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Sind Sie bereit für softwaredefinierten Storage?
Vaughn Stewart
Technical Marketing Director

Man muss kein IT-Experte sein, um zu wissen, dass fortwährend neue Trends auf dem Markt auftauchen. Einige dieser Trends entwickeln sich zu wahrlich wegweisenden Faktoren (beispielsweise die Cloud und Big Data), wohingegen andere nach Kurzem wieder in der Versenkung verschwinden (wie das Information Lifecycle Management). Ich bin überzeugt, dass das softwaredefinierte Datacenter (SDDC) und der softwaredefinierte Storage (SDS) in die erste Kategorie fallen und die IT-Branche nachhaltig verändern werden. Das Schlagwort „softwaredefiniert" beeinflusst bereits jetzt IT-Strategien rund um den Globus.

Diese Entwicklung hätte für NetApp zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können, denn vor Kurzem haben wir Clustered Data ONTAP 8.2 vorgestellt. Bei dieser Version wurde eine Reihe innovativer Funktionen eingeführt, die eine größere Datacenter-Flexibilität und eine beschleunigte Bereitstellung von Storage-Services für Applikationen und Entwicklungsteams ermöglichen. Da sich die im Zusammenhang mit SDS angestrebten Ziele und die langjährige strategische Ausrichtung von NetApp sehr stark ähneln, wird schnell ersichtlich, dass sich NetApp in einer hervorragenden Ausgangsposition befindet, um die Erwartungen an SDS zu erfüllen.

Ein Ausblick auf SDDC

Idealerweise sollte sich die IT bei ihrer Arbeit viel stärker an heutigen Cloud-Angeboten für Verbraucher orientieren, das heißt, sie sollte Services schneller bereitstellen, Kosten senken und die Komplexität verringern, sodass sich ein echter strategischer Nutzen ergibt. Stellen Sie sich vor, dass das Anfordern einer neuen Entwicklungsumgebung eines Tages genauso einfach ist wie der Kauf einer neuen App für Ihr iPad.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sich IT-Infrastrukturen mehr auf die Bereitstellung von Services statt auf die Provisionierung von Hardware konzentrieren. Datenverarbeitung, Netzwerk, Storage und Sicherheit müssen virtualisiert werden (definiert durch Software), um so ein vollständig automatisiertes, richtlinienbasiertes, applikationsgetriebenes und softwaredefiniertes Datacenter zu erhalten.

Der SDS-Ansatz von NetApp

NetApp arbeitet kontinuierlich daran, die Storage-Flexibilität weiter zu erhöhen und so die Arbeitsweise von Applikationen oder Geschäftsprozessen zu optimieren. Dieser Ansatz erfordert eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Im Einklang mit den Zielen von SDS stehen bei der technologischen Vision von NetApp folgende Aspekte im Vordergrund:

  • Virtualisierte Storage-Services, die ein dynamisches Spektrum an Optionen bieten und auf virtualisierten Serviceklassen statt auf konkreten Hardwarefunktionen basieren
  • Eine breite Auswahl an Plattformen zur Standardisierung von Storage-Services und Zugriffsoptionen über verschiedene Hardware hinweg, um jedem Budget oder Implementierungsmodell gerecht zu werden
  • Self-Service für Applikationen, damit Applikationsinhaber und Entwicklungsteams Storage-Services direkt durch Integration in native Managementschnittstellen und offene programmierbare APIs konsumieren können
Im Folgenden erläutere ich jeden dieser Aspekte im Detail.

Virtualisierte Storage-Services

NetApp führt bei Clustered Data ONTAP eine neue Technologie zur Bereitstellung von Storage-Services über virtualisierte Storage-Arrays ein, die wir als Storage Virtual Machines (SVMs) bezeichnen.

Hinweis: Bisher haben wir hierfür den Begriff „Vserver" genutzt – durch die Umbenennung sollen Verwechslungen verhindert werden.

Eine SVM ist ein logischer Storage-Controller, der sowohl Hosts als auch Anwendern den Zugriff auf Storage-Ressourcen ermöglicht. Die SVM trennt den Datenzugriff und Services von der zugrunde liegenden Hardware. Alle Datenzugriffe in Clustered Data ONTAP laufen über SVMs. Deshalb können Storage-Services nicht direkt von der Hardware aus aufgerufen werden.

