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Microsoft Apps auf FlexPod für VMware

Cisco, NetApp und VMware haben die Infrastrukturlösung FlexPod für VMware vorgestellt – ein vorgefertigtes, validiertes, standardisiertes Architektur-Design für Datacenter, das über ausgewählte Channel-Partner erhältlich ist –, um die Implementierung einer Shared IT-Infrastruktur oder Cloud zu vereinfachen, zu beschleunigen und risikoärmer zu gestalten. Vor einigen Monaten beschrieb ein detaillierter Artikel von Ashok Rajagopalan von Cisco und David Klem von NetApp die Highlights dieser grundlegenden FlexPod Architektur sowie einige Anwendungsszenarien. Da dieser Artikel öfter abgerufen wurde als quasi alle anderen neueren Artikel, wurde ich von Tech OnTap um einen Folgebeitrag gebeten, in dem ich genauer auf die Implementierung beliebter Microsoft Apps auf FlexPod für VMware eingehe und die wichtigsten Funktionen hervorhebe: Performance, Effizienz und Datensicherung/DR. Außerdem sollen zugehörige Best Practices vorgestellt werden.

Vorteile für gemischte Microsoft Workloads

Die Infrastrukturlösung FlexPod für VMware besitzt einzigartige Virtualisierungsfunktionen, welche die Implementierung und sichere Trennung von Microsoft Applikationen optimieren. VMware vCenter bietet eine skalier- und erweiterbare Management-Plattform zur Unterstützung der Workflow-Automatisierung. Der Cisco Unified Computing System (UCS) Manager erlaubt das eingebettete Management von Cisco Komponenten und die Integration mit VMware vCenter. Die NetApp OnCommand Management Suite vereinfacht das Storage Management und ermöglicht es Ihnen, dabei anfallende Aufgaben an Server- oder VMware-Administratoren zu delegieren und eine nahtlose Zusammenführung mit vCenter zu gewährleisten.

Komponenten von FlexPod für VMware.

Abbildung 1) Komponenten von FlexPod für VMware.

Sie können die FlexPod Konfiguration präzise optimieren und Komponenten innerhalb einer einzelnen FlexPod Konfiguration vertikal bzw. mit mehreren FlexPod Konfigurationen horizontal skalieren und gezielt an Ihre spezifischen Workload-Anforderungen anpassen. Zusätzliche Komponenten lassen sich hinzufügen, um Funktionen zur Applikationsbeschleunigung, zum Lastausgleich und Backup, zur Disaster Recovery und so weiter zu ergänzen. Beispiele:

  • Cisco Application Control Engine (ACE) und Wide Area Application Services (WAAS) sorgen für verbesserte Verfügbarkeit, Performance und Optimierung innerhalb des Datacenters und des Wide Area Network (WAN) für virtualisierte Microsoft Applikationen.
  • NetApp SnapManager, SnapMirror und VMware Site Recovery Manager (SRM) ermöglichen die Einhaltung einer strengen Recovery-Zeitvorgabe (RTO) bzw. eines knappen Recovery-Zeitpunkts (RPO) mit applikationsgerechten Backups, granularer Wiederherstellung und automatisierter Disaster Recovery (DR).

Die Virtualisierung Ihrer Microsoft Applikationen erzielt im Idealfall entscheidende Vorteile für Ihre IT-Abteilung insgesamt sowie für einzelne Applikationsinhaber und Endanwender. Die Implementierung Ihrer Microsoft Apps mit FlexPod eröffnet Ihrem IT Team folgende Möglichkeiten:

  • Mehrere Instanzen von Microsoft Applikationen können in einer vorab validierten Shared IT-Infrastruktur mit zentralisiertem Management bei gleichzeitiger Kostenkontrolle vorgehalten werden.
  • Neue Applikationsinstanzen werden nach Bedarf im Handumdrehen ausgeliefert.
  • SLAs werden mit hoher Verfügbarkeit und durchgängiger QoS für Microsoft Applikationen eingehalten.
  • Die Datensicherung und Disaster Recovery laufen vollständig automatisiert ab.
  • Kooperativer Support steht für alle FlexPod Komponenten bereit und optimiert die Behandlung von Störfällen.

