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DevOps bei NetApp: CodeEasy ist Trumpf

Der Wechsel zu DevOps (durch die Zusammenlegung von Entwicklung und IT-Betrieb) stellt eine grundlegende Veränderung für die Entwicklung von Software dar. Unternehmen können sich keine Skalierungsengpässe, Verzögerungen bei der Provisionierung oder unzureichenden Test- und Automatisierungstools mehr leisten. NetApp hat frühzeitig den Wechsel zu DevOps vollzogen und die interne Umgebung CodeEasy entwickelt. CodeEasy automatisiert die Provisionierung von Arbeitsumgebungen für die Entwicklung und die QS für eine geografisch verteilte Entwicklungs-Community mit 2.000 Mitgliedern.

Tech OnTap sprach kürzlich mit Kumaraswamy Namburu, Manager of Build Release Engineering bei NetApp, darüber, warum NetApp die DevOps-Strategie so offensiv verfolgt hat und welche Vorteile dieser Wechsel Unternehmen bringen kann.

TOT: Warum haben sich das Engineering- und das IT-Betriebsteam von NetApp entschlossen, die DevOps-Strategie zu verfolgen?

Namburu: Zu Beginn war die Zeitersparnis der wesentliche Grund dafür. Vor einigen Jahren noch verbrachte jeder unserer 2.000 Mitarbeiter Stunden damit, Sandbox-Umgebungen für Builds und Kompilierungen zu erstellen. Unsere Teams verwendeten inkonsistente Abläufe, die unsere Entwicklungszyklen zu verlangsamen drohten und Risiken sowie Unsicherheiten mit sich brachten. Außerdem waren unsere Methoden nicht skalierbar. Deshalb wurde uns klar, dass Veränderungen notwendig waren.

TOT: Inwiefern hat DevOps die täglichen Aufgaben der Entwickler und Betriebsmitarbeiter verändert und wie ist es Ihnen gelungen, den Wechsel voranzutreiben?

Namburu: Heute behindert sie einfach nichts mehr bei ihrer Arbeit! Entwickler werden dafür bezahlt, Code zu schreiben. Das können sie am besten. Sie sollten Self-Service-Funktionen nutzen können und vor der Komplexität von Back-End-Systemen geschützt werden. Sobald die Entwickler die Vorteile erkannten, haben sie den Wechsel schnell unterstützt. Der Umstieg war ein voller Erfolg, aber das geschah nicht über Nacht.

TOT: Welche Auswirkungen hatte der Wechsel zu DevOps auf Ihren Ansatz für IT-Infrastrukturen?

Namburu: Wir mussten umdenken und unsere Herangehensweise ändern. Wir nutzen die Public Cloud, wenn es sinnvoll ist, und behalten mit NetApp Private Storage die Kontrolle über unsere Daten. Für den Schutz unseres geistigen Eigentums haben wir zudem eine Private-Cloud-Umgebung für DevOps entwickelt. Statt das Problem mit enormen Mengen an Ressourcen zu lösen, kamen wir zu dem Schluss, dass sich unsere Ziele einfach durch effizienteres Datenmanagement erreichen ließen.

TOT: Welche Tools nutzen Sie, um Automatisierungsfunktionen einzubinden und Entwicklungszeit bei der Provisionierung von Umgebungen einzusparen?

Namburu: Wir profitieren von unserer eigenen Technologie: Clustered Data ONTAP, zeitpunktgenaue Snapshot Kopien von Filesystemen, FlexClones, Verbindungspfade, unterbrechungsfreier Betrieb und SnapMirror. Diese Technologien lassen sich in das Versionsmanagementsystem Perforce Helix und die von NetApp selbst entwickelte Software integrieren, die wir verwenden, um den gesamten Workflow zu automatisieren, der für die Erstellung eines Release erforderlich ist.

Entwickler können zum Beispiel mit einem CodeEasy-Skript eine Umgebung klonen und erhalten eine komplette Sandbox-Umgebung für die Entwicklung oder die QS – ganz ohne Storage-Platzbedarf. Anschließend können sie die Umgebung an anderen Entwicklungsstandorten replizieren, was den Entwicklern und QS-Teams ermöglicht, den Code zeitzonenübergreifend in gleicher Weise zu visualisieren.