SVMs ermöglichen einige der wichtigsten Funktionen von Clustered Data ONTAP, beispielsweise den unterbrechungsfreien Betrieb und die nahtlose Skalierbarkeit. Zudem realisieren sie die dynamische Umsetzung von Storage-Services und die in einem SDS-Modell so entscheidende Ressourcendelegation.

Clustered Data ONTAP virtualisiert Storage-Services.

Abbildung 1) Clustered Data ONTAP virtualisiert Storage-Services.

Das Verhalten von SVMs und Clustered Data ONTAP ähnelt in vielerlei Hinsicht dem Verhalten von Virtual Machines und Server-Hypervisors wie beispielsweise VMware und Microsoft Hyper-V. Sie lösen Storage-Services von der zugrunde liegenden Hardware, sodass diese verschoben oder Wartungsaufgaben an der Hardware durchgeführt werden können, ohne dadurch Applikationen zu beeinträchtigen.

Höhere IT-Flexibilität

Unsere SVMs können für die Verwendung von Ressourcen eines einzelnen Storage-Controllers oder aller Storage-Controller in einem Cluster von bis zu 24 Nodes konfiguriert werden. Bei Bedarf lässt sich die Konfiguration von SVMs zwecks Nutzung von zusätzlichen oder anderen Ressourcen innerhalb eines Storage-Clusters anpassen, ohne dass dabei der Betrieb unterbrochen, der Applikationsinhaber benachrichtigt oder die Applikation neukonfiguriert werden muss.

Rollenbasierte Zugriffssteuerung und Delegation

SVMs bieten außerdem den erforderlichen Mechanismus zur rollenbasierten Zugriffssteuerung (RBAC) und Delegation. Da SVMs von der Hardware abstrahiert vorliegen, können Sie sie Applikationen, Entwicklungsteams, Mandanten und sogar Anwendern direkt zuweisen und das komplette Management der jeweiligen SVM delegieren. Im Hinblick auf das Storage-Management wissen Sie stets genau, wem welche Ressourcen gehören. Sie können Workloads umverteilen – und beliebige andere Storage-Aufgaben erledigen –, ohne dabei die SVMs oder die in ihnen hinterlegten Applikationen zu beeinträchtigen.

Flexible Storage-Services

Dank SVMs sind Sie nicht mehr auf hardwarebasierte Bereitstellungen angewiesen. Stattdessen können Sie Storage-Services für den SAN- oder NAS-Zugriff, die Datensicherung, die Verfügbarkeit und die Performance publizieren. Neue Funktionen wie granulare QoS (Servicequalität) in Clustered Data ONTAP bauen auf den vorhandenen Richtlinien in Data ONTAP auf und gewährleisten die zuverlässige Bereitstellung dieser Storage-Services.

Eine breite Auswahl an Plattformen

NetApp erachtet die Unterstützung für eine breite Palette an Storage-Optionen, sowohl vor Ort als auch in der Cloud, als wesentliches Element von SDS. Diese Optionen sind über standardisierte Storage-Services und APIs unabhängig von der zugrunde liegenden Hardwareplattform zugänglich. NetApp übernimmt diesbezüglich eine Führungsrolle in der Branche und bietet Data ONTAP auf einer Vielzahl an Hardwaresystemen an, einschließlich:

  • NetApp FAS Storage: Unsere Storage-Systeme wurden für die Ausführung von Clustered Data ONTAP konzipiert und optimiert. FAS Systeme sind außerdem als Bestandteil unserer gemeinsam mit Cisco entwickelten konvergenten FlexPod Infrastrukturplattform verfügbar.
  • Storage-Arrays von Drittanbietern: Data ONTAP steht über die NetApp V-Series auf Arrays von Drittanbietern zur Verfügung. So besitzt Ihre vorhandene Hardware neue Storage-Funktionen und Integrationsoptionen, die den Wert Ihrer bisherigen IT-Investitionen steigern.
  • Standardhardware: Data ONTAP Edge wurde im Juni 2012 vorgestellt. Das Tool ermöglicht die Virtualisierung der Standardfestplattenlaufwerke eines Servers auf Shared Storage in Form einer virtuellen Storage Appliance. Gegenwärtig läuft Edge auf VMware vSphere und es sollen noch in diesem Kalenderjahr Cluster-Funktionen für Data ONTAP Edge realisiert werden.
  • Cloud und Anbieter von Cloud-Services: Unsere bekanntesten Cloud-Services erbringen wir momentan im Rahmen unserer Partnerschaft mit Amazon via NetApp Private Storage für Amazon Web Services. Diese Lösung bietet ein neues Modell für all jene Kunden, die sich dynamische Computing-, Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen wünschen, aber gleichzeitig die Kontrolle über ihre Daten behalten möchten.
Die Unterstützung von Hardware verschiedener Anbieter erachten wir als selbstverständlich. Im Laufe der Jahre wurden die NetApp FAS Arrays mit unterschiedlichsten CPUs ausgeliefert, einschließlich MIPS, Alpha, Intel und AMD. Data ONTAP hat sich nicht zuletzt deswegen zu einem weltweit führenden Storage-Betriebssystem entwickelt, weil das System auf einem breiten Spektrum an Hardwareplattformen ausgeführt werden kann.

