NetApp Tech OnTap NetApp Logo
NetApp Tech OnTap
     
Back to Basics: FlexClone

Dieser Artikel ist der dritte in der Reihe „Back to Basics“, in der es um die Grundlagen beliebter NetApp Technologien geht.

In der IT-Branche gibt es unzählige Situationen, in denen eine Kopie eines Datensatzes wünschenswert wäre. Bei der Entwicklung und dem Testen von Applikationen sowie bei der Bereitstellung neuer Virtual Machines beispielsweise erweist sich dies als vorteilhaft. Leider haben herkömmliche Kopien aber ihren Preis. Sie verbrauchen beträchtliche Storage-, Server- und Netzwerkressourcen und kosten den Administrator Zeit und Kraft. Folglich arbeitet Ihr Unternehmen wahrscheinlich mit weniger Kopien – im ungünstigsten Fall sogar mit veralteten –, als tatsächlich nötig wären.

Genau dieses Problem wird durch FlexClone von NetApp gelöst. FlexClone wurde mit Data ONTAP 7G eingeführt und dient der schnellen, platzsparenden Erstellung von Kopien flexibler Volumes (FlexVol Volumes) und LUNs. Ein kürzlich veröffentlichter Artikel in Tech OnTap beschreibt, wie ein IT Team die Funktion von NetApp zum schnellen Klonen basierend auf FlexClone (die Funktion ist inzwischen fester Bestandteil der NetApp Virtual Storage Console, kurz VSC) eingesetzt hat, um eine virtuelle Desktop-Umgebung mit 9.000 Arbeitsplätzen mit flexibler, zügiger Neubereitstellung zu erstellen, und dabei nur einen Bruchteil des normalerweise erforderlichen Storage benötigt hat. NetApp nutzt denselben Ansatz für die Server-Bereitstellung in seinen eigenen Datacentern.

FlexClone im Vergleich zum herkömmlichen Ansatz für die Erstellung von Datenkopien.

Abbildung 1) FlexClone im Vergleich zum herkömmlichen Ansatz für die Erstellung von Datenkopien.

Durch den Einsatz von FlexClone anstelle von herkömmlichen Kopien lassen sich entscheidende Vorteile erzielen:

  • Schnelligkeit. Herkömmliche Kopien werden in mehreren Minuten oder gar Stunden erstellt. Mit FlexClone lassen sich sogar die größten Volumes in Sekunden klonen.
  • Platzsparend. Ein Klon braucht wenig Platz für Metadaten. Weitere Ressourcen werden nur für geänderte oder neu hinzugefügte Daten erforderlich.
  • Kostensenkung. Mit FlexClone benötigen Sie für Tests/Entwicklungen sowie für virtuelle Umgebungen 50 % oder gar noch weniger Storage als zuvor.
  • Höhere Qualität bei Test und Entwicklung. Erstellen Sie so viele Kopien Ihres vollständigen Produktionsdatensatzes wie nötig. Falls ein Test die Daten beschädigt, sind sie in Sekundenschnelle wieder einsatzbereit. Entwickler und Testingenieure müssen weniger Zeit damit zubringen, auf ihre Daten zu warten, und können sich schneller ihren produktiven Aufgaben zuwenden.
  • Mehr Nutzen aus Ihrer DR-Umgebung. Mit FlexClone können Sie Ihre DR-Prozesse klonen und komplett testen. Oder Sie nutzen Ihre DR-Umgebung für Tests und Entwicklungen, ohne die fortwährende Replizierung zu stören. Sie klonen einfach Ihre DR-Kopien und führen Tests/Entwicklungen mit den Klonen durch.
  • Beschleunigte Bereitstellung von Virtual Machines und Virtual Desktops. Implementieren Sie Dutzende oder Hunderte neue VMs in wenigen Minuten und mit nur leicht erhöhten, inkrementellen Storage-Anforderungen.

Die meisten Leser von Tech OnTap wissen wahrscheinlich schon, wie FlexClone zum Klonen von Volumes genutzt wird. Weniger bekannt dürfte aber die Tatsache sein, dass FlexClone ab Data ONTAP 7.3.1 auch individuelle Dateien und verstärkt LUNs klonen kann.

Dieser Beitrag von „Back to Basics“ erläutert, wie Sie NetApp FlexClone installieren. Er stellt die gängigsten Anwendungsfälle vor und liefert Beispiele und Best Practices für die Implementierung.

