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Neuigkeiten von der VMworld Europe 2008

Die VMworld Europe 2008 in Cannes war die allererste VMworld Konferenz in Europa und sie übertraf alle Erwartungen. Den französischen Brandschutzbestimmungen zufolge fasst der Tagungsort maximal 4.500 Personen, doch kämpften weitere 1.500 Personen darum, sich auf der Veranstaltung umzusehen.

Aufgrund des fortwährenden Andrangs konnte NetApp den Puls der Massen fühlen. Nun, da viele IT-Abteilungen schon über einige Erfahrungen mit virtualisierten Servern verfügen, kamen zwei wichtige Themen neu auf:

  • Wachsendes Interesse an IP-basiertem Storage, angefacht durch die Suche nach der nächsten Möglichkeit zur Kostensenkung
  • Datenmanagement—es werden neue Tools benötigt, um Daten in virtuellen Umgebungen zu verwalten, und dieser Bedarf wird noch in dem Maße ansteigen, wie die Virtualisierung weiter zunimmt

Da Sie Tech OnTap Mitglied sind, freuen wir uns, Ihnen die aktuellsten Neuigkeiten von der Konferenz zu liefern, darunter auch einen exklusiven Vorabzugriff auf viele der neuen technischen Berichte und Demos, die NetApp auf der VMworld vorgestellt hat.

IP-basierter Storage

Die Identifizierung von nicht ausgelasteten physischen Servern führte dazu, dass Server-Virtualisierung im Unternehmen eingeführt wurde. Wenn Sie Ihre Server-Infrastruktur virtualisiert haben, dann konnten Sie vielleicht die Gesamtzahl Ihrer Server verringern und deren Auslastung erhöhen. Möglicherweise haben Sie mit ähnlichen Vorteilen auch Ihre Speicherumgebung virtualisiert.

Viele Besucher auf unserem VMworld Stand suchten nach neuen Bereichen innerhalb ihrer IT-Infrastruktur, in denen sie weiter optimieren und Kosten senken könnten, und viele scheinen beschlossen zu haben, dass Speichernetzwerke das nächste Gebiet sind, um das sie sich kümmern sollten.

Die meisten Menschen glauben weiterhin, dass Fibre Channel die bestmögliche Performance in Speichernetzwerken bietet, und lieben ihre FC SANs, jedoch haben sie bemerkt, dass die Auslastungsraten pro Port für VMware Hosts normalerweise niedrig sind – was die Möglichkeit bietet, die Effizienz zu verbessern.

IP-basierte Storage-Infrastrukturen wie iSCSI und NAS erfüllen dieselben Funktionen wie FC SAN, doch ist die IP-Infrastruktur erheblich billiger, IP-Netzwerk-Expertise ist viel weiter verbreitet, und Technologien wie NAS bieten ein bedeutend einfacheres Datenmanagement.

Die potenzielle Synergie zwischen NAS mit NFS und VMware wird allmählich stärker geschätzt, da IT-Abteilungen entdecken, dass NFS die Komplexität reduzieren, das Management vereinfachen und das Recovery in virtuellen Umgebungen beschleunigen kann.

Da sowohl NetApp als auch VMware viele Storage-Protokolle unterstützen, darunter Fibre Channel, iSCSI und NFS, ermöglichen wir es Ihnen, die Technologie zu wählen, die Ihren Bedürfnissen am besten entspricht. NetApp ist der einzige Storage-Anbieter, der diese Protokolle alle über eine einzige Plattform unterstützt. So können wir Ihnen helfen, heute solide Entscheidungen zu treffen, ohne sich dabei auf eine Speicherarchitektur festzulegen. Viele der Ressourcen, die in Abschnitt 3 geboten werden, können Ihnen helfen, Ihre Implementierungsoptionen kennenzulernen, wenn Sie eine Storage-Infrastruktur für VMware suchen.

Datenmanagement

Nun, da die meisten IT-Abteilungen sich mit den Grundlagen der virtuellen Infrastruktur auskennen, ist das nächste Neuland das Datenmanagement für diese Infrastruktur. Es gibt inzwischen eine Menge neuer Tools, die bei einer Reihe von Aspekten, die mit dem VMware Management zusammenhängen, behilflich sind, zum Beispiel Migration, Datensicherung und Provisionierung.