NetApp unterstützt Hardware unterschiedlicher Anbieter.

Abbildung 2) NetApp unterstützt Hardware unterschiedlicher Anbieter.

Self-Service für Applikationen

Dieser Aspekt ist möglicherweise für ein softwaredefiniertes Datacenter am wichtigsten, da Storage-Services für Applikationen direkt zugänglich sein müssen.

NetApp gilt in diesem Bereich als einer der Branchenführer und bietet Optionen zur API-Integration für ein äußerst heterogenes Spektrum an Technologiepartnern, Plattformen, Applikationen und Tools. Vereinfacht ausgedrückt: Kein anderer Storage-Anbieter kann derart viele Integrationsmöglichkeiten vorweisen. Mithilfe dieser Optionen wiederum können Sie die Komplexität verringern, die Verfügbarkeit verbessern und das Tempo Ihrer Geschäftsabläufe beschleunigen.

Die nachfolgende Grafik zeigt eine Auswahl der Partner, deren Systeme auf Infrastruktur-, Management- und Applikationsebene integriert sind.

NetApp unterstützt Hardware unterschiedlicher Anbieter.

Neben der Integration von Partnersystemen bieten wir außerdem einheitliche offene APIs, die über alle Plattformen mit Data ONTAP hinweg standardisiert wurden. Für jede Befehlszeilenschnittstelle haben wir eine passende API. Das heißt, Entwickler können die Funktionalität von NetApp in Applikationen und Workflows über eine einheitliche Vorgehensweise für jede Implementierungsoption von Data ONTAP einbinden.

 Self-Service für Applikationen

Abbildung 3) Self-Service für Applikationen

Schlussfolgerung

Clustered Data ONTAP ist eine einzigartige Storage-Software, mit der Storage basierend auf Service-Leveln bereitgestellt werden kann. Der Pool aus unterstützten Hardwareressourcen umfasst dabei ein breites Spektrum an Plattformen, einschließlich optimierten NetApp Systemen, Drittanbietertools, Standardhardware und Cloud-Storage. Clustered Data ONTAP beinhaltet äußerst umfangreiche Integrationsoptionen für Enterprise-Applikationen und eine standardisierte Menge an offenen, programmierbaren APIs zur Workflow-Automatisierung und Applikationsentwicklung.

Möglicherweise – ja, sehr wahrscheinlich sogar – bin ich voreingenommen, aber mein Vertrauen in Clustered Data ONTAP als hervorragende Storage-Grundlage für Datacenter ist einer der Gründe, warum ich bei NetApp arbeite. Mit jeder neuen Version von Data ONTAP kommt NetApp seiner Vision einer äußerst flexiblen IT ein Stück näher, und zwar unabhängig davon, ob sich die Begriffe „softwaredefiniertes Datacenter" und „softwaredefinierter Storage" langfristig etablieren.

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Von Vaughn Stewart, Technical Marketing Director NetApp

Vaughn Stewart erarbeitet die strategische Ausrichtung von NetApp und kombiniert seine Leidenschaft für aufstrebende Technologien mit seinem Enthusiasmus für den Dialog mit Kunden, Anbietern und Marktführern in der IT-Branche. Seine Gedanken zur Bedeutung von Storage für Cloud-Computing und Big Data sind in seinem Blog The Virtual Storage Guy nachzulesen. Er ist außerdem Autor mehrerer Bücher, darunter auch Virtualization Changes Everything: Storage Strategies for VMware vSphere & Cloud-Computing (2012). Sein Ziel ist es, komplexe technische Sachverhalte zu vereinfachen und Andere zu ermutigen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Er repräsentiert NetApp in der Open Virtualization Alliance und hält regelmäßig Vorträge auf führenden Technologiekonferenzen.

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