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Die vier grundlegenden Elemente der Cloud

Mit der Einführung der Cloud hilft Ihnen NetApp gezielt bei der Beschleunigung Ihrer Cloud-Implementierung. Viele branchenführende Unternehmen nutzen die Storage-Lösungen von NetApp als Grundlage für ihre privaten, öffentlichen und hybriden Clouds. Aufgrund unserer Erfahrungen können wir vier grundlegende Elemente identifizieren, die Unternehmen bei der Umstellung ihrer virtualisierten Shared IT-Infrastruktur zur privaten Cloud einbeziehen sollten.