Applikationsinhaber bemerken keine Veränderung in der Art und Weise, wie Applikationen verwaltet werden, profitieren jedoch von der besseren Verfügbarkeit, Sicherheit und Datensicherung, dem schnelleren Ausliefern neuer Applikationen und einem applikationsgerechten Lastausgleich. Endanwender, vor allem Benutzer in Zweigstellen oder unterwegs, genießen eine bessere Performance und optimierte Zugriffsmöglichkeiten auf Applikationen.

Jedes einzelne Element der FlexPod Lösung erzielt bestimmte Vorteile für Microsoft Applikationen.

Cisco UCS

Cisco UCS steuert sämtliche Server-Attribute in der Software-Schicht, um für eine zustandslose Rechner-Hardware innerhalb von FlexPod zu sorgen. Cisco UCS erledigt die vollständige Virtualisierung der Server Hardware, der Netzwerkressourcen sowie des Storage-Zugriffs mit virtuellen MAC- und WWN-Adressen. Sollte ein Server ausfallen, so wird die Rolle dieses Servers nahtlos einem anderen Blade zugewiesen, ohne dass Ihre VLANs oder Switches neukonfiguriert werden müssen. Cisco Manager vereinfacht die Implementierung neuer Server anhand von Vorlagen. Im Endergebnis stehen eine verbesserte Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Effizienz.

Aus Sicht der Microsoft Applikationen kann die Kombination aus Cisco UCS mit VMware Server-Virtualisierung und NetApp Storage-Virtualisierung ihre Implementierung in bestimmten Bereichen noch weiter optimieren:

  • Service-Profile und ­Vorlagen beschleunigen die Bereitstellung zusätzlicher virtualisierter Microsoft Server. ESX Hosts lassen sich im Handumdrehen bereitstellen, indem vorkonfigurierte Service-Profile auf die neuen Cisco UCS Blades angewandt werden, die ein vorinstalliertes ESX Host Image über SAN booten können. Wird dies mit der Funktion zum schnellen Klonen in der NetApp Virtual Storage Console (VSC) kombiniert (wobei FlexClone zur Bereitstellung von Virtual Machines genutzt wird), so lassen sich damit mehrere VMs von Microsoft Applikationen in Minutenschnelle bereitstellen.
  • Die M81KR Virtual Interface Card (VIC) von Cisco erlaubt Ihnen die Konfiguration vieler zusätzlicher, virtueller NICs, sodass jeder Server so viele Schnittstellen wie nötig besitzt. Für Exchange ist dies vor allem hilfreich, wenn Ihre Mailbox Server in einer DAG-Konfiguration vorliegen. Für jeden Datenverkehrstyp kann ein separates VLAN genutzt werden.
  • Allein auf den Netzwerkbetrieb bezogen senkt die Cisco UCS Architektur die Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Ansätzen bereits um 66 %.

Cisco Nexus Unified Fabric

Die Switches der Cisco Nexus 5500 Series bieten einen einheitlichen Hochgeschwindigkeits-Fabric für die Konnektivität und vollständige Redundanz aller Netzwerkpfade.

Die mit der ersten FlexPod Konfiguration implementierte Netzwerkinfrastruktur stellt Ports und die nötige Bandbreite bereit, um bis zu drei FlexPod Installationen zu unterstützen. Mit anderen Worten: Sie können Ihrer Infrastruktur zwei weitere FlexPod Installationen hinzufügen (Sie haben also insgesamt drei), bevor überhaupt zusätzliche Netzwerkkapazitäten nötig werden.

Zwei Netzwerkkomponenten wurden ganz speziell mit Blick auf VMware entwickelt:

  • Das Cisco Nexus 1000V Virtual Supervisor Module (VSM) ist ein Software Switch, der innerhalb des VMware Kernels oder auf dem Cisco Nexus 1010 läuft und für die nahtlose Integration der Server- und Netzwerkumgebung sorgt.
  • Cisco Nexus 1010 ist ein dediziertes Gerät zur Unterstützung mehrerer Instanzen von Cisco Nexus 1000V VSM, damit individuellen Server Blades Arbeitslast abgenommen und die Skalierbarkeit und Performance verbessert werden kann.

NetApp Storage

Die NetApp Storage-Komponenten von FlexPod erzielen ebenfalls entscheidende Vorteile für Microsoft Applikationen. Der NetApp Storage wurde konzipiert, um genau die erforderliche Performance, Verfügbarkeit und Effizienz für diese Applikationen bereitzustellen.