Die NetApp Software, die Entwickler schon seit Jahren unterstützt, wird besonders beim Wechsel zu DevOps wichtig, da sie die Bewältigung typischer Herausforderungen erleichtert. Unternehmen, die diese Technologien nicht verwenden, verschwenden Storage-Kapazität und Ressourcen für unnötige Arbeit.

TOT: In welcher Phase des DevOps Workflows wurde durch den Einsatz von NetApp Technologie die größte Verbesserung erzielt?

Namburu: Bei kontinuierlichen Integrationstests (CITs). Wir führen aller zehn Minuten mehrere kontinuierliche Builds und alle drei Stunden CITs durch, um Änderungen der Applikationsfunktionen zu testen. Wenn eine Änderung einen Fehler in einem Build oder Test verursacht, können wir die Änderung identifizieren, die den Fehler verursacht hat, und automatisch zurücksetzen lassen. Zudem können Entwickler das Problem automatisch reproduzieren. Durch Thin Clones und Snapshot Kopien sparen wir Rechenzeit und Storage. Somit ist unsere Private Cloud für DevOps langfristig skalierbar.

TOT: Mit welchen Kennzahlen können Unternehmen den Erfolg und den ROI von DevOps messen?

Namburu: Das hängt von den jeweiligen Herausforderungen und Zielen ab. Im Fall von NetApp ist es uns gelungen, die Markteinführungszeit und Codequalität messbar zu verbessern. Wenn wir unsere herkömmliche Herangehensweise weiter verfolgt hätten, wäre es uns mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gelungen, unsere Entwicklungsziele zu erreichen, zumindest nicht in der gleichen Zeit. Zudem nutzen wir unsere Ressourcen sowohl im Hinblick auf unsere Systeme als auch auf die Arbeitszeit des Personals besonders effizient.

TOT: Welchen Rat können Sie Unternehmen geben, denen der Wechsel zu DevOps noch bevorsteht?

Namburu: Sie sollten sich zuerst auf die Herangehensweise und nicht auf die Tools konzentrieren. Was ist die größte Herausforderung? SCM? Builds? Tests? Performance? Die Unterstützung von Entwicklern an mehreren Standorten? Welche Tools sie einsetzen, wird in erster Linie von den größten Herausforderungen bestimmt. Unserer Erfahrung nach bieten die umfassenden APIs und Datenmanagementservices der NetApp Storage-Systeme jedoch für so ziemlich jede Art von Workflow Vorteile.

Mai 2016

 

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Informationen zu NetApp Engineering-Entwicklungs-Tools

Primäre DevOps-Applikationen

  • Perforce Helix: Versionierung und SCM
  • Jenkins: kontinuierliches Integrations-Tool
  • CodeEasy: intern entwickelte Prozessautomatisierung

Entwicklungsumgebung

  • Mehr als 2.000 Entwickler
  • Arbeitsumgebung mit 150 GB pro Entwickler, einschließlich Artefakte
  • Vier primäre Standorte in den USA und Indien

Storage-Umgebung

  • NetApp FAS Systeme mit Clustered Data ONTAP 8.3
  • Mehr als 4 PB Storage-Kapazität für DevOps

Fallstudie von DevOps

Die Entwickler von Despegar.com, der größten Online-Reisewebsite Lateinamerikas, waren jahrelang durch den mangelnden Zugriff auf Ressourcen eingeschränkt. Sie waren vor und nach einem Wechsel in die Produktions-umgebung davon abhängig, dass Betriebsteams die Entwicklungsinfrastrukturen provisionierten und QS-Teams die Applikationen testeten. Zur Beseitigung dieser Hürden führte die IT-Abteilung die DevOps-Methode ein und entwickelte eine Private Cloud, die Entwicklern Self-Service-Zugriff auf Infrastrukturressourcen bot.

Dank des DevOps-Ansatzes und der Private Cloud auf Basis von OpenStack und NetApp ist das Unternehmen heute in der Lage, wöchentlich mehr als 1.500 neue Applikationen und Updates anstelle von ursprünglich 5 zu implementieren.

Fallstudie von Despegar.com lesen

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