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Clustered Data ONTAP 8.3: eine bewährte Grundlage für die Hybrid Cloud
Jay Goldfinch
Technical Marketing Engineer
Mike McNamara
Senior Manager, Product Marketing

Das NetApp Clustered Data ONTAP Storage-Betriebssystem baut seinen Erfolg auf dem Markt weiter aus: mehr als 1,9 Exabyte Storage und knapp 24.000 Controller in Produktionsumgebungen – so erweist sich das System als äußerst effektiv, sowohl für die Enterprise-IT als auch für die Cloud. Storage-Administratoren haben Gefallen gefunden an der Möglichkeit, Workloads nach Bedarf unterbrechungsfrei zu verschieben – auch zwischen All-Flash Nodes und Hybrid Storage. NetApp arbeitet weiter an neuen Funktionen, um die Performance insgesamt zu steigern, die Optionen für unterbrechungsfreien Betrieb zu erweitern, die Effizienz zu verbessern und das Management zu vereinfachen.

Dieser Artikel stellt die neuen Funktionen von Clustered Data ONTAP 8.3 vor, das bei der NetApp Insight am 28. Oktober 2014 eingeführt wurde. Das Funktionsangebot spricht viele verschiedene Implementierungen an: Unternehmen, Private Cloud und Cloud-Service-Provider. Ein separater Artikel in dieser Tech OnTap Ausgabe beschreibt die Funktionen von Cloud ONTAP, das die Enterprise-Funktionen von Clustered Data ONTAP für die Public Cloud zugänglich macht. Clustered Data ONTAP 8.3 und Cloud ONTAP sind zwei wichtige Elemente in der NetApp Vision einer NetApp Data Fabric, die das Datenmanagement und die Datenmobilität über alle Arten von Clouds hinweg vereinfacht.

Clustered Data ONTAP 8.3 ist die erste Data ONTAP Version, die ausschließlich den Betrieb im Cluster-Modus unterstützt. (An die Kunden mit 7-Mode: NetApp bemüht sich, 7-Mode weiterhin auf 8.2.x zu unterstützen.) Clustered Data ONTAP umfasst eine Vielzahl an Verbesserungen und Funktionen, die das Speichern, Bereitstellen und Managen von Daten noch effizienter gestalten.

Dieser Artikel beschäftigt sich insbesondere mit den folgenden neuen Funktionen:

  • Performance
    • Lesepfadoptimierungen, die die Lese-Performance ausgelasteter All-Flash FAS Systeme erheblich steigern
    • bis zu viermal mehr Cache-Kapazität für Hybrid Storage-Konfigurationen dank intelligentem Caching von Flash Pool
  • Effizienz und Management
    • erweiterte Laufwerkpartitionierung zur Steigerung der nutzbaren Kapazität für Einstiegssysteme, All-Flash FAS und Flash Pool
    • IPspaces, damit separate Storage Virtual Machines (SVMs) im selben Cluster sich überschneidende Subnetze und IP-Adressen nutzen können
  • NDO und Verfügbarkeit
    • MetroCluster Software für Clustered Data ONTAP
    • Erweiterungen für SnapMirror und SnapVault Software
    • automatisiertes, unterbrechungsfreies Upgrade (Nondisruptive Upgrade, NDU)
    • Data Motion für LUNs Software
  • Umstieg zu 7-Mode
    • 7-Mode Transition Tool (7MTT) mit SAN-Migration und MetroCluster Unterstützung

Eine umfassendere, aber dennoch nicht vollständige Liste der Funktionen von Version 8.3 finden Sie in Tabelle 1.

Neue Funktionen in Version 8.3

Tabelle 1: neue Funktionen von Clustered Data ONTAP 8.3 (Die fett hervorgehobenen Funktionen werden im weiteren Verlauf des Artikels beschrieben.)

