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Unterbrechungsfreier Betrieb durch Clustered Data ONTAP
Charlotte Brooks
Technical Marketing Engineer

Der Umstieg auf Shared IT-Infrastrukturen hat geplante Ausfallzeiten für Routinewartungsaufgaben nahezu unmöglich gemacht. Ein einzelnes Storage-System ist möglicherweise für viele Applikationen, viele verschiedene Parteien oder viele Benutzergruppen virtualisiert. Eine geplante Ausfallzeit – wenn es denn überhaupt möglich ist, ein Zeitfenster für sie zu finden – kostet viel Zeit und kann sicherlich nicht alle zufriedenstellen. Darüber hinaus sind Upgrades oder der Austausch von Geräten am Ende ihres Lebenszyklus auch mit minimalen Störungen bei der Durchführung zeitaufwendig und planungsintensiv.

NetApp Clustered Data ONTAP wurde entwickelt, um geplante Ausfallzeiten für Wartungsarbeiten und Lifecycle-Operationen sowie ungeplante Ausfallzeiten durch Hardware- und Softwarestörungen zu vermeiden. NetApp hat sich zum Ziel gesetzt, dass Ihre Storage-Infrastruktur ohne Ausfallzeit immer voll verfügbar ist und stabil läuft. Wir glauben, dass Daten mit derselben Zuverlässigkeit bereitgestellt werden sollten wie jedes andere Arbeitsmittel. Wenn Sie zum Waschbecken gehen und den Hahn aufdrehen, erwarten Sie fließendes Wasser.

Der unterbrechungsfreie Betrieb mit NetApp sichert Ihre Infrastruktur gegen geplante sowie ungeplante Ausfallzeiten und vereinfacht gleichzeitig Wartungsarbeiten und Lifecycle-Operationen.

Abbildung 1) Der unterbrechungsfreie Betrieb mit NetApp sichert Ihre Infrastruktur gegen geplante sowie ungeplante Ausfallzeiten und vereinfacht gleichzeitig Wartungsarbeiten und Lifecycle-Operationen.

Unsere Funktionen zur Daten- und Netzwerkmobilität ermöglichen die Ausführung von Wartungs- und Lebenszyklusaufgaben ohne Ausfallzeiten. Viele der umfassenden Vorteile von unterbrechungsfreiem Betrieb sind deutlich im Geschäftsergebnis spürbar:

  • Schnellere Aktualisierung von Hardware und/oder Software: Haben Sie jemals eine Lieferung neuer Hardware erhalten, die dann monatelang herum- und vielleicht auch noch im Weg stand, während Sie auf eine mögliche Ausfallzeit zur Implementierung warten mussten? So etwas verschlechtert den ROI. Bei unterbrechungsfreiem Betrieb gehören Wartezeiten der Vergangenheit an.
  • Höhere Auslastung: Sie können Ihr NetApp Cluster höher auslasten, da Sie bei Bedarf neue Kapazität ohne Ausfallzeit hinzufügen können. Sie müssen kein großes Sicherheitsnetz in Form von ungenutzter Storage-Kapazität mehr unterhalten.
  • Einfacherer Betrieb: Bei geplanten Ausfallzeiten bedarf oft das Offline-Schalten von laufenden Applikationen einer Menge Zeit. Anschließend müssen Sie nach den Wartungsarbeiten die Applikationen neu starten und überprüfen, ob alles wieder korrekt läuft. Bei unterbrechungsfreiem Betrieb können Sie diese Komplexität ausschließen und sich ganz auf die Durchführung von Storage-Aufgaben konzentrieren. Die NetApp Tools für unterbrechungsfreien Betrieb sind benutzerfreundlich und wurden für wiederholte Ausführung mit möglichst wenig Arbeitsaufwand optimiert.

In diesem Artikel werde ich die von NetApp angebotenen Tools für unterbrechungsfreien Betrieb ausführlich beschreiben und darlegen, wie Sie diese Funktionen zur Erledigung wichtiger Wartungs- und Lebenszyklusaufgaben einsetzen können.

