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ONTAP 9: Ein „Toaster“ der ganz neuen Art
Jeff Baxter
Jeff Baxter
Director, Strategy and Analytics, ONTAP
NetApp

 

Wenn ich alte Hasen unter den NetApp Benutzern treffe, kommen wir schnell auf die guten alten Zeiten der „Network Appliances“ zu sprechen, die früher für folgendes Motto standen. Schnell. Einfach. Zuverlässig. Unsere NAS-Appliances waren damals so benutzerfreundlich, dass wir sie intern einfach unsere „Toaster“ nannten.

Seither hat sich nicht nur NetApp weiterentwickelt, sondern auch das Verständnis für „Schnell“. Heute bieten wir All Flash FAS-Systeme an, die unter einer Millisekunde hunderttausende IOPS (Input/Output Operations per Second) verarbeiten können, ohne dass dabei die hervorragenden Datenmanagementeigenschaften von ONTAP beeinträchtigt werden. Die Zuverlässigkeit unserer Lösungen zeigt sich durch die von unseren AutoSupport-Systemen gemessene konstante Uptime von bis zu 99,9999 %.

Doch während wir anfingen, nicht nur einfache „Toaster“, sondern ganze „Kücheneinrichtungen“ für die digitale Infrastruktur von Firmen zu entwickeln, die für alle Storage-Protokolle und -Anwendungen geeignet waren, geriet das Motto „Einfach“ etwas in Vergessenheit. Einfach zu bleiben ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach, wenn man lediglich NFS-Daten aus einem Storage mit UNIX-Servern verbinden muss. Aber wenn man Tools entwickelt, die mehr Funktionen bieten als jede andere Storage-Managementsoftware auf der Welt, dann wird das Ganze manchmal doch etwas unübersichtlich.

ONTAP 9 stellt in diesem Sinne einen großen Schritt in Richtung Einfachheit dar. Unser erstes Ziel bei der Vereinfachung von Storage-Tools war die Automatisierung des System-Setups. Wir wollten uns von eher willkürlichen Storage-Konstrukten wie „Aggregaten“ und „LUNs“ verabschieden und uns auf die tatsächlichen Anforderungen und die Sprache der Applikationen konzentrieren.

Mein Kollege Chris Gebhardt, einer unserer besten Technical Marketing Engineers, hat ein Video erstellt. Darin sieht man, wie Sie mit ONTAP 9 viel einfacher als bisher Storage für Ihre Anwendungen bereitstellen.

Auf unseren All Flash FAS Systemen mit ONTAP 9 sind Storage-Setup, Netzwerk-Setup und Lizenzen bereits werkseitig vorinstalliert. So ist das gesamte System innerhalb von nur 10 Minuten einsatzbereit. Wie das Video von Chris Gebhardt zeigt, ist der OnCommand System Manager der Dreh- und Angelpunkt für die Bereitstellung dieser vereinfachten Verwaltungsmöglichkeiten. Der System Manager lässt sich ganz einfach über den Webbrowser im ONTAP Storage-Cluster öffnen. Es sind keine Desktop-Clients oder zusätzlichen Programme erforderlich.

Sobald der System Manager geöffnet ist, sehen erfahrene NetApp Benutzer, dass alle vertrauten Optionen zum Erstellen von Storage-Volumes und LUNs nach wie vor wie gewohnt verfügbar sind. Neu ist eine Registerkarte mit dem Namen „Application Provisioning“ (Anwendungs-Provisionierung). Hier befinden sich die neuen Optionen zur erleichterten Einrichtung von Oracle Database (einschließlich RAC), SQL Server, Virtual Servers oder Virtual Desktops sowohl für SAN als auch für NAS.

Wie ich bereits erwähnt habe, lag unser Fokus weniger auf dem Storage und dafür mehr auf der Anwendungsebene. Wenn Sie beispielsweise eine Oracle Database einrichten möchten, fragt Sie der System Manager nicht nach der LUN-Größe oder dem Aggregat oder anderen Storage-spezifischen Begriffen. Sie müssen vielmehr den Namen der Datenbank, den Datenbankserver, die Größe der Datendatei, die Größe des Wiederherstellungsprotokolls, die Größe des Speicherorts der Archivierungsprotokolle usw. angeben. Wenn Sie eine virtuelle Serverinfrastruktur einrichten, werden Sie nach dem Hypervisor, den Namen und der Anzahl der Datastores sowie der Größe gefragt. Bei virtuellen Desktops müssen Sie Ihren Hypervisor, das Persistenzmodell, die Anzahl der Desktops und die durchschnittliche Desktop-Größe angeben.

In all diesen Fällen verwenden wir die Sprache von Datenbankadministratoren oder dem Virtualisierungs-Team. IT-Experten sind mehr und mehr gezwungen, sich in vielen Bereichen auszukennen. Daher möchten wir es Applikations- und Datenbankadministratoren so einfach wie möglich machen, ONTAP 9 optimal zu nutzen, ohne dafür zum Storage-Experten werden zu müssen. Doch selbst für Storage-Experten wird das Leben einfacher. Sie können nun leichter die Anforderungen des DBA- oder Virtualisierungs-Teams in der Storage-Infrastruktur umsetzen. Dabei helfen NetApp Best Practices und eine einheitliche, benutzerfreundliche Oberfläche.

Diese neue Einfachheit von ONTAP 9 besticht. Aber das Schöne ist: Wir haben dies nicht erreicht, weil wir einfach die Anforderungen an das System heruntergeschraubt haben. Die Stärke und Flexibilität von ONTAP ist immer noch vorhanden. Wie das Video zeigt, bietet ONTAP immer noch die gesamte System Manager GUI, zusätzlich zu allen bestehenden CLI-Anweisungen und einem umfassenden Angebot an APIs mit Integration in PowerShell und andere Sprachen. Auch unsere Power-User kommen also auf ihre Kosten.

Die Tage des einfachen NetApp Toasters liegen hinter uns. Die ONTAP Datenmanagement-Software hat sich weiter entwickelt, um mit den wachsenden Anforderungen moderner Enterprise-Applikationsinfrastrukturen Schritt zu halten. Doch die Einfachheit sollte dabei nicht auf der Strecke bleiben. Auch hier sollten wir uns immer an den Bedürfnissen unserer Benutzer orientieren. Für mich ist ONTAP 9 wie ein modernes Toastermodell: Die Lösung passt in die unterschiedlichsten Enterprise-Applikationsumgebungen, ist aber nicht so kompliziert, dass das Brot dabei verbrennt.


August 2016

 
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