FunktionVorteil
Performance und Skalierbarkeit
Lesepfadoptimierung
  • höhere Lese-Performance für ausgelastete Systeme, insbesondere All-Flash FAS
Mehr Cache-Kapazität
  • viermal mehr Flash Pool Cache für FAS2500/8000 für mehr Durchsatz und kürzere Reaktionszeiten
Inline-Schreibverlusterkennung
  • Inline-Erkennung und -Vermeidung von gelöschten Blöcken für geringere Systemauslastung
SMB/CIFS-Verbesserungen
  • bessere Administratorproduktivität und verbesserte Benutzerzugriffssteuerung über Dynamic Access Control (DAC) und Microsoft Management Console (MMC)
  • höhere Performance für viele Fileservice-Workloads
Replizierungs-Performance
  • schnellere Initialisierung und Übertragung für viele SnapMirror und SnapVault Beziehungen
Erweiterte SAN-Beschränkungen
  • 96.000 LUNs pro Cluster
  • 12.000 LUNs pro Node
  • 8.000 iSCSI-Sitzungen/FC-Verbindungen pro Node
Effizienz und Management
Erweiterte LaufwerkpartitionierungBietet mehr nutzbare Kapazität und verbessert die Flash Pool-Flexibilität: Drei Anwendungsfälle:
  • FAS2500 und FAS2200 mit HDDs
  • All-Flash FAS
  • Flash Pool
IPspaces
  • Service-Provider können dadurch Storage leichter als Service implementieren und Unternehmen während Fusionen und Akquisitionen leichter migrieren.
System Setup 3.0
  • automatisiertes Setup eines neuen Clusters im Netzwerk ohne Training
System Manager 8.3
  • vereinfachtes Management: keine bestimmte Java Version auf Client erforderlich dank integrierter Elementmanagementoberfläche
VVOL Unterstützung
FlexClone für SVI
  • weniger Zeitaufwand für die Implementierung, das Klonen, die Neuerstellung und das Patchen virtueller Maschinen
  • bessere Performance für FlexClone Löschvorgänge
Netzwerkverbesserungen
  • viele Verbesserungen und Vereinfachungen am Clustered Data ONTAP Netzwerkbetrieb
  • automatische Konfiguration von Failover-Gruppen
NDO und Verfügbarkeit
MetroCluster
  • kontinuierliche Verfügbarkeit für kritische Enterprise-Applikationen und Workloads während geplanter und ungeplanter Ereignisse, einschließlich Standortausfälle
  • transparenter Failover-Schutz
  • keine Datenverluste
Verbesserungen an SnapMirror und SnapVault
  • einfacher Replizierungsstrom für SnapMirror und SnapVault
  • native Netzwerkkomprimierung
  • Failover auf eine vorherige zeitpunktgenaue Snapshot Kopie
  • versionsflexible Replizierung
  • DR für FlexClone Volumes
  • Fan-in bis zu 255:1
  • Fan-out bis zu 1:16
Automatisiertes NDU
  • mehr Zeit für strategisch wichtigere Projekte
  • geringeres Risiko durch menschliche Fehler
  • weniger manuelle Schritte zur Aktualisierung des Clustered Data ONTAP Betriebssystems
DataMotion für LUNs
  • Vermeidung von Performance- und Kapazitätsproblemen durch nahezu sofortige LUN-Mobilität und ohne Beeinträchtigung aktiver Applikationen
SMTape
  • einfachere und schnellere Backups auf Tape
Umstiegs-Tools
7-Mode Transition Tool 2.0
  • automatisiertes, kostenfreies GUI-Tool für die Migration von NetApp 7-Mode SAN, NAS und MetroCluster Konfigurationen auf Clustered Data ONTAP
Foreign LUN Import (Import fremder LUNs)
  • vereinfachte SAN-Datenmigration von Drittanbietern (EMC, HDS, HP) und Konsolidierung von Workloads in Clustered Data ONTAP
  • einfacher Umstieg auf FlexArray
Rapid Data Migration Tool
  • vereinfachte umfassende Umstrukturierung von Daten mit granularer Umstellung für den Umstieg von 7-Mode NFSv3 zu Clustered Data ONTAP
Sonstige
Verbesserungen von NFS
  • qtree Exporte für NFSv4 und NFSv4.1
  • Kerberos Unterstützung für AES-128 und AES-256
  • Showmount Unterstützung
  • Unterstützung für mehr UNIX Gruppen (256)
Selektive LUN-Zuordnung
  • Verringerung der Anzahl an Pfaden zu einer LUN
  • Zuordnung zu HA-Paaren pro LUN, ohne Port-Sätze
Verbesserungen von IPv6
  • IPv6 Inter-Cluster-Peering, einschließlich SnapMirror über IPv6 und IPv6 Unterstützung für MetroCluster

Performance und Skalierbarkeit

Obwohl Data ONTAP schon seit mehr als 20 Jahren auf dem Markt ist, finden NetApp Techniker immer wieder Möglichkeiten, die Performance und Skalierbarkeit zu optimieren, damit Sie Ihre vorhandene Hardware noch effizienter nutzen können.

All-Flash FAS Performance

Im kürzlich erschienenen Tech OnTap Artikel All-Flash FAS Systeme im Überblick deuteten die Autoren bereits an, dass „zukünftige Verbesserungen“ die Performance für zufällige Lesevorgänge auf kleinen Blöcken enorm steigern würden. Dies ist ein guter Ersatz für die OLTP-Performance. Mit Version 8.3 wurden diese Verbesserungen nun eingeführt.