Auf dem NetApp Stand stellten wir die Effizienz und Sparsamkeit unseres Ansatzes für das Datenmanagement in VMware Umgebungen in den Vordergrund. NetApp kann auf der gleichen Menge Speicher, den die meisten Anbieter für den Produktionsspeicher allein benötigen würden, Produktionsspeicher, lokales Backup und eine remote Kopie Ihrer gesamten VMware Umgebung sowie eine Historie für das remote Backup bereitstellen.
(Wir stellen Links zu Technologie-Demonstrationen und anderen technischen Ressourcen, die für die folgende Diskussion in Abschnitt 3 von Bedeutung sind, bereit.)
  • Datendeduplizierung. Unsere Lösung beginnt mit NetApp Deduplizierung, welche die redundanten Daten eliminiert, die virtuellen Server-Umgebungen inhärent sind – wodurch sich die Größe Ihres Produktionsspeichers um durchschnittlich 50 bis 70% verringert. (Eine kürzlich veröffentlichte Ausgabe von Tech OnTap war der Nutzung von Deduplizierung mit VMware gewidmet.) Die Kosteneinsparungen, die sich aus der Datendeduplizierung ergeben, können zusätzliche Komponenten Ihrer virtuellen Infrastruktur finanzieren – Komponenten, die Sie sich sonst vielleicht nicht leisten könnten.
  • Lokale Datensicherung. Das nächste Element unserer Lösung ist SnapManager for Virtual Infrastructure. Dieses Produkt bietet richtlinienbasierte Backups und automatisiert das Recovery und die Replizierung von virtuellen Rechnern. Indem Applikations-Backups für viele verbreitete Applikationen, wie etwa Microsoft Exchange, SQL Server und andere, kombiniert werden, ermöglicht NetApp, dass die virtuelle Infrastruktur über die heutigen Grenzen hinaus skalieren kann, ohne Server-Ressourcen und Bandbreite zu verschlingen.
  • Datensicherung für Storage-Systeme, die nicht von NetApp sind. Open Systems SnapVault ist eine Disk-to-Disk Backup-Lösung, die virtuelle Infrastrukturen auf Storage sichern kann, der nicht von NetApp ist. Sie verschiebt Daten inkrementell in sehr kleinen Stücken (4-KB-Datenblöcke), wodurch sie besonders gut für remote Niederlassungen mit langsamen Netzwerkverbindungen geeignet ist.

    Mit Open Systems SnapVault 2.6 hat man zwei Möglichkeiten, einen virtuellen Rechner zu sichern und wiederherzustellen:
    • Man kann Open Systems SnapVault auf jedem beliebigen virtuellen Rechner installieren und ihn genauso wie einen physischen Server sichern.
    • Man kann es in der ESX Server Service Console installieren.

Ein neuer technischer Bericht, exklusiv für Tech OnTap Leser, liefert die Einzelheiten.

  • Disaster Recovery. Redundante Applikationen zu behalten, ist häufig unpraktisch. Zwar vereinfacht Server-Virtualisierung die serverseitige Gewährleistung von Business Continuity, doch können die Kosten für Storage immer noch ein finanzielles Hindernis darstellen. Die Einsparungen, die durch Datendeduplizierung von NetApp erzielt werden, können den remoten Storage finanzieren, der für Disaster Recovery erforderlich ist. Auf derselben Menge Storage, den Sie normalerweise für die Produktion benötigen würden, haben Sie bei NetApp Produktion, lokales Backup und remoten Storage.