Relevante Tools

Mit dem unterbrechungsfreien Betrieb des stabilen Clustered Data ONTAP Betriebssystems können Sie störungsfrei an Ihrer Storage-Infrastruktur arbeiten, was die täglichen Betriebsabläufe und Wartungsarbeiten erleichtert. Dies ist möglich, da die physischen Ressourcen über Clustered Data ONTAP nicht direkt angesprochen werden, sondern alle Datenzugriffe über ein logisches Konstrukt namens Storage Virtual Machine (SVM) laufen. Daher können sich die von einer SVM genutzten physischen Ressourcen ändern, ohne dass Client- oder Host-seitig Änderungen erforderlich sind oder Störungen auftreten.

Clustered Data ONTAP Storage Virtual Machines (SVMs) abstrahieren den Datenzugriff von der physischen Hardware und erreichen so eine größere Flexibilität.

Abbildung 2) Clustered Data ONTAP Storage Virtual Machines (SVMs) abstrahieren den Datenzugriff von der physischen Hardware und erreichen so eine größere Flexibilität.

Dies wird durch drei Standardtools realisiert:

  • DataMotion für Volumes (Volume-Verschiebung): Hiermit können Sie Daten-Volumes zwischen Aggregaten im selben oder in unterschiedlichen Cluster Nodes verschieben.
  • LIF-Migration: Logische Schnittstellen (LIFs) virtualisieren die physischen Schnittstellen in Clustered Data ONTAP. Mithilfe von LIF-Migration können Sie LIFs zwischen Netzwerk-Ports im selben oder in unterschiedlichen Cluster Nodes verschieben.
  • Aggregatverschiebung (ARL): Hiermit können Sie komplette Aggregate ohne Datenverschiebung von einem Controller eines Hochverfügbarkeitspaars zum anderen transferieren.

Diese Tools verschaffen Ihnen einzeln oder in Kombination die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Aufgaben unterbrechungsfrei zu erledigen, ob Sie nur ein Volume von einer schnelleren zu einer langsameren Festplatte verschieben oder sogar einen kompletten Austausch der Controller- oder Storage-Technologie vornehmen möchten.

DataMotion für Volumes

Mit DataMotion für Volumes (auch oft als Volume-Verschiebung bezeichnet) können Sie ein Volume innerhalb einer SVM von einem Aggregat (der Quelle) zu einem anderen Aggregat (dem Ziel) verschieben. Das Ziel kann zum selben Node oder einem beliebigen anderen Node im Cluster gehören. Unabhängig davon, wohin die Daten verschoben oder wie sie zur Verfügung gestellt werden (SAN oder NAS), bleibt der Datenzugriff vor, während und nach der Verschiebung für Client-/Host-Applikationen transparent.

Eine Volume-Verschiebung ist in vier Phasen unterteilt. Nach Einleitung der Volume-Verschiebung laufen diese Phasen automatisch ab, doch ist es wichtig, jede Phase und die zugehörigen Aktivitäten zu verstehen.

  • Validierungsphase: In dieser Phase werden die verfügbare Kapazität auf dem Zielaggregat und andere Anforderungen überprüft, um zu beurteilen, ob die angeforderte Volume-Verschiebung möglich ist.
  • Einrichtungsphase: Ein neues Volume wird auf dem Zielaggregat erstellt.
  • Replizierungsphase: Die Daten werden in Gruppen von Snapshot Kopien vom Quell-Volume über das Cluster-Netzwerk zum Ziel-Volume repliziert. Nach jedem Durchlauf wird das Delta zwischen Quelle und Ziel überprüft, um festzustellen, ob es klein genug ist, dass eine finale Replizierung in der für die Umstellungsphase festgelegten Zeit abgeschlossen werden kann. Auf das Quell-Volume zugreifende I/O-Anfragen von Clients und Hosts werden in dieser Phase nicht beeinträchtigt.
  • Umstellungsphase: Sämtliche I/O-Zugriffe werden gesammelt und Anfragen an das Quell-Volume blockiert. Der finale Replizierungstransfer wird abgeschlossen und die Volume-Datenbank mit den neuen Volume-Informationen aktualisiert. Die gesammelten I/O-Zugriffe erfolgen danach auf das Volume am neuen Speicherort. Die Umstellung wird in einem festgelegten „Umstellungszeitraum“ abgeschlossen, dessen Länge für die Client-/Host-Applikationen akzeptabel ist.

Wenn die Umstellung nicht im festgelegten Umstellungszeitraum abgeschlossen werden kann, wird die Umstellungsphase abgebrochen und der Datenzugriff erfolgt wieder auf das Quell-Volume. Alle ausstehenden Anfragen, die sich während der versuchten Umstellung angesammelt haben, werden abgeschlossen. Die Replizierungsphase wird fortgesetzt, bis die Bedingungen eine erneute Umstellung zulassen.

