEIS: SnapCenter erstellt oder initialisiert keine SnapVault oder SnapMirror Beziehungen. Diese werden lediglich aktualisiert, sodass Klone und Wiederherstellungen bei Bedarf erleichtert werden.

Hochverfügbarkeitsimplementierung

Die folgende Abbildung zeigt den Betrieb von SnapCenter in einer Umgebung mit einigen Microsoft Hochverfügbarkeitsfunktionen wie SQL Server Verfügbarkeitsgruppen, Network Load Balancing (NLB) und Application Request Routing (ARR).

Abbildung 6) SnapCenter Implementierungsmodelle für Hochverfügbarkeit

Quelle: NetApp, 2015

SnapCenter Version 1.0 im Überblick

SnapCenter ist darauf ausgelegt, viele Ihrer Anforderungen hinsichtlich Datensicherung zu erfüllen. Allerdings werden nicht alle Anforderungen in einer einzigen Version erfüllt.

Schwerpunkte der SnapCenter Version 1.0 sind der SnapCenter Server, das SnapCenter Plug-in für Microsoft SQL Server und das SnapCenter Plug-in für Microsoft Windows.

VSC 6.1 für VMware Backup und Recovery ist ebenfalls erhältlich und lässt sich mit SnapCenter integrieren, um Backups von SQL in virtuellen Umgebungen (VMDKs) zu ermöglichen.

Beachten Sie außerdem, dass SnapCenter Server kostenlos erhältlich ist und die SnapCenter Plug-ins dieselben Lizenzen wie vorhandene SnapManager und SnapDrive Produkte und Bundles nutzen.

SnapCenter unterstützt ausschließlich Clustered Data ONTAP 8.2.2 und höher.

In der folgenden Abbildung und den Tabellen darunter sind die Inhalte, der Support, die Funktionen und die Einschränkungen von SnapCenter 1.0 zusammengefasst.

Abbildung 7) SnapCenter Version 1.0 unterstützt SQL Datenbanken in nicht virtualisierten und VMware Umgebungen sowie Infrastruktur-VMs.

Quelle: NetApp, 2015


Tabelle 1) Von SnapCenter Version 1.0 unterstützte Plattformen

Quelle: NetApp, 2015


Tabelle 2) Neue Funktionen und Einschränkungen in SnapCenter Version 1.0

Quelle: NetApp, 2015

Zusammenfassung

NetApp hat die Implementierung von SnapCenter optimiert, indem die Lizenzierung für die SnapCenter Plug-ins an unsere SnapManager und SnapDrive Produkte angepasst wurde: für einzelne Hosts oder als Teil eines Bundle. Wenn Sie eine vorhandene SnapManager oder SnapDrive Lizenz besitzen, können Sie diese mit SnapCenter verwenden, ohne dass eine Umwandlung erforderlich ist. Das Beste ist aber, dass der neue SnapCenter Server ein kostenloser Download ist und Sie daher sofort von dessen Funktionen profitieren können.

Zögern Sie also nicht länger! Laden Sie SnapCenter Server noch heute herunter

Weitere Informationen darüber, wie Sie in einer Hybrid Cloud-Infrastruktur von den Preis- und Flexibilitätsvorteilen von Public Cloud-Ressourcen für Disaster Recovery (DR) profitieren und gleichzeitig die Kontrolle über Ihre Geschäftsdaten behalten, erhalten Sie in unserem Lösungsüberblick NetApp Snap-to-Cloud Disaster Recovery Solution Kit: Snap to the cloud, recover from anywhere

John Spinks, erfahrener Technical Marketing Engineer (TME) bei NetApp, arbeitet im Bereich Backup, Recovery und Klonen von Enterprise-Applikationen. Außerdem ist er für das SnapCreator Framework und die zugehörigen Plug-ins zuständig, deren Entwicklung von einem Professional Services-Tool zu einem vollständig unterstützten Produkt er begleitet hat. Als TME für SnapCenter treibt Spinks die Weiterentwicklung der Funktionen sowie die Einführung von SnapCenter mit voran.

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Dezember 2015

 
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