Da FlexPod die Software im NetApp Complete Bundle umfasst, erhalten Sie ohne zusätzliche Kosten auch NetApp SnapRestore, SnapMirror, FlexClone, SnapVault und die vollständige SnapManager Suite. Die SnapManager Suite gewährleistet die applikationsgerechte Datensicherung für Microsoft Exchange, SQL Server und SharePoint sowie für einige weitere beliebte Applikationen. In Verbindung mit SnapMirror bilden diese Komponenten die Grundlage der DR.

Die vereinheitlichte Architektur von NetApp mit Unterstützung für mehrere Protokolle bietet integrierte Effizienz dank Deduplizierung, Thin Provisioning und schnellem Klonen und erlaubt so die Implementierung Tausender Virtual Machines innerhalb weniger Minuten, sodass viele Instanzen virtualisierter Microsoft Applikationen behandelt werden können.

VMware vSphere

Zu FlexPod für VMware gehört VMware vSphere Enterprise Plus und VMware vCenter. Für Kunden, die bereits eine Lizenz für VMware Enterprise besitzen, ist FlexPod ohne die VMware Software-Komponenten erhältlich. Große Multi-Core Server sind inzwischen zur Norm geworden, allerdings schöpfen viele Applikationen die Vorteile all dieser Kerne in einem physischen Server nicht aus. Durch die Virtualisierung mit VMware lasten Sie diese Kerne besser aus und es lassen sich verschiedene Server-Rollen ohne zusätzliche Hardware voneinander isolieren. Die Virtualisierung vereinfacht außerdem die Einrichtung eines Testlabors für Ihre Microsoft Applikationen und senkt die dabei entstehenden Kosten.

VMware bietet Funktionen wie VMotion, Storage VMotion und den Distributed Resource Scheduler. Mit diesen Technologien können Applikationsinstanzen und zugeordnete Ressourcen zwischen Servern oder Standorten ohne resultierende Unterbrechungen verschoben werden. Außerdem lässt sich die Auslastung über einen Ressourcen-Pool hinweg überwachen und verfügbare Ressourcen werden den Virtual Machines auf intelligente Weise zugewiesen.

Performance

Detaillierte Performance-Studien wurden erstellt, um den Einsatz von Microsoft Applikationen in virtualisierten Umgebungen nachzuweisen. NetApp und VMware haben gemeinsam umfassende Performance-Tests mit Exchange durchgeführt. (Obwohl der Großteil der Aufgaben dabei mit Exchange 2007 absolviert wurde, können Sie sich darauf verlassen, dass eine akzeptable Performance mit Exchange 2007 gleichbedeutend mit einem guten Ergebnis für Exchange 2010 ist, da Exchange 2010 sich durch signifikant niedrigere I/O auszeichnet.)

Abbildung 2 zeigt eine Zusammenfassung der Performance von Exchange auf VMware. Wie Sie sehen, weicht die virtuelle Leistung nie mehr als 5% von der physischen Leistung ab. Selbst bei 4.000 Nutzern erreicht die CPU-Auslastung lediglich 25 %. Die Anzahl an anforderungsintensiven Nutzern skaliert dabei linear mit weiteren hinzugefügten CPUs, sowohl im physischen als auch im virtuellen Fall.

Vergleich der Performance von Exchange in einer VMware Umgebung und in einer physischen Umgebung.

Abbildung 2) Vergleich der Performance von Exchange in einer VMware Umgebung und in einer physischen Umgebung.

VMware führte ähnliche Studien für Microsoft SharePoint Server 2007 und Microsoft SQL Server durch. Die Studie zu SharePoint bewies, dass bis zu 171.600 Nutzer, die SharePoint sehr stark in Anspruch nehmen, durch einen einzigen physischen Server bedient werden können, auf dem vSphere mit separaten VMs für verschiedenste SharePoint Rollen läuft. Des Weiteren wurde eine detaillierte Validierungsstudie für eine Umgebung mit SharePoint 2010 und 50.000 Anwendern durchgeführt, deren resultierendes CVD in Kürze verfügbar sein sollte.