Das Umstellungsfenster kann zwischen 30 und 300 Sekunden festgelegt werden. Die Standardeinstellung ist 45 Sekunden. Dies ist der kritischste Teil des Prozesses. Die Volume-Verschiebung erlaubt ihnen in begrenztem Maße, Einfluss auf die Umstellungsphase zu nehmen. Sie können beispielsweise den Prozess so konfigurieren, dass die Umstellung nicht ohne Ihr aktives Eingreifen erfolgt. So erhalten Sie die Möglichkeit, die Umstellung zu einem Zeitpunkt Ihrer Wahl abzuschließen.

LIF-Migration

Über die LIF-Migration können Sie analog zur Volume-Verschiebung bei Daten-Volumes Netzwerkverbindungen verschieben. Eine LIF ist eine logische Netzwerkschnittstelle, die Ihre SAN- und NAS-Netzwerkverbindungen virtualisiert. LIFs sind an eine SVM gebunden und physischen Netzwerk-Ports, Schnittstellengruppen oder (beim Einsatz von Tagging) VLANs des Controllers zugeordnet. Da LIFs virtualisiert sind, bleibt eine LIF-Adresse sogar unverändert, wenn eine LIF zu einem anderen physischen Port desselben oder eines anderen Node im Cluster migriert wird. NAS LIFs führen automatisch ein Failover durch, wenn einer der Cluster-Nodes ausfällt, und arbeiten mit dem Storage Failover im Hochverfügbarkeitspaar zusammen, um den Datenzugriff aufrechtzuerhalten. Sie können alternativ eine LIF manuell zu einem anderen Port migrieren.

Jeder Cluster Node unterstützt maximal 262 LIFs, von denen sechs für Management- und Cluster-Funktionen reserviert sind. Daten-LIFs werden verwendet, um Clients oder Hosts mit Daten zu versorgen, und sind entweder als SAN oder als NAS konfiguriert. IP-basierte LIFs (NAS oder iSCSI) sind zugewiesene IP-Adressen und FC-basierte LIFs sind zugewiesene WWPNs. Jede SVM benötigt mindestens eine Daten-LIF. Im normalen Betrieb sollten Sie die Anzahl der Daten-LIFs pro Node auf maximal 128 begrenzen. In dem Fall wird bei einem Hochverfügbarkeits-Failover das Limit des Partner-Nodes nicht überschritten, wenn er alle LIFs vom ausgefallenen Node übernimmt.

Neben Daten-LIFs gibt es Management-LIFs, über die Sie mithilfe der Befehlszeilenschnittstelle oder des OnCommand System Manager auf das Cluster zugreifen können, und Intercluster LIFs für das Cluster Interconnect-Netzwerk.

Über die LIF-Migration können Sie IP-basierte LIFs zwischen physischen Ports oder Schnittstellengruppen verschieben. SAN-Daten-LIFs (einschließlich iSCSI) müssen nicht migriert werden und führen keinen Failover durch. Stattdessen werden ALUA- und MPIO-Prozesse auf den Hosts mit Initiatoren verwendet, um Pfade zu optimieren und auf Pfadausfälle zu reagieren.

Sie können über LIF-Migration alle Daten-LIFs (und somit den gesamten Netzwerkverkehr) von einem bestimmten Node weg verschieben, um Hardware zu warten oder auszutauschen. Ein weiterer Anwendungsfall für LIF-Migration ist die Durchführung eines unterbrechungsfreien Upgrades von einem Switch-losen Entry-Level Cluster mit zwei Nodes (neu in Clustered Data ONTAP 8.2) zu einem Switch-basierten Cluster mit zwei Nodes. Die LIF-Migration ermöglicht das Verschieben der Cluster Interconnect LIFs, sodass Sie den Switch implementieren können, ohne den Datenfluss zu stören. Sobald der Switch arbeitet, können Sie das Cluster je nach Bedarf erweitern, um größere Konfigurationen zu erstellen.

Sie können eine LIF über LIF-Migration zu einem anderen Port desselben Nodes verschieben. Sie könnten beispielsweise eine LIF auf einem GbE Port konfiguriert haben. Wenn diese LIF mehr Bandbreite benötigt, können Sie sie vorübergehend oder dauerhaft zu einem 10 GbE Port desselben Node verschieben.