So wird FlexClone in Data ONTAP implementiert

Volumes klonen

FlexClone Volumes verfügen über dieselben Funktionen wie alle anderen FlexVol Volumes, einschließlich der Fähigkeit zur Vergrößerung oder Verkleinerung. Außerdem können sie als Quelle einer Snapshot Kopie oder gar eines anderen FlexClone Volume dienen. Die Technologie, die dahintersteckt, spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie Data ONTAP den Storage handhabt. Die Storage-Systeme von NetApp verwalten den Festplatten-Storage mithilfe des Write Anywhere File Layout (WAFL). Neue Daten, die auf dem Volume geschrieben werden, müssen Sie nicht an einer spezifischen Stelle auf der Festplatte hinterlegen, sondern Sie können sie überall speichern. WAFL aktualisiert nur die Metadaten, um die neu geschriebenen Daten zu integrieren.

Snapshot Kopien erstellen einfach eine Kopie der zu einem Volume gehörigen Metadaten. Wenn sich Daten im übergeordneten FlexVol Volume ändern, bleibt die Zuordnung der Original-Datenblöcke zur Snapshot Kopie erhalten und sie werden nicht zur Neuverwendung markiert. Sämtliche vorgenommene Metadaten-Aktualisierungen entsprechen lediglich Pointer-Änderungen.

Stellen Sie sich ein FlexClone Volume am besten als transparente, beschreibbare Ebene vor einer Snapshot Kopie vor. Da ein FlexClone Volume beschrieben werden kann, ist physischer Speicherplatz für die in den Klon geschriebenen Daten erforderlich. Eine Snapshot Kopie enthält lediglich Verweise zu vorhandenen Daten, die im übergeordneten Volume überschrieben wurden. Ein FlexClone Volume hingegen speichert die auf ihm geschriebenen Daten auf der Festplatte (mittels WAFL) und verweist dann ebenfalls auf die neuen Daten. Der zur Snapshot Kopie und zum FlexClone Volume zugehörige Festplattenplatz wird getrennt von den Daten im übergeordneten FlexVol Volume berechnet.

Klonen auf Volume-Ebene.

Abbildung 2) Klonen auf Volume-Ebene.

Wenn ein FlexClone Volume erstellt wird, muss das übergeordnete FlexVol Volume angegeben werden. Außerdem ist eine Snapshot Kopie desselben als Grundlage erforderlich. Diese Snapshot Kopie kann schon vorhanden sein oder automatisch erstellt werden. Das FlexClone Volume erhält eine Kopie der Snapshot Metadaten und aktualisiert dann seine Metadaten, wenn das Klon-Volume erstellt wird. Die Einrichtung des FlexClone Volume ist in wenigen Momenten erledigt, da die kopierten Metadaten im Vergleich zu den eigentlichen Daten sehr klein sind.

Das übergeordnete FlexVol Volume kann sich unabhängig vom FlexClone Volume ändern, weil die Snapshot Kopie alle Änderungen protokolliert und die Freigabe der übergeordneten Originalblöcke verhindert, solange die Snapshot Kopie existiert. Die Snapshot Kopie kann nur gelesen und als Basis für mehrere FlexClone Volumes wiederverwendet werden. Der Platz wird sehr effizient ausgenutzt, da neuer Festplattenplatz nur für kleine Mengen an Metadaten oder Aktualisierungen bzw. für Ergänzungen des übergeordneten FlexVol Volume oder des FlexClone Volume benötigt wird.

Dieser Ansatz zum Klonen von Volumes kann auch für solche Volumes genutzt werden, die LUNs enthalten. Im Normalfall müssen Sie sicherstellen, dass die Ziel-LUNs innerhalb des Volume sich vor dem Klonen in einem konsistenten Zustand befinden. Details hierzu und weitere Informationen finden sich in NetApp TR-3347: Eine detaillierte Einführung in FlexClone Volumes. Das Klonen auf Volume-Ebene wurde für LUNs allerdings inzwischen weitestgehend durch den nachfolgend beschriebenen Ansatz verdrängt.

Klonen von Dateien und LUNs

Ab Data ONTAP 7.3.1 können Sie eine Datei auf einem FlexVol Volume in einer NAS-Umgebung oder ein LUN in einer SAN-Umgebung klonen, ohne dass dafür eine zugrunde liegende Snapshot Kopie nötig ist.