Cisco UCS und NetApp Storage umfassen mehrere zusätzliche Funktionen, die zur Verbesserung der Performance Ihrer Microsoft Applikationen beitragen.

In Bezug auf die Rechenressourcen umfasst FlexPod zwei Arten von Blades: den B-Series B200 M2 Blade Server für allgemeine Workloads und den B250 M2 Extended Memory Blade Server für speicherintensive Workloads. Ein großzügiger Server-Arbeitsspeicher ist entscheidend für die Performance großer Exchange Installationen und SQL Server Datenbanken. Er senkt die physische Platten-I/O und ermöglicht es zum Beispiel, mehr Exchange Mailboxes auf einem einzigen physischen Server zu platzieren.

Werden NetApp Flash Cache Module in jeder FlexPod Konfiguration integriert, so verringert dies die Latenz bei Lesezugriffen, die Anzahl an nötigen Plattenspindeln zum Erzielen einer bestimmten Performance-Stufe und die Auswirkungen von Boot-Anstürmen, die in virtualisierten Umgebungen auftreten können, wenn viele VMs zur selben Zeit hochgefahren werden.

So konnte in einem Leistungsvergleich von NetApp mit Microsoft Exchange 2010 durch Nutzung von Flash Cache die Anzahl an erzielten IOPs verdoppelt und die Menge an unterstützten Mailboxes um 67 % erhöht werden.

Optionale Funktionen zur Performance-Steigerung

Die Cisco Application Control Engine (ACE) kann zu einer Konfiguration mit FlexPod für VMware hinzugefügt werden, um den Lastausgleich für Applikationen, die Kontrolle des Netzwerkdatenverkehrs, die Service-Redundanz, das Ressourcen-Management sowie die Applikationsbeschleunigung und ­optimierung zu gewährleisten. Falls Sie auswärts gelegene Büros und mobile Anwender unterstützen müssen, bietet Cisco WAAS eine entsprechende WAN-Optimierung zur schnelleren Applikationsbereitstellung für auswärtige Benutzer, die auf E-Mails zugreifen, Dateien/Ordner auf SharePoint Websites hoch-/herunterladen und so weiter.

FlexPod gewährleistet bei Bedarf außerdem die durchgängige Dienstgüte (Quality of Service, QoS), sodass Sie bestimmten Applikations-Workloads gegenüber anderen den Vorzug geben können, wenn Sie die sichere Mandantenfähigkeit (SMT) implementieren. Unsere einzigartigen SMT-Funktionen garantieren die gewünschte QoS auf jeder Infrastrukturebene: Server, Netzwerk und Storage. Bei den meisten Implementierungen ist ein QoS-Mechanismus in nur einer Ebene aktiviert und man hofft, dass vor- oder nachgelagerte Ebenen als Folge ebenfalls gedrosselt werden. Verschiedene Applikationen haben unterschiedliche Merkmale: einige sind sehr rechenintensiv, andere beanspruchen das Netzwerk besonders stark und wieder andere sind I/O-intensiv. Wird nun einfach die I/O eingeschränkt, so hat dies nur geringen oder gar keinen Einfluss auf die CPU-Auslastung einer CPU-intensiven Applikation.

Diese QoS-Funktion hingegen stellt sicher, dass Ihre wichtigsten Workloads immer die erforderlichen Ressourcen erhalten, um mindestens mit der erwarteten Performance zu arbeiten. Gleichzeitig bedeutet dies, dass Sie Ihre Ressourcenauslastung zur Effizienzsteigerung zuversichtlich erhöhen können, ohne dass Sie sich Sorgen über die Einhaltung Ihrer Service Levels machen müssen.

Mehr Effizienz

FlexPod für VMware steigert die Effizienz Ihrer Microsoft Applikationsumgebung, indem das Optimum aus Ihrer Infrastrukturinvestition herausgeholt und gleichzeitig der Systembetrieb vereinfacht und die Aufgabenlast Ihres IT-Personals verringert wird.