Weitere Informationen zu LIFs und anderen Networking-Themen zu Clustered Data ONTAP finden Sie im technischen Bericht TR-4182: Best Practices for Clustered Data ONTAP Network Configurations.

Aggregatverschiebung

Bei der Aggregatverschiebung (ARL) handelt es sich um eine mit Clustered Data ONTAP 8.2 eingeführte, neue Funktion. Weil alle Cluster-Nodes in Clustered Data ONTAP Bestandteil eines Hochverfügbarkeitspaars sind (mit Ausnahme von Clustern mit nur einem Node), kann mit ARL die Eigentümerschaft von einem Controller in einem Hochverfügbarkeitspaar auf den anderen übertragen werden. So lassen sich Upgrades ohne Datenverschiebungen realisieren.

Es geht deutlich schneller, Controller-Upgrades mit ARL durchzuführen, als Daten zu anderen Controllern zu migrieren, die vorhandenen Controller zu aktualisieren und dann die Daten zurückzumigrieren. In dem kürzlich veröffentlichten Tech OnTap Artikel Neuerungen bei Clustered Data ONTAP 8.2 behandelte Julian Cates ARL detailliert und beschrieb die Funktionsweise und Best Practices.

Durchführung von Wartungs- und Lebenszyklusaufgaben

Jetzt kennen Sie die grundlegenden Tools. Sehen wir uns nun an, wie diese für Wartungsarbeiten und Lebenszyklusaufgaben eingesetzt werden können. In Tabelle 1 sind viele dieser Aufgaben mit den Vorteilen, die sich bei unterbrechungsfreier Durchführung bieten, zusammengefasst.

Tabelle 1) Beispiele für unterbrechungsfreie Lebenszyklus- und Wartungsoperationen

Lifecycle-OperationenVorteil
  • Umverteilen von Controller Performance, Kapazität und/oder Festplatten-Performance und Nutzung
  • Geringere Investitionskosten (Kostenaufwand im Vorfeld)
  • Besseres Lifecycle-Management
  • Beseitigung von Engpässen (bessere Performance, geringeres Risiko von ungeplanten Ausfällen)
  • Hinzufügen von Storage-Controllern oder Platten-Shelfs
  • Hinzufügen von Hardware zu Controllern
  • Bessere Performance und Dichte
  • Bessere Ausfallsicherheit
  • Upgrades von Storage-Controllern, Platten-Shelfs, Cluster Switches
  • Vermeidung von mit Störungen verbundenen Technologieaktualisierungen
Wartungsoperation 
  • Upgrades von Storage-Software
  • Frühere Nutzung neuer Funktionen
  • Upgrades von System, Festplatte, Switch, Firmware
  • Beseitigung von potenziellen Risiken
  • Austausch ausgefallener Controller oder Komponenten eines Controllers wie NIC, HBA und ausgefallener Storage-Komponenten wie Kabel, Laufwerke, I/O-Module
  • Geringerer administrativer Overhead

Durchführung von Wartungsaufgaben

Viele Daten überdauern das Storage-System, auf dem sie gespeichert sind. Langfristig muss die Software aktualisiert und die Hardware ersetzt oder repariert werden.

Updates von Software und Hardware

Das unterbrechungsfreie Upgrade (NDU) umfasst das Upgrade der Software und der Firmware des Storage-Systems. Das NDU ist eine umfassende Lösung:

  • Betriebssystemsoftware (Data ONTAP)
  • Betriebssystem-Firmware (BIOS)
  • Platten-Shelf Firmware
  • Festplatten-Firmware
  • Firmware des Alternate Control Path (ACP)

Diese Aufgaben werden so durchgeführt, dass die I/O-Unterbrechungen kurz bleiben. Die Applikationen laufen weiter, ohne dass Benutzer benachrichtigt oder Ausfallzeiten kompliziert geplant werden müssen. Durch die Storage-Übernahme und -Rückgabe (mithilfe von ARL) im Zusammenspiel mit der LIF-Migration können Sie Wartungsoperationen an jeweils einem Controller eines Hochverfügbarkeitspaars durchführen, ohne die Datenservices zu unterbrechen. In My AutoSupport unterstützt Sie das Tool Upgrade Advisor (Zugriff auf die NetApp Support Site vorausgesetzt) bei der Planung unterbrechungsfreier Upgrades. Das Tool generiert eine vollständige Liste der zum Upgrade Ihres gesamten Clusters erforderlichen Schritte.