Ähnlich zum Klonen auf Volume-Ebene ist das Klonen von Dateien und LUNs äußerst platzsparend, da die geklonten Kopien sich den physischen Speicherplatz mit der Quelle teilen und der erforderliche Platz für die anfänglichen Metadaten vernachlässigt werden kann. Geklonte Dateien oder LUNs benötigen nur dann zusätzlichen Platz, wenn Daten überschrieben oder neu zur Quelle bzw. zum Klon hinzugefügt werden. Die Erstellung der Klone ist ein schneller, zeitsparender Vorgang, da Daten nicht physisch kopiert werden müssen.

Klonen auf Datei- oder LUN-Ebene. Data ONTAP 7.3.1 oder höher erforderlich.

Abbildung 3) Klonen auf Datei- oder LUN-Ebene. (Data ONTAP 7.3.1 oder höher erforderlich.)

Wenn ein Klon einer vorhandenen Datei oder eines LUN erstellt wird, hat dies keinerlei Einfluss auf die Client-Zugriffsmöglichkeiten – weder während des Klonens noch danach. Clients können in die Quelldatei bzw. in das LUN schreiben, während das Klonen im Gange ist. Sobald der Klonprozess abgeschlossen ist, können Clients auf die Klondateien oder ­LUNs genauso zugreifen wie auf alle anderen Dateien bzw. LUNs. Quelldateien und ­LUNs sowie geklonte Dateien und LUNs können ohne negative Folgen gelöscht werden.

Diese neuen Funktionen – in Kombination mit dem oben beschriebenen Klonen auf Volume-Ebene – stellen eine platz- und zeitsparende Lösung für zahlreiche Datacenter-Probleme dar, bei denen mehrere Kopien desselben Datensatzes nötig sind. FlexClone auf Volume-, Datei- und LUN-Ebene kann miteinander kombiniert werden, um eine leistungsstarke, zeit- und platzsparende Lösung zum Speichern redundanter Datensätze zu erstellen, denn all diese redundanten Dateien oder LUNs teilen sich denselben zugrunde liegenden, physischen Storage.

Außerdem können mit FlexClone individuelle Dateien in einem LUN in einer SAN-Umgebung geklont werden. Data ONTAP stellt eine API zur Unterstützung dieser Funktion bereit. Allerdings ist entsprechender Support auf Host-Seite nötig, um die Klondatei in das Filesystem des Hosts zu integrieren und durch den Client nutzbar zu machen. Weitere Informationen zu diesem Vorgang und alle Aspekte des Datei- und LUN-Klonens finden Sie in TR-3742: Using FlexClone to Clone Files and LUNs (Nutzung von FlexClone zum Klonen von Dateien und LUNs).

Nutzung

Die FlexClone Technologie eignet sich im Prinzip in allen Szenarien, in denen Sie eine Kopie einer Datei, eines LUN oder eines Volume benötigen. Manche Unternehmen nutzen FlexClone sogar erfolgreich in ihren Produktionsumgebungen, indem sie FlexShare zum Management der Latenz von Klonen einsetzen. Wenn bei Ihnen große Datenbanken vorliegen, kann sich FlexClone in Verbindung mit Operationen im Data Warehouse oder bei Tests/Entwicklungen als besonders hilfreich erweisen.

Dieser Abschnitt stellt die zwei gängigsten Anwendungsfälle vor:

  • Test/Entwicklung – Klonen auf Volume-Ebene
  • Bereitstellung in virtualisierten Umgebungen – Klonen auf Datei- oder LUN-Ebene

Entwicklung/Test

Da das Klonen keine Beeinträchtigungen verursacht, können Sie die geklonten Produktionsdaten für Ihre Entwicklungsarbeiten öfter erneuern, damit Sie Ihre Tests stets mit den aktuellsten Daten durchführen. Die meisten Abteilungen erneuern ihre Daten nur alle 90 Tage.