    Mit SnapManager for Virtual Infrastructure können Sie Ihre Replikations-Zeitpläne sowie Ihre lokalen Backups managen. Wenn Sie Ihre Produktionsumgebung mit NetApp SnapMirror, gemanagt durch SnapManager for Virtual Infrastructure, replizieren, dann replizieren Sie auch die Backups Ihrer Produktionsumgebung. Wenn ein einziger virtueller Rechner (VM) versagt, dann kann man ihn mit SnapManager for Virtual Infrastructure schnell wiederherstellen.
  • VMware Site Recovery Manager (SRM). Bei standortweitem Versagen, das sich auf viele VMs auswirkt, können Sie Services mit VMware SRM schnell wiederherstellen, einer integrierten Lösung zum Standort-Failover, die NetApp SnapMirror und andere Funktionen verwendet, um das virtuelle Recovery Ihres virtuellen Datacenters zu automatisieren. VMware – die bei weitem den größten Stand von allen Teilnehmern auf der VMworld hatten – stellten NetApp als ihren exklusiven Storage-Partner für ihre Site Recovery Manager Demos und als Storage-Anbieter für ihre praktischen Labor-Sitzungen dar. In der Tat war NetApp Storage der einzige Storage, der auf dem VMware Stand gezeigt wurde.

Viele Bescucher mit denen wir auf der VMworld sprachen, meinten, dass sie bislang nur rund 20% dessen virtualisiert hätten, was sie geplant hatten. Viele glauben, dass sie bei Verwendung von NetApps einzigartigem Ansatz zum Datenmanagement für virtuelle Infrastrukturen irgendwo zwischen 60 und 90% ihrer physischen Server umwandeln können.

Weitere Informationen zu Site Recovery Manager

Da SRM so ein heißes Thema auf dieser VMworld war, möchten wir noch einige Worte mehr dazu sagen. SRM hat drei Komponenten: Discovery/Setup, Failover und Test. Einer der größten Vorteile von SRM ist, dass Sie Ihre Reaktion auf Katastrophen im Voraus programmieren können.
Das Hoch- oder Herunterfahren von Hunderten von Servern kann eine Herausforderung darstellen, besonders wenn man mitten in einer Krise steckt. Der Recovery-Plan, der während der Einrichtungsphase der SRM-Konfiguration erstellt wird, erlaubt Ihnen, alles im Voraus zu konfigurieren.

  • welche Rechner hochgefahren werden müssen
  • wer benachrichtigt werden soll
  • spezifische Schritte, die eingeleitet werden sollen
  • die Zuweisung von entsprechenden CPU-/Arbeitsspeicher-Ressourcen
  • welche spezifischen Port-Gruppen und VLANs online gebracht werden sollen

Diese Art von Plan zu erstellen, dauert normalerweise Monate oder sogar Jahre. Aufgrund seiner Erkennungsfunktionen und engen Integration in Virtual Center können Sie mit SRM den Plan in kurzer Zeit erstellen und den Plan fehlerlos bei minimalem Benutzereingriff ausführen. NetApp hat eng mit VMware zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass SRM in der Lage ist, die einzigartigen Funktionen von NetApp Storage in allen Betriebsphasen zu nutzen. Zum Beispiel bietet SnapMirror schnelle und effiziente Datenreplikation zu Ihrem remoten Standort; NetApp Cloning wird bei Tests von SRM benutzt, so dass die Tests unterbrechungsfrei ablaufen und nicht immense Mengen zusätzlichen Storage erforderlich machen.

Ressourcen zur VMworld Europe

Vorgestellte Technologie-Demonstrationen

  • SnapManager for Virtual Infrastructure (SMVI)
    • Backup und Recovery mit minimalem Administrationsaufwand für die Infrastruktur
    • Crash-konsistente Images mit NetApp Snapshot
    • Replizierung von VMs zwecks DR an einen entfernten Standorts
    • Schnelle und leichte Wiederherstellung von VMs
  • Open Systems SnapVault
    • Fähigkeit, ein Backup einer virtuellen Umgebung von der ESX-Ebene aus zu erstellen
    • Ein Backup eines ganzen ESX Servers statt von einzelnen VMs erstellen
    • Bare Metal Recovery
    • Zentrales Management durch Protection Manager

Vorgestellte technische Berichte

VM WORLD 2008 Dieses Feature war eine gemeinsame Anstrengung der Mitglieder des technischen Teams von NetApp, das auf der VMworld Europe 2008 teilnahm und dort ausstellte. Zum Team gehörten unter anderem:
  • Darrin Chapman, Product Engineer
  • Adam Fore, Marketing Manager
  • Claude Steinmayer, Product Marketing Manager
  • M. Vaughn Stewart, Virtualization Evangelist
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