Herkömmliche Microsoft Applikationsimplementierungen verwenden je einen physischen Server für jede Applikationsrolle. Während also die Datenbank-Server oder Exchange Mailbox Server die physische Ressource voll ausnutzen, lassen andere Server-Rollen wertvolle Kapazitäten relativ ungenutzt zurück. Durch die Implementierung auf FlexPod für VMware können Sie viele solcher Server-Rollen in einem einzigen virtualisierten Server konsolidieren und Ressourcen ganz nach Bedarf anpassen. Mit VMotion gehen Sie noch einen Schritt weiter und verschieben eine ausgelastete VM bei Bedarf ohne Unterbrechung auf eine andere Hardware-Ressource.

Da FlexPod zwei Arten von Server Blades bereitstellt, können Sie die VMs auf dem am besten geeigneten Blade platzieren. Die Cisco Funktion zur Erweiterung des Arbeitsspeichers, wie sie im B250 M2 Extended Memory Blade Server implementiert ist, gestattet eine besonders hohe VM-Dichte bzw. Unterstützung für VMs mit hohen Arbeitsspeicheranforderungen.

NetApp unterstützt die VMware vStorage APIs zur Array-Integration (VAAI), sodass wichtige datenbezogene Aufgaben, wie zum Beispiel die Bereitstellung, vom Server an den Storage übergeben werden können. Die Integration von NetApp und VMware durch die Virtual Storage Console (VSC) ermöglicht es VMware Admins, direkt über vCenter sämtliche Vorteile der zugrunde liegenden NetApp Funktionen auszuschöpfen und die Effizienz zu steigern.

Die Bereitstellungs- und Klonfunktionen von VSC umfassen auch eine Option zum effizienten Klonen neuer Virtual Machines über eine Basisvorgabe mithilfe von NetApp FlexClone (ein neues Kapitel in der Reihe "Back to Basics" in dieser Ausgabe von Tech OnTap liefert weitere Details zu FlexClone). Außerdem wird dadurch das Management und die Sicherheit von Storage-Pfaden, die Konfiguration von Deduplizierung und Thin Provisioning für mehr Storage-Effizienz und die Skalierung von Datenspeichern ermöglicht. Die Bereitstellung mit FlexClone verringert den Storage-Bedarf zur Implementierung von VMs enorm, da Klone nur für vorgenommene Änderungen zusätzliche Storage-Ressourcen benötigen. Werden das NetApp Thin Provisioning und die Deduplizierung aktiviert, so verringert dies die Storage-Anforderungen zusätzlich.

2009 war ich an einem Projekt beteiligt, bei dem die Implementierung eines gemischten Workloads aus Microsoft Applikationen auf den Technologien von VMware, Cisco und NetApp validiert wurde. Unterm Strich beobachteten wir eine Verringerung des Storage-Bedarfs um 92 % für VM-Systemlaufwerke, auf denen das Betriebssystem und die Microsoft Applikationsbinärdaten lagen, wenn die Bereitstellung mit FlexClone, Thin Provisioning und die Deduplizierung kombiniert genutzt wurden.

Storage-Einsparungen durch die Kombination von klonbasierter Bereitstellung, Thin Provisioning und Deduplizierung.

Abbildung 3) Storage-Einsparungen durch die Kombination von klonbasierter Bereitstellung, Thin Provisioning und Deduplizierung.

Vereinfachte Datensicherung und Disaster Recovery

FlexPod umfasst auch mehrere Technologien zur Vereinfachung der Datensicherung bei Exchange, SQL Server und SharePoint. Da das Paket auch die NetApp Virtual Storage Console und die SnapManager Suite enthält, stehen Ihnen alle erforderlichen Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Sie platzsparende Festplatten-Backups Ihrer VMs und applikationsgerechte Backups der auf diesen VMs laufenden Microsoft Applikationen erstellen. Applikations-Backups können mit NetApp SnapMirror automatisch an einem DR-Standort repliziert werden. Wenn Sie die NetApp Deduplizierung durchführen (diese Funktion ist kostenloser Bestandteil von Data ONTAP), so erben Backups und Replizierungsziele automatisch die erzielten Platzeinsparungen. Im Idealfall ermöglichen die dank Deduplizierung erreichten Storage-Einsparungen sogar die Finanzierung einer DR-Umgebung.

Wird Cisco WAAS in diesem Szenario ergänzt, ergibt sich eine zusätzliche WAN-Optimierung und die nötige Zeit und Bandbreite zum Abschluss von Replizierungsvorgängen wird minimiert. Das Hinzufügen des VMware Site Recovery Manager (SRM) sorgt für die vollautomatisierte Wiederherstellung virtualisierter Microsoft Applikationen an Ihrem DR-Standort.