NetApp Techniker nahmen den gesamten Lesepfad genau unter die Lupe, um Overhead zu erkennen und zu vermeiden. Das Ergebnis ist eine im Vergleich mit Data ONTAP 8.2 deutlich höhere Lese-Performance. Wenn Sie die Zahlen in Abbildung 1 mit denen im zuvor genannten Artikel vergleichen, stellen Sie fest, dass die maximale Performance der FAS8060 um 35 % gestiegen ist. Die Performance der FAS8080 EX für zufällige Lesevorgänge ist sogar um sage und schreibe 64 % höher.

Lassen Sie das einen Moment sacken und überlegen Sie, was das bedeutet. Wenn Sie bei einem All-Flash FAS System ein Upgrade von 8.2.x auf 8.3 durchführen, können Sie ohne Hardwareaustausch eine Performance-Verbesserung von fast 70 % erzielen. Und wie Sie vermutlich wissen, war die Performance von All-Flash FAS bereits vor Version 8.3 ausgesprochen konkurrenzfähig.

Abbildung 1: Performance von All-Flash FAS mit Data ONTAP 8.3 im Vergleich mit veröffentlichten Zahlen einiger anderer Anbieter

Dieser Performance-Anstieg und die höhere nutzbare Kapazität (mehr dazu im Abschnitt „Erweiterte Laufwerkpartitionierung (Advanced Drive Partitioning)“) führen zu Verbesserungen in den Bereichen Kosten pro IOPS und Kosten pro GB, wie in Tabelle 2 gezeigt.

Tabelle 2: Vergleich der All-Flash FAS8060 mit anderen Anbietern für Datenbank-Workloads

Von diesen Lesepfadoptimierungen profitieren ohne Zweifel rein Flash-basierte Konfigurationen am meisten. Aber auch für hybride und rein HDD-basierte Systeme bieten sich Vorteile.

Bis zu viermal mehr Cache-Kapazität

Möglicherweise haben Sie bemerkt, dass NetApp in den letzten Versionen die Gesamtkapazität an Cache, der für Hybrid Storage-Konfigurationen mit NetApp Flash Cache und/oder Flash Pool Software unterstützt wird, kontinuierlich gesteigert hat. Dieser Trend setzt sich für Version 8.3 fort: Wie in Tabelle 3 dargestellt, profitieren die meisten Plattformen von viermal mehr Cache-Kapazität. Sie sollen sich keine Sorgen machen müssen, jemals an eine Cache-Grenze zu stoßen, die Sie daran hindert, ein FAS System oder ein Cluster zu skalieren.

Tabelle 3: maximal unterstützte Menge an Hybrid Flash pro HA-Paar in 8.3 im Vergleich zu 8.2.2 (Anstieg auch für FAS2200, FAS3200 und FAS6200)

Bei allen FAS Modellen wird die maximal unterstützte Flash Cache Kapazität durch die Anzahl an verfügbaren PCIe-Steckplätzen begrenzt. Die Flash Cache Obergrenze für die FAS8080 EX wurde von 16 TB pro HA-Paar auf 24 TB angehoben. Für alle anderen FAS Modelle gibt es keine Änderungen.

Weitere Flash Pool Verbesserungen:

  • Überschreibungen aller Größen können nun in Cache gespeichert werden, wenn Flash Pool für den Empfang von Überschreibungsvorgängen konfiguriert ist. (Die 16-KB-Beschränkung wurde entfernt.)
  • Wenn Flash Pool für den Empfang von Überschreibungen konfiguriert ist, wurde die Cache-Kapazitätsreserve verringert. Daraus ergibt sich ein Zuwachs von 13 % bei der verfügbaren Cache-Kapazität.

Effizienz und Management

Zahlreiche neue Funktionen tragen zur Verbesserung der Effizienz und Managebarkeit insgesamt von Clustered Data ONTAP bei.

Erweiterte Laufwerkpartitionierung (Advanced Drive Partitioning)

Wie der Name schon sagt, werden bei Advanced Drive Partitioning physische Laufwerke in mehrere Partitionen unterteilt. Neu an dieser Technologie ist, dass ein physisches Laufwerk von mehreren Aggregaten verwendet werden kann. Zwei verschiedene Controller können gleichzeitig darauf zugreifen.