Außerdem müssen sich Ihre Entwickler und Testingenieure nicht mehr nur eine oder zwei Kopien der Testdatenbank teilen, sondern Sie erstellen einfach eine Goldkopie und vervielfachen diese so oft wie nötig, damit jeder Mitarbeiter an seinen eigenen Klonen arbeiten kann. Auch destruktive Tests sind möglich, ohne dass irgendwelche Daten außerhalb des Klons beschädigt werden. Nach Abschluss des Tests löschen Sie den Klon und erstellen in Minutenschnelle ein neues, reines Klonabbild für die nächste Aufgabe. Dieser Ansatz wird in einem aktuellen Artikel in Tech OnTap zur Entwicklung für Oracle11g erläutert. Dort wird ebenfalls beschrieben, wie Sie Datenmaskierungen (zum Verbergen vertraulicher Benutzerdaten) in Ihre Entwicklungsprozesse integrieren.

Möglicherweise verfügen Sie über eine DR-Umgebung, welche die meiste Zeit mehr oder weniger ungenutzt vor sich hin vegetiert. Mit FlexClone können Sie die DR Volumes klonen, die Ihrer Produktionsumgebung entsprechen, und diese Infrastruktur aktiv nutzen. Die Replizierung zum Klonen von Quell-Volumes wird ungestört fortgesetzt, während Ihr Test-/Entwicklungsteam an den Klonen der Produktionsdaten arbeitet.

Im Ergebnis führt dies zu deutlichen Verbesserungen der Test-/Entwicklungsfähigkeiten, was wiederum die Qualität der Applikationen steigert, deren Bereitstellung beschleunigt und die Kosten insgesamt senkt. Tests/Entwicklungen für eine Produktionsdatenbank mit 100 GB beispielsweise beginnen für gewöhnlich mit einer kompletten Spiegelung, gefolgt von der Erstellung mehrerer Kopien jeweils für Entwickler und für Tester. Nehmen wir ganz konservativ an, dass jeweils drei Kopien jeden Typs benötigt werden, so belaufen sich die Storage-Anforderungen insgesamt (einschließlich der Produktionsdatenbank) auf 800 GB. Wird die komplette Spiegelung beibehalten (um Beeinträchtigungen für den produktiven Storage zu vermeiden) und FlexClone für die Test-/Entwicklungskopien eingesetzt, so verringert sich der Storage-Bedarf auf nur 260 GB – dies sind 67 % weniger. (Hierbei wird angenommen, dass die durchschnittliche Austauschrate bei Volumes für Tests/Entwicklungen bei etwa 10 % liegt.) Die schnelle Erzeugung und Bereinigung von Klonen bedeutet auch, dass Benutzer nicht mehr so lange auf ihre Kopien warten und schneller zurück an die Arbeit gehen.

Bereitstellung für virtualisierte Umgebungen

Die Bereitstellung in virtualisierten Server- und Desktop-Umgebungen kann ebenfalls von FlexClone profitieren. Bei der herkömmlichen Bereitstellung ist eine vollständige Kopie erforderlich. Für eine VM typischer Größe dauert dieser Vorgang insgesamt 20 bis 30 Minuten. Bei der Bereitstellung mit FlexClone verkürzt sich diese Zeit auf nur etwa 3 Minuten – vom Start bis zum Abschluss.

In VMware Umgebungen können mit dem Klonen auf Dateiebene Klone von VMDK-Dateien erstellt werden, die in VMware Datenspeichern gespeichert und über NFS abgerufen werden. Das Klonen auf LUN-Ebene eignet sich dann, wenn VMDK-Dateien innerhalb eines VMFS Datenspeichers in einem LUN gespeichert sind, bei dem der Zugriff über FCP oder iSCSI erfolgt. Diese Funktion ist über VMware vCenter zugänglich, indem die Option zum schnellen Klonen gewählt wird, die in die NetApp Virtual Storage Console integriert ist. Die VSC wickelt nicht nur das Klonen ab, sondern sorgt auch für die entsprechende Konfiguration und Registrierung mit vCenter. Die VSC unterstützt zudem die Neuimplementierung vorhandener Virtual Machines, um sie mit den neuesten Patches oder anderen Ergänzungen zu aktualisieren. Weitere Informationen zur Bereitstellung und zu anderen Management-Aufgaben in VMware Umgebungen mit NetApp Storage finden Sie in einem aktuellen Artikel in Tech OnTap.

Um das Klonen in Microsoft Hyper-V Umgebungen zu integrieren, stellt NetApp das Programm ApplianceWatch PRO für Microsoft System Center bereit. Die Integration mit XenServer wird durch den gemeinsam entwickelten Citrix StorageLink Adapter für NetApp Data ONTAP ermöglicht.