Vor Clustered Data ONTAP 8.2 mussten Upgrades des Betriebssystems mit dem „Rolling Upgrade“-Prozess realisiert werden, bei dem die Upgrades für die Hochverfügbarkeitspaare nacheinander, niemals gleichzeitig, durchgeführt wurden. In großen Clustern war das ein sehr zeitraubender Prozess. Mit Clustered Data ONTAP 8.2 haben Sie erstmals die Alternative, bei Clustern mit acht oder mehr Nodes ein Batch Upgrade durchzuführen. Dies verkürzt die für ein Upgrade von großen Clustern benötigte Zeit. Über das Batch Upgrade können Sie Upgrade-Operationen bei mehreren Nodes parallel durchführen und so die Gesamtzeit für ein Upgrade des gesamten Clusters verringern. Auf einem Cluster dürfen zwei unterschiedliche Versionen von Clustered Data ONTAP laufen, solange das Upgrade durchgeführt wird. Die Best Practice empfiehlt jedoch, die Zeit, in der ein Cluster im gemischten Modus läuft, so kurz wie möglich zu halten. Mit einem Batch Upgrade fällt dies leichter.

Hardwarereparatur und -austausch

Unterbrechungsfreier Betrieb unterstützt die Reparatur und den Austausch von Hardwarekomponenten im Storage-Subsystem – von Festplattenlaufwerken und Kabeln bis hin zu Controllern und Shelfs – ohne Unterbrechung. Festplattenlaufwerke sind durch RAID gesichert und können mithilfe von Standardprozeduren repariert und ausgetauscht werden, ohne dass ein Einsatz der zuvor beschriebenen Tools erforderlich wäre. Auch viele redundante Komponenten wie Kabel können nach einem Ausfall ohne Einsatz dieser Tools ausgetauscht werden.

Durchführung von Lifecycle-Operationen

Lifecycle-Operationen umfassen Aktivitäten zum Lastausgleich und zur Optimierung von Kapazität und/oder Performance sowie Operationen zur Erweiterung und Aktualisierung der Technologie in Ihrem Cluster. Eine Clustered Data ONTAP Infrastruktur ist flexibel und stabil, sodass die vielen erforderlichen Änderungen im jahrelangen, ununterbrochenen Betrieb kein Problem darstellen.

Unabhängig davon, wie gut Ihre Planung ist, entstehen unvermeidliche Situationen, in denen einige Aggregate knapp an Kapazität sind, während andere nicht ausgelastet sind. Sie können dieser Art Kapazitätsungleichgewicht einfach mithilfe von Volume-Verschiebung entgegenwirken, indem Sie Volumes von den überfüllten Aggregaten zu anderen mit mehr Platz transferieren.

Mit Performance-Ungleichgewichten können Sie ähnlich verfahren. Sie können Volumes, die eine höhere Performance benötigen, zu einem weniger belasteten Controller, auf schnellere Medien oder (in einem gemischten Cluster) zu einem leistungsfähigeren Controller verschieben. Beispielsweise ist es möglich, ein Volume, das eine höhere Performance benötigt, von einem Aggregat mit kapazitätsstarken Festplatten zu einem mit hochperformanten Festplatten, zu einem Controller mit Flash Cache oder zu einem Flash Pool Aggregat mit einer Kombination aus SSDs und HDDs zu verschieben. Umgekehrt können Sie das entsprechende Volume zu einem Aggregat mit kapazitätsstarken Festplatten verschieben, wenn die Performance-Anforderungen eines Datensatzes geringer werden.

Für Clustered Data ONTAP Cluster-Administratoren ist die Volume-Verschiebung ein Standardereignis ohne viel Arbeitsaufwand, für das normalerweise keine Änderungsanfrage erforderlich ist. Ihr IT-Team kann durch Volume-Verschiebung seine Kapazitäts- und Performance-Ziele erreichen und den Betrieb optimieren, ohne das Budget zu sprengen. Dies ist möglich, da sie einfach Daten je nach Applikationsanforderungen zu der entsprechenden Storage-Klasse verschieben können und nicht alles auf teureren, leistungsstärkeren Laufwerken bereitstellen müssen.

TechRefresh

Das „Sahnehäubchen“ beim unterbrechungsfreien Betrieb mit NetApp liegt in der Möglichkeit, eine vollständige Technologieaktualisierung störungsfrei abzuschließen. Der Austausch von Storage-Hardware war immer schon mit Störungen, großem Zeitaufwand und hohen Kosten verbunden. Tatsächlich besagt eine aktuelle Studie, dass eine Datenmigration von einem alten Storage-Array zu einem neuen im Durchschnitt ungefähr fünf Monate dauert und die Kosten für ein Array um beinahe 50 % erhöht.

Mit Clustered Data ONTAP erneuern Sie einfach Ihre gesamte Hardware, ohne Daten offline schalten zu müssen. Somit vermeiden Sie derartige versteckte Kosten. Storage-Systeme in Clustern müssen nicht vom selben Typ sein, daher können Sie eine FAS Plattform durch eine andere ersetzen – oder Ihre komplette Storage-Infrastruktur austauschen –, ohne laufende Applikationen oder beschäftigte Benutzer zu stören. Kein anderer Storage ist bisher dazu in der Lage.

Mit ARL können Sie bei einem vorhandenen Storage-Controller schnell und bequem ein Upgrade durchführen. Mit Volume-Verschiebung sind Sie in der Lage komplette Upgrades – einschließlich Laufwerken und Shelfs – durchzuführen. Bei Letzterem fügen Sie typischerweise das neue System zum Cluster hinzu und verschieben die Daten vom alten auf das neue System, bevor Sie das alte System stilllegen.

Das ist nicht nur in der Theorie möglich. Auf diese Weise wurden schon viele vollständige Technologieaktualisierungen vollzogen. Beispielsweise ist ein Benutzer, der bereits seit Langem Clustered Data ONTAP verwendet, von einem Cluster mit über 20 FAS6080 zu einem Cluster mit 16 FAS6280 Systemen mit jeweils 512 GB Flash Cache Storage gewechselt. Die Gesamtkapazität blieb auch nach der Aktualisierung bei ungefähr einem Petabyte.

Der Übergang wurde in Vierergruppen vollzogen. Das IT-Team hat vier neue Nodes hinzugefügt und die Volumes von vier der alten Nodes zu den neuen verschoben. Anschließend hat das Team die alten Nodes heruntergefahren und alle immer noch unterstützten Platten-Shelfs – ein Teil der Hardware war ziemlich alt und musste stillgelegt werden – zum nächsten Satz neuer Nodes verschoben.

Die Benutzer stellten eine deutliche Steigerung beim Durchsatz und bei der Performance fest. Darüber hinaus senkte das Upgrade die laufenden Wartungskosten. Entscheidend ist jedoch, dass der gesamte Prozess ohne Ausfallzeit durchgeführt wurde. Bedenken Sie, dass jetzt, wo ARL verfügbar ist, diese Art Upgrade noch einfacher und wesentlich schneller möglich gewesen wäre. Einige Pioniere haben ARL bereits eingesetzt, um komplette Cluster an einem einzigen Tag ohne Datenmigration oder Ausfallzeit auszutauschen.

Schlussfolgerung

Clustered Data ONTAP bringt den unterbrechungsfreien Betrieb weiter voran. Ein paar einfache Tools – Volume-Verschiebung, LIF-Migration und Aggregatverschiebung – ermöglichen die schnelle und einfache Durchführung von Wartungs- und Lebenszyklusaufgaben, die zuvor ohne geplante Ausfallzeiten und erhebliche Unterbrechungen nicht möglich gewesen wären. Die Möglichkeit, Aufgaben nach Bedarf zu erledigen, anstatt auf ein seltenes Ausfallzeitfenster warten zu müssen, bedeutet, dass Ihre Storage-Umgebung optimiert ist und Risiken deutlich verringert werden.

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Von Charlotte Brooks, Technical Marketing Engineer

Charlotte Brooks ist TME für Clustered Data ONTAP. In den mehr als fünf Jahren bei NetApp hat sie unzählige Dokumente zu Clustered Data ONTAP und Storage-Management verfasst und präsentiert. Derzeit beschäftigt sie sich mit unterbrechungsfreiem Betrieb und unterbrechungsfreien Upgrades.

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