Es gibt drei Anwendungsfälle für die erweiterte Laufwerkpartitionierung:

  • Root-Daten-SSD-Partitionierung für All-Flash FAS
  • Root-Daten-HDD-Partitionierung für FAS Systeme der Einstiegsklasse
  • SSD-Partitionierung für Flash Pool

Alle drei Anwendungsfälle verfügen über einige Gemeinsamkeiten, die Sie nicht außer Acht lassen sollten:

  • Die Partitionsgrößen werden vom System vorgegeben und können nicht durch den Benutzer konfiguriert werden.
  • Sie können keine Konvertierung von einer nicht-partitionierten Konfiguration zu einer partitionierten Konfiguration durchführen, wenn Daten vorhanden sind. (In Cluster-Konfigurationen mit vier oder mehr Nodes können Sie ein Storage-System unterbrechungsfrei mithilfe von Volume-Verschiebung evakuieren und die Partitionierung implementieren, ohne den Zugriff auf die Daten zu unterbrechen.) Beachten Sie, dass Storage-Systeme mit Version 8.3 nicht partitioniert werden müssen. Sie können ein Upgrade von vorhandenen Systemen durchführen und von allen anderen Vorteilen von 8.3 profitieren.

Anwendungsfälle für die Root-Daten-Partitionierung. Die ersten beiden Anwendungsfälle sind recht ähnlich. Mit Clustered Data ONTAP werden Datenaggregate seriell übernommen und zurückgegeben. Das Ergebnis: Aggregate mit Root-Volumes werden von Aggregaten mit Benutzerdaten getrennt. Ziel der Root-Daten-Partitionierung ist es, die Beschränkungen für die Größe der Root-Volumes aufzuheben, die durch physische Medien bedingt sind, und so die nutzbare Kapazität zu steigern.

So erfolgt für jedes Laufwerk eine logische Trennung in zwei Partitionen: eine Root-Partition und eine Datenpartition. Initiatoren auf beiden Storage-Controllern können gleichzeitig auf dieselben Laufwerke zugreifen. Jeder Storage-Controller kennt die Block-Bereiche auf jedem physischen Laufwerk, auf die er zugreifen darf. So wird Datenintegrität sichergestellt.

Verglichen mit Konfigurationen mit dedizierten Root-Aggregaten bietet die erweiterte Laufwerkpartitionierung mehr nutzbare Kapazität. Bei einer Konfiguration mit 24 Laufwerken lässt sich die nutzbare Kapazität um 20 % oder mehr verbessern – je nach Größe der Laufwerke. Dies wirkt sich auch positiv auf den Storage Overhead und die Kosten aus, die für die Nutzung von RAID-DP für das Root-Aggregat anfallen.

Abbildung 2: Beispiel für eine Root-Daten-Partitionierung für ein Aktiv-Aktiv All-Flash FAS oder Entry-Level-FAS System mit 24 Laufwerken Partitionsgröße und -Layout werden durch das System festgelegt und können nicht vom Benutzer konfiguriert werden.

Wichtige Aspekte, die es zu beachten gilt:

  • Alle neuen Einstiegssysteme (FAS2200 und FAS2500) und alle neuen All-Flash FAS Systeme mit Data ONTAP 8.3 werden vor ihrer Auslieferung im Werk standardmäßig partitioniert.
  • Die Root-Daten-Partitionierung wird auf FAS8000 Systemen mit HDD-Root-Aggregaten in Data ONTAP 8.3 nicht unterstützt.

Flash Pool Partitionierung: Die erweiterte Laufwerkpartitionierung für Flash Pools unterscheidet sich in einigen Punkten von der Root-Daten-Partitionierung. Ziel dieses Anwendungsfalls ist es, einen Satz an SSDs für mehrere Flash Pool Aggregate freizugeben, und so den Overhead, der durch Paritäts- und Spare-Festplatten entsteht, zu verringern und die Flexibilität zu verbessern.

Bei der erweiterten Laufwerkpartitionierung für Flash Pool Segmente wird jedes Laufwerk in vier anstatt in zwei Bereiche aufgeteilt. Auf der linken Seite in Abbildung 3 sehen Sie eine Flash Pool Konfiguration ohne Partitionierung. Die beiden abgebildeten SSD-Storage Pools verwenden jeweils eine RAID 4-Gruppe mit zwei Datenlaufwerken und einem Paritätslaufwerk. Jede Parität verwendet also zwei Laufwerke. Die rechte Seite der Abbildung zeigt die Konfiguration mit erweiterter Laufwerkpartitionierung. Mit denselben sechs Laufwerken werden vier RAID 4-Gruppen erstellt, von denen jede alle sechs Laufwerke umfasst, und es wird nur ein einziges Paritätslaufwerk benötigt. In diesem Beispiel wird der Overhead aufgrund der Parität von 33 % auf 16,5 % reduziert. (Je größer die RAID-Gruppe, umso geringer der Overhead.)

Abbildung 3: Bei der Verwendung für Flash Pool verringert die erweiterte Laufwerkpartitionierung den Overhead, der durch Paritäts- und Spare-Laufwerke entsteht, und ermöglicht so mehr nutzbare Kapazität.