Nutzung von FlexClone

Einige Best Practices führen Sie sicher zum Erfolg mit FlexClone. Sämtliche Details finden sich in NetApp TR-3347: A Thorough Introduction to FlexClone Volumes (Eine detaillierte Einführung in FlexClone Volumes) und TR-3742: Using FlexClone to Clone Files and LUNs (Nutzung von FlexClone zum Klonen von Dateien und LUNs). Im Folgenden werden einige Best Practices auszugsweise aufgeführt.

Klonen auf Volume-Ebene:

  • Die maximale Zahl an Klonen in einem Volume beträgt 255.
  • Achten Sie darauf, wie Speicherplatz zugewiesen wird, und überwachen Sie diesen bei der Arbeit mit FlexClone Volumes. In vielen Programmen können Alarmfunktionen eingestellt werden, die Sie auf zu wenig verfügbaren Speicherplatz hinweisen.
  • Wenn ein Volume geklont wird, enthält das FlexClone Volume Daten mit denselben Inhaberattributen und Zugriffsrechten wie das Quell-Volume. Benutzer und Applikationen mit Zugriff auf das FlexClone Volume können auch auf das übergeordnete Volume zugreifen. Es empfiehlt sich, getrennte Benutzerkonten für Tests/Entwicklungen und für die Produktion zu nutzen. Das heißt, der Zugriff sollte auf das FlexClone Volume, nicht jedoch auf das übergeordnete Volume, gestattet sein. Eine mögliche Vorgehensweise besteht darin, zunächst jedes FlexClone Volume auf einem administrativen Host einzubinden bzw. ihm zuzuweisen, dann die Dateiberechtigungen bzw. die Inhaberattribute an die autorisierten Test-/Entwicklungsbenutzer anzupassen und schließlich die FlexClone Volumes neu auf den entsprechenden Servern einzubinden.
  • Erstellen Sie keinesfalls Klone von Volumes, die durch NetApp SnapLock gesichert sind.
  • Bei manuell erstellten Snapshot Kopien empfiehlt sich die Verwendung eines Namens, der klar anzeigt, dass es sich um den Snapshot eines Klons handelt. Da Snapshots nicht umbenannt werden können, müssen Sie auf eventuell vorher vorhandene Snapshot Kopien achten, die ebenfalls zum Backup von Klon-Volumes genutzt werden.
  • Data ONTAP sperrt alle Snapshot Kopien, die zum Backup von Klon-Volumes eingesetzt werden, bis der Klon entweder abgetrennt oder vernichtet wird. Sämtliche eventuell mit dem Snapshot Volume verbundenen Plattenblöcke bleiben gesperrt und werden erst zur Neuverwendung freigegeben, wenn die Snapshot Kopie gelöscht wird.
  • Löschen Sie nicht die ursprüngliche Snapshot Kopie. Dieser Snapshots hilft, die Menge der veränderbaren Daten in einem FlexClone Volume möglichst gering zu halten, und beschleunigt bestimmte Client-Datenoperationen innerhalb des FlexClone Volume.
  • Data ONTAP löscht Snapshot Kopien zum Backup im übergeordneten Volume nicht automatisch, wenn ein FlexClone Volume geteilt oder vernichtet wird, weil sich schwer erahnen lässt, wann die Snapshot Kopie möglicherweise für zukünftige Aufgaben benötigt wird. Es liegt an Ihnen, vorhandene Snapshot Kopien zu prüfen und gegebenenfalls zu löschen, nachdem FlexClone Volumes entfernt wurden.

Klonen auf Datei- und LUN-Ebene:

  • Auf einen Block in einem WAFL dürfen momentan maximal 255 Pointer verweisen. Das heißt, Sie können eine Datei oder ein LUN höchstens 255 Mal innerhalb eines einzigen FlexVol Volume klonen. Falls Sie darüber hinaus zusätzliche Klone erstellen, werden physische Kopien angefertigt.
  • Für FlexClone Dateien wird nach ihrer Erstellung nicht automatisch Speicherplatz reserviert. Ganz gleich, welche Speicherreservierungen für die Quelldatei vorliegen – für die geklonte Datei wird nichts reserviert. Um die Speicherplatzreservierung für einen Dateiklon zu aktivieren, nutzen Sie den Befehl Dateireservierung.
  • FlexClone LUNs übernehmen die Einstellungen zu Speicherplatzzusagen von der Quelle. Falls in einem Volume nicht genügend Speicherplatz verfügbar ist, um einen Klon mit denselben Zusagen wie die Quelle zu erstellen, so schlägt der Klonprozess fehl. Zu beachten ist, dass Quell- und Klon-LUN Plattenblöcke gemeinsam nutzen, auch wenn die Speicherplatzzusagen aktiviert wurden.
  • Der Kontingentverbrauch für Klone wird auf der logischen Ebene erfasst. Somit entspricht der auf das Kontingent angerechnete zusätzliche Speicherplatz für die Erstellung eines Klons der logischen Gesamtgröße des Klons. Wenn Sie zum Beispiel eine 10-GB-Datei klonen, so werden insgesamt 20 GB – jeweils 10 GB für die Quelldatei und den Klon – vom Kontingent abgezogen.
  • Wird das Kontingent durch die Erstellung einer FlexClone Instanz einer Datei überschritten, hat dies unterschiedliche Folgen für qtree Kontingente und Benutzer- oder Gruppenkontingente. Ist der insgesamt belegte logische Speicherplatz nach der Klonerstellung größer als das zulässige tree-Kontingent für qtree, so schlägt der Klonvorgang fehl.
  • Ist der insgesamt belegte logische Speicherplatz nach der Klonerstellung größer als das zulässige Kontingent für jenen Benutzer oder jene Gruppe, so wird der Klonvorgang dennoch erfolgreich beendet, wenn das FlexVol Volume über genügend Platz für die Metadaten oder die Daten des Klons verfügt. Allerdings ist das Kontingent für den Benutzer bzw. die Gruppe nach dem erfolgreichen Klonvorgang überzeichnet.
  • Falls die Datei, die als Quelle für eine FlexClone Operation dient, Zugriffssteuerungslisten (Access Control Lists, ACLs) oder Streams besitzt, so werden diese nicht geklont und sind also auch nicht für die Klondatei verfügbar. Falls Sie für die Klondatei dieselben ACL-basierten Zugriffsrechte wie für die Quelldatei festlegen oder Streams an die Klondatei anhängen möchten, so müssen Sie dies nach Abschluss des Klonens separat für die Klondatei vornehmen.
  • Der Befehl DU ­k erweist sich als äußerst nützlich bei der Identifizierung von eindeutigen Blöcken in einem Datei- oder LUN-Klon.

Kombiniertes Klonen auf Volume- und Datei-/LUN-Ebene:

  • Die Ansätze für das Klonen auf Volume- und Datei-/LUN-Ebene lassen sich in bestimmten Situationen kombinieren, in denen eine große Zahl an Klonen einer einzelnen Datei oder eines LUN erstellt werden müssen. Hierzu müssen Sie die maximale Anzahl an Klonen (255) der Datei oder des LUN für das Original-Volume erstellen und dann das Volume so oft wie nötig klonen, um Ihre erforderliche Menge an Klonen zu erhalten.
  • Erstellen Sie für eine große Zahl an Datei-/LUN-Kopien im selben Volume 255 Klone. Der 256. Klon ist dann eine vollständige Kopie. Diese Kopie können Sie nun 255 Mal klonen und dann dieses Verfahren solange fortsetzen, bis Sie Ihr gewünschtes Ziel erreicht haben.
  • Sämtliche Details zu diesem Prozedere finden Sie in TR-3742: Using FlexClone to Clone Files and LUNs.

Einsatz von FlexClone mit anderen Technologien von NetApp

Wenn es um die Integration mit anderen Produkten von NetApp geht, besitzt NetApp FlexClone viele Gemeinsamkeiten mit der NetApp Deduplizierung. Das liegt daran, dass beide Technologien den Storage-Verbrauch dadurch reduzieren, dass auf einen einzelnen Block mehrere Pointer verweisen dürfen. FlexClone arbeitet wie folgt mit der Deduplizierung und einigen weiteren Technologien von NetApp zusammen:

  • Deduplizierung. Ein FlexClone Volume eines deduplizierten Volume erbt die Einsparungen durch die Deduplizierung. Sie können auch einen FlexClone eines nicht deduplizierten Volume erstellen und den Klon deduplizieren, um dieselben Einsparungen zu erzielen, ohne die übergeordnete Kopie zu bearbeiten. In virtualisierten Umgebungen erstellen Sie mit FlexClone sehr platzsparende Virtual Machines. Kombinieren Sie dies mit der Deduplizierung und im Laufe der Zeit profitieren Sie von maximalen Platzeinsparungen.
  • Flash Cache: Flash Cache bietet intelligente Cache-Speicherung, die I/O-Operationen beschleunigt. NetApp FlexClone erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Cache-Treffers. Befindet sich ein Block, den viele Dateien oder Volumes gemeinsam nutzen, im Flash Cache, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Block erneut angefordert wird, deutlich höher. Dieser Effekt wird als Cache-Optimierung bezeichnet und ist besonders bei Server- und Desktop-Virtualisierung von Vorteil.

SnapMirror. Wenn Sie SnapMirror für Volumes mit FlexClone auf Datei- oder LUN-Ebene nutzen, so bleiben die Platzeinsparungen erhalten, denn egal, wie viele Kopien Sie erstellen, der Klon wird nur ein einziges Mal repliziert. Mit qtree SnapMirror und SnapVault gehen die Platzeinsparungen verloren und Sie erhalten komplette Kopien geklonter Dateien. Die Deduplizierung kann dazu dienen, Speicherplatz auf dem Zielsystem zurückzugewinnen.

In manchen Fällen enthalten die platzsparenden Volume-Klone geschäftskritische Daten, die repliziert werden sollten. Vor Data ONTAP 8.0.1 (7-Mode) gingen die Platzeinsparungen verloren, wenn ein FlexClone Volume mit SnapMirror für Volumes repliziert wurde. Das FlexClone Volume auf dem Zielsystem benötigt Kapazitäten im Umfang der Größe des übergeordneten Volume. Ab Data ONTAP 8.0.1 (bei Betrieb im 7-Mode) können FlexClone Volumes nun mit SnapMirror für Volumes repliziert werden, ohne dass zusätzliche Kapazitäten auf dem Zielsystem erforderlich sind, sofern das übergeordnete Volume des FlexClone Volume ebenfalls repliziert wird. Weitere Informationen finden sich in TR-3446: Best Practices für SnapMirror.

Schlussfolgerung

NetApp FlexClone ist ein wichtiges Werkzeug zur Steigerung der Storage-Effizienz und kann entweder allein oder in Kombination mit weiteren Lösungen wie NetApp Flash Cache, Deduplizierung und anderen genutzt werden. Weitere Informationen zu NetApp FlexClone erhalten Sie in NetApp TR-3347: A Thorough Introduction to FlexClone Volumes und TR-3742: Using FlexClone to Clone Files and LUNs.

 Ihre Meinung zu FlexClone?

Stellen Sie Fragen, tauschen Sie Ideen aus und teilen Sie Ihre Meinung mit der NetApp Community!

Carlos Alvarez
Sr. Technical Marketing Engineer
NetApp


Alvarez arbeitet seit 2008 bei NetApp. Er ist auf Storage-Effizienz spezialisiert und verfügt über eingehende Fachkenntnisse in den Bereichen Deduplizierung, Datenkomprimierung und Thin Provisioning. Er unterstützt regelmäßig bei der Integration der effizientesten und passendsten NetApp Technologien zur Storage-Effizienz in Kundenkonfigurationen. Aufgrund seiner Praxiserfahrung von über 20 Jahren konnten wir uns bei zahlreichen Implementierungsleitfäden, technischen White Papers, Referenzarchitekturen, Best Practices und Lösungsleitfäden auf Alvarez verlassen.


Tech OnTap
Melden Sie sich jetzt an.
Tech OnTap liefert jeden Monat Einblicke in die IT-Welt sowie exklusive Best Practices, Tipps und Tools, Interviews mit Entwicklern, Demos, Testberichte und vieles mehr.

Besuchen Sie Tech OnTap in der NetApp Community, um sich noch heute anzumelden.

Weitere Infos hier
Weitere Infos hier
Mehr Back to Basics

Lernen Sie die Grundlagen der Kerntechnologien von NetApp kennen. Bisherige Artikel dieser Reihe:

Weitere Infos hier
 
TRUSTe
Kontakt   |   Bezugsquelle   |   Feedback   |   Karriere  |   Abonnements   |   Datenschutzrichtlinie   |   © 2011 NetApp