Elemente einer vollständigen DR-Lösung für Microsoft Applikationen.

Abbildung 4) Elemente einer vollständigen DR-Lösung für Microsoft Applikationen.

Best Practices für Microsoft Apps auf FlexPod

Ein letzter Vorteil der Implementierung von Microsoft Apps auf FlexPod liegt in der Zeit, die Cisco, NetApp und VMware gemeinsam investiert haben, um sämtliche Aspekte der FlexPod Implementierung zu testen und vollständig zu dokumentieren. Statt zu versuchen, an dieser Stelle die Best Practices zu beschreiben, verweise ich Sie lieber auf Ressourcen, die meiner Meinung nach am hilfreichsten sind.

Ein kürzlich veröffentlichtes Cisco Validated Design (CVD) – das "FlexPod für VMware Implementierungsmodell" – beschreibt die Basisarchitektur von FlexPod für VMware sowie die generelle Vorgehensweise bei der Implementierung einer grundlegenden Konfiguration von FlexPod für VMware.

FlexPod für VMware wurde mit 1.500 Benutzern getestet, wobei ein gemischter Workload aus VMware View 4.5 (VDI), Microsoft Exchange 2010, Microsoft SharePoint 2010 und Microsoft SQL Server 2008R2 zu bearbeiten war. Der TR-3884: FlexPod for VMware Solutions Guide (FlexPod für VMware Lösungsleitfaden) liefert allgemeine Richtlinien zur Implementierung dieser und einiger anderer Applikationen und Lösungen auf FlexPod. Der TR-3785: Microsoft Exchange Server, SQL Server, and SharePoint Server Mixed Workload Solutions Guide (Lösungsleitfaden für gemischte Workloads aus Microsoft Exchange Server, SQL Server und SharePoint) stammt zwar aus der Zeit vor FlexPod, kann jedoch unter Umständen ebenfalls wertvolle Hinweise zur Implementierung von Microsoft Applikationen geben. Gleiches gilt für TR-3822: Disaster Recovery of Microsoft Applications Using VMware, NetApp, and Cisco Solutions (Disaster Recovery von Microsoft Applikationen mit Lösungen von VMware, NetApp und Cisco).

Spezifische Details der Implementierung von Exchange und zugehörige Best Practices werden in einem anderen aktuellen CVD beschrieben: Microsoft Exchange 2010 with VMware vSphere on Cisco Unified Computing System with NetApp Storage (Microsoft Exchange 2010 mit VMware vSphere auf dem Cisco Unified Computing System mit NetApp Storage). Viele weitere applikationsbezogene CVDs stehen schon in den Startlöchern. Achten Sie also in zukünftigen Ausgaben von Tech OnTap auf Links zu diesen neuen Veröffentlichungen.

Schlussfolgerung

Dank einer optimierten Performance, bedeutenden Verbesserungen bei der Effizienz sowie vereinfachten Prozessen zur Datensicherung und DR, bietet FlexPod für VMware eine kostengünstige und äußerst leistungsstarke Plattform zur Virtualisierung von Microsoft Applikationen. Gemeinsame Bestrebungen zur Bestimmung von Best Practices für den Betrieb dieser Microsoft Applikationen auf FlexPod sowie ein jederzeit verfügbarer, koordinierter Support sorgen dafür, dass Sie FlexPod für VMware absolut zuversichtlich implementieren können.

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Abhinav Joshi
Solutions Architect
Cisco


Abhinav Joshi sieht seinen Schwerpunkt in der Entwicklung und Perfektionierung der Lösungen von Cisco und seinen Partnern für Business-Applikationen in der Cloud. Er besitzt mehr als 11 Jahre Branchenerfahrung, von denen er über 9 Jahre mit der Datacenter-Konsolidierung, der Virtualisierung und der Cloud zubrachte.

Bevor er zu Cisco kam, arbeitete Abhinav Joshi als Architekt für Virtualisierungs- und Cloud-Lösungen bei NetApp, wo er eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von End-to-End-Lösungen, GTM-Aktivitäten, Positionierungen und Kernbotschaften sowie zukünftigen Integrationsstrategien innehatte.


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