Einige wichtige Punkte, die zu beachten sind:

  • Ein einziger partitionierter SSD-Storage-Pool kann von bis zu vier Flash Pool Aggregaten verwendet werden.
  • Nur die SSDs im Flash Pool Aggregat werden partitioniert, nicht die HDDs.
  • Ein Datenaggregat, das vollständig aus SSDs besteht, kann nicht partitioniert werden.

IPspaces

IPspaces vereinfachen die Mandantenadministration. Die Netzwerk-Mandantenfähigkeit von IPspaces entspricht der Mandantenfähigkeit von 7-Mode Systemen, die NetApp MultiStore Software mit vFiler Einheiten ausführen. Wenn Sie aktuell MultiStore ausführen, ist ein Umstieg auf Data ONTAP 8.3 mit IPspaces möglich.

IPspaces ermöglichen Storage Virtual Machines (SVMs) im selben Cluster die Nutzung von sich überschneidenden Subnetzen und IP-Adressen. Je nach Ihren Anforderungen kann ein IPspace eine oder mehrere SVMs enthalten. Falls erforderlich kann einem Cluster ein separater IPspace pro SVM zugewiesen werden. Oder alle SVMs in einem Cluster befinden sich im standardmäßigen IPspace, wenn Sie keine sich überschneidenden Adressbereiche benötigen.

Abbildung 4: IPspaces ermöglichen verschiedenen SVMs die Nutzung von sich überschneidenden Adressbereichen. Jeder SVM kann ihr eigener IPspace zugewiesen werden oder mehrere SVMs teilen sich einen IPspace. In diesem Beispiel werden die IP-Adressen 10.98.7.1 und 10.98.7.2 in beiden IPspaces verwendet.

Zu typischen Anwendungsbeispielen zählen:

  • Service-Provider-Umgebungen, in denen Sie die Subnetzzuweisungen durch Kunden nicht kontrollieren können
  • Fusionen und Übernahmen, bei denen sich bereits vorhandene Subnetzzuweisungen überschneiden
  • Migration von 7-Mode MultiStore Umgebungen

NDO und Verfügbarkeit

Mit Clustered Data ONTAP 8.3 gibt NetApp weiterhin den Ton im Bereich unterbrechungsfreier Betrieb und Verfügbarkeitsfunktionen an.

MetroCluster

Ohne Frage ist MetroCluster einer der größten Pluspunkte für 8.3. MetroCluster ist die NetApp Lösung für kontinuierliche Datenverfügbarkeit und ermöglicht das synchrone Spiegeln zwischen Standorten, die bis zu 200 km voneinander entfernt sind. Vorteile von MetroCluster:

  • keine Datenverluste: Es gehen keine Transaktionen verloren, da Schreibvorgänge unverzüglich an beiden Standorten durchgeführt werden.
  • Einfachheit: Es sind keine externen Geräte oder Host-basierte Konfigurationen sind erforderlich.
  • kein Änderungsmanagement: Sobald die Einrichtung erfolgt ist, werden Konfigurationsänderungen auf einer Seite automatisch auf die andere Seite repliziert.
  • 50 % weniger Kosten und Komplexität im Vergleich mit anderen Lösungen: Dies umfasst niedrigere Anschaffungskosten für die Software und geringere Betriebskosten der Lösung, da sich die Architektur einfach managen lässt. Externe Geräte, kapazitätsbasierte Lizenzen oder fortlaufendes Konfigurationsmanagement fallen weg.
  • nahtlose Integration mit Storage-Effizienz, Backup, DR, NDO und FlexArray: Alle Funktionen sind in Data ONTAP integriert.
  • Unterstützung für SAN und NAS: Beides wird gleichzeitig unterstützt. Die konkurrenzfähigsten Lösungen unterstützen nur SAN.
  • kostenlose MetroCluster Software: Die Software ist Teil von Data ONTAP, es sind keine separaten Lizenzen erforderlich.

In Clustered Data ONTAP 8.3 nutzt MetroCluster zwei separate ONTAP Cluster. Dabei befindet sich an jedem Standort ein Zwei-Node-Cluster. Im normalen Betrieb können Clients auf alle vier Nodes zugreifen. Bei lokalen Ausfällen kommt lokale Hochverfügbarkeit zum Einsatz. Die ist ein wesentlicher Unterschied zu 7-Mode MetroCluster. Hier konnte ein lokaler Ausfall einen Failover an einen alternativen Standort auslösen, was nicht immer erwünscht ist.

Abbildung 5: Clustered Data ONTAP 8.3 bietet zusätzliche Unterstützung für MetroCluster. Zwei separate Cluster mit zwei Nodes bieten sowohl lokalen als auch Remote Failover, je nach Art des Ausfalls.

Verbesserungen an SnapMirror und SnapVault

SnapMirror und SnapVault sind bereits seit Jahren das Aushängeschild des integrierten Datensicherungsportfolios von NetApp. Die Replikationslösung SnapMirror belegt kontinuierlich die besten Plätze und NetApp investiert viel Zeit und Arbeit, um sicherzustellen, dass beide Tools ihre führende Position auf dem Markt verteidigen können. Dabei soll deutlich gemacht werden, dass intelligente, effiziente und benutzerfreundliche Replizierungstechnologie der Schlüssel zu einer erfolgreichen Hybrid Cloud ist. Bei einigen der aktuellen Verbesserungen stand genau dieser Aspekt im Mittelpunkt.

Einfacher Replizierungsstrom für SnapMirror und SnapVault: So erfüllen Sie sowohl Ihre Disaster Recovery- als auch Ihre Backup-Anforderungen und profitieren gleichzeitig von folgenden Vorteilen:

  • Verringerung des Netzwerk-Traffics um 50 %
  • Reduzierung des Bedarfs an sekundärem Storage um 40 %

Native Netzwerkkomprimierung: Die Bandbreitenanforderungen werden um bis zu 70 % verringert und es ist keine separate Hardware zur WAN-Optimierung erforderlich. (Stellen Sie sicher, dass Sie über genügend CPU-Reserve verfügen, bevor Sie diese Funktion aktivieren.)

Failover auf eine vorherige zeitpunktgenaue Snapshot Kopie: SnapMirror auf Clustered Data ONTAP 8.3 unterstützt Sie dabei, einen früheren Zustand schnell wiederherzustellen. Dazu werden die archivierten Snapshot Kopien im Unified Spiegel-/Vault Repository verwendet. Da das SnapMirror Ziel zusätzliche Snapshot Kopien aufbewahren kann, benötigen Sie keine separaten Kopien mehr für Disaster Recovery und Backup am sekundären Standort.

Versionsflexible Replizierung: Diese neue Funktion verbessert den unterbrechungsfreien Betrieb und vereinfacht Upgrades. Früher mussten Sie an Ihren primären und sekundären Standorten dieselbe Version von Clustered Data ONTAP ausführen. Aber einige Kunden verfügen über Hunderte SnapMirror Beziehungen weltweit und benötigten eine Möglichkeit, SnapMirror in ihrem eigenen Tempo zu aktualisieren.

Mit Clustered Data ONTAP 8.3 können Sie an den primären und sekundären Standorten unterschiedliche Versionen von SnapMirror ausführen und diese unterbrechungsfrei aktualisieren. (Dies funktioniert nicht, wenn auf einem Quell- oder Zielsystem Clustered Data ONTAP 8.2.x ausgeführt wird.) Diese neue Funktion nennen wir versionsflexible SnapMirror Replizierung.

Sie vereinfacht nicht nur den Upgrade-Prozess, sondern unterstützt auch die bidirektionale Replizierung. Früher mussten bidirektionale Systeme auf identischen Softwareversionen ausgeführt werden. So war in der Regel eine kurze Ausfallzeit erforderlich, um die Software auf beiden Seiten eines bidirektionalen SnapMirror Systems auf dieselbe Version zu aktualisieren. Ab Data ONTAP 8.3 sind keine identischen Versionen mehr für die Replizierung erforderlich. Damit profitieren nicht nur bidirektionale SnapMirror Systeme von unterbrechungsfreien Upgrades, sondern auch komplexe Multihop-Technologien.

Weitere Verbesserungen:

  • Caching von SnapMirror und SnapVault Ziel-Volumes in Flash Pool: Flash Pool Aggregate können jetzt schreibgeschützte Volumes zwischenspeichern.
  • Disaster Recovery für FlexClone: Früher mussten Sie das gesamte Volume replizieren, von dem ein FlexClone Volume geklont wurde. Nun müssen Sie lediglich das entsprechende FlexClone Volume replizieren.
  • verbessertes Fan-in und Fan-out:
    • Fan-in bis zu 255:1
    • Fan-out bis zu 1:16

Automatisiertes, unterbrechungsfreies Upgrade (Nondisruptive Upgrade, NDU)

Clustered Data ONTAP 8.3 unterstützt automatisierte unterbrechungsfreie Software-Upgrades. Mit nur drei Befehlen integrieren Sie das Data ONTAP Paket (erhältlich unter support.netapp.com) in das Cluster, führen eine Validierung durch, um sicherzustellen, dass das Cluster bereit ist für das Upgrade, und starten schließlich das Upgrade. Alle Downloads, Takeovers und Givebacks werden automatisch durchgeführt. Vorteile von automatisiertem NDU:

  • vereinfachter Betrieb
  • zehnmal weniger manuelle Befehle
  • geringeres Risiko durch Benutzerfehler
  • weniger Aufwand für die Planung des Upgrades erforderlich, mehr Zeit für strategisch wichtigere Projekte

Automatisiertes NDU ist eine Funktion von Data ONTAP 8.3. Sobald Sie ein Upgrade auf Version 8.3 durchgeführt haben, können Sie die Funktion für alle zukünftigen Upgrades verwenden.

DataMotion für LUNs

Mit DataMotion für LUNs können Sie eine LUN unterbrechungsfrei von einem Cluster Volume auf ein anderes verschieben. Wenn Sie bereits mit DataMotion für Volumes oder Volume-Verschiebung – eine der beliebtesten Funktionen von Clustered Data ONTAP – vertraut sind, dann bereitet Ihnen auch die Verwendung von DataMotion für LUNs keine Probleme. Es wird jedoch eine neue Engine in Clustered Data ONTAP verwendet, die für das Verschieben und Kopieren von Datenobjekten entwickelt wurde. (Diese wird auch zur Verschiebung von VVOLs verwendet.)

Durch die sofortige Umstellung ist diese neue Engine besonders leistungsstark. Direkt nachdem eine Anfrage zum Verschieben einer LUN gestellt wurde, ist diese LUN auf dem Ziel-Node verfügbar. Schreibvorgänge werden an den Ziel-Node übermittelt, während Lesevorgänge über den Cluster Interconnect der Quelle verteilt werden. So wird die Last am Quell-Node unmittelbar verringert, da dort keine Schreibvorgänge verarbeitet werden.

Zwei wichtige Punkte, die es zu beachten gilt:

  • Die Deduplizierungseffizienz geht verloren, wenn eine LUN verschoben wird, und zwar so lange, bis die Deduplizierungsprüfung auf dem Ziel-Node ausgeführt wird.
  • Snapshots der LUN verbleiben auf dem Quell-Volume.

Aktualisiertes Transition Tool

Wenn wir Sie mit all den Funktionen von Clustered Data ONTAP 8.3 begeistern konnten, dann werden Sie sich auch über das 7-Mode Transition Tool Version 2.0 freuen, mit dem wir die Migration von 7-Mode vereinfachen.

Möglicherweise haben Sie bereits im kürzlich erschienenen Tech OnTap Artikel How to Move from 7-Mode to Clustered Data ONTAP von 7MTT gelesen. Dieser Artikel liefert eine Menge nützlicher Informationen. Aber in einer der nächsten Ausgaben werden diese beiden Autoren ein Update zum gesamten Umstellungsprozess liefern.

Diese Version umfasst alle Funktionen der vorherigen Versionen sowie zahlreiche neue Funktionen. Die wichtigste neue Funktion von 7MTT Version 2.0 ist die Umstellung von SAN-Umgebungen. In den vorherigen Versionen des Tools wurden nur NAS-Protokolle unterstützt. Außerdem unterstützt Version 2.0 die Migration von 7-Mode MetroCluster in eine Clustered Data ONTAP MetroCluster Umgebung.

Erste Schritte

Aufgrund der vielen neuen Funktionen, einschließlich der erweiterten Laufwerkpartitionierung, MetroCluster und IPspaces sowie der höheren Performance und weiteren Verbesserungen, gehen wir davon aus, dass Data ONTAP 8.3 sowohl bestehende Clustered Data ONTAP Kunden überzeugen wird, als auch Kunden, die noch auf den richtigen Zeitpunkt gewartet haben, um den Wechsel zu Clustered Data ONTAP zu wagen.

Zwei Punkte sollten Sie im Hinblick auf ein Upgrade beachten:

  • Wie eingangs erwähnt, unterstützt Data ONTAP 8.3 nur Cluster-Betrieb, jedoch nicht 7-Mode.
  • Data ONTAP 8.3 unterstützt nur 64-Bit-Aggregate. Diese bieten größere Aggregate und Volumes und ermöglichen erweiterte Funktionen einschließlich Komprimierung, Flash Pool und platzsparendes Vaulting. Mehr als 100.000 installierte NetApp Systeme verwenden bereits 64-Bit-Aggregate.
    • Die unterbrechungsfreie Erweiterung auf 64-Bit-Aggregate wird in Data ONTAP 8.1.4P4 sowie 8.2.1 und höher unterstützt. Es sind keine zusätzlichen Laufwerke erforderlich.
    • 32-Bit-Aggregate müssen vor einem Upgrade auf 8.3 konvertiert werden.
    • 32-Bit Snapshot Kopien müssen vor einem Upgrade auf 8.3 gelöscht oder archiviert werden. (Per Definition sind Metadaten schreibgeschützt und können nicht auf 64-Bit aktualisiert werden.)
    • SnapMirror und SnapVault Beziehungen benötigen ebenfalls 64-Bit-Aggregate.

Vorbereitungen für Data ONTAP 8.3:

  • Führen Sie ein Upgrade auf 8.2.1 oder höher durch und konvertieren Sie alle verbleibenden 32-Bit-Aggregate so schnell wie möglich in 64-Bit-Aggregate.
  • Archivieren oder löschen Sie alle 32-Bit Snapshot Kopien, bevor Sie ein Upgrade auf 8.3 durchführen.
    (Mithilfe des snap list -fs-block-format-Befehls können Sie 32-Bit Snapshots ermitteln.)

Von Jay Goldfinch, Technical Marketing Engineer, und Mike McNamara, Senior Manager, Product Marketing

Jay Goldfinch ist Technical Marketing Engineer und kümmert sich vorrangig um die Clustered Data ONTAP Versionen. Bevor er zum technischen Marketing-Team kam, arbeitete er in den Bereichen Systemadministration, technischer Support und Performance Engineering. Er ist seit 2003 Mitarbeiter bei NetApp.

Mike McNamara blickt auf 25 Jahre Marketing-Erfahrung im Bereich Storage und Datenmanagement zurück. Bevor er vor mehr als neun Jahren zu NetApp kam, arbeitete er bei Adaptec, EMC und Digital Equipment Corporation. Nachdem er bereits der Marketing Chair für die Fibre Channel Industry Association war, ist er nun Mitglied des Ethernet Technology Summit Conference Advisory Board und der Ethernet Alliance. Er schreibt regelmäßig Beiträge für Branchenzeitschriften und spricht häufig bei entsprechenden Veranstaltungen.

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Dezember 2014

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Cloud ONTAP bietet Amazon Web Services Zugriff auf alle herausragenden Enterprise-Funktionen von Clustered Data ONTAP, einschließlich integrierter Datensicherung, bewährter Storage-Effizienz und vielem mehr. Erfahren Sie in dieser Ausgabe von Tech OnTap mehr darüber.

Clustered Data ONTAP 8.3: Vorteile für bestimmte FAS Plattformen

Wie Sie sehen, bringt Clustered Data ONTAP viele Verbesserungen mit sich, von denen alle FAS Plattformen erheblich profitieren:

  • FAS2500: Die Plattform der Einstiegsklasse verfügt über viermal mehr Flash Pool Kapazität für Hybrid Storage sowie 20 % mehr nutzbare Kapazität dank erweiterter Laufwerkpartitionierung.
  • FAS8000: Die FAS8000 Serie profitiert von einem viermal größeren Flash Pool – bis zu 144 TB Cache-Speicher – sowie einer flexibleren Cache-Zuweisung. MetroCluster sorgt für kontinuierliche Datenverfügbarkeit.
  • All-Flash FAS: Funktionen wie Vermeidung von Inline-Löschung, 60 % mehr Performance für zufällige Lesevorgänge und 20 % mehr nutzbare Kapazität führen zu einer noch besseren Performance mit geringeren Kosten pro IOPS und GB.
Services für Clustered Data ONTAP und die Cloud

NetApp hat sein Portfolio um viele neue Services erweitert, damit Sie mit Clustered Data ONTAP und der Cloud Erfolge verzeichnen können. Dazu gehört der Enterprise Transformation Workshop for Cloud, der Ihnen hilft, Ihre Cloud Storage-Strategie richtig zu planen und aufzubauen, damit Sie auch auf den zukünftigen Ausbau in Richtung Hybrid Cloud vorbereitet sind. Der Efficiency and Optimization Service richtet sich speziell an Unternehmen, die die Implementierung von NetApp Technologie optimieren möchten. Für alle neuen oder bestehenden Kunden, die auf Clustered Data ONTAP umstellen möchten, sorgen der Clustered Data ONTAP Migration Service, der RapidData Migration QuickStart Service und die Migrations-Tools zur Selbsthilfe für einen nahtlosen und einfachen Umstieg.

Scale-Out Storage: The Next Frontier in
Enterprise Data Management

Mike McNamara, der auch regelmäßig für Tech OnTap schreibt, und Philip Trautman, ein langjähriger Tech OnTap Autor, haben ein neues Werk veröffentlicht. Tauchen Sie in die Welt des horizontal skalierbaren Storage für Unternehmen und die Cloud ein.

Sie können das Buch als gebundenes Exemplar oder als PDF bei FriesenPress erwerben. Oder Sie laden es sich als E-Book im gewünschten Format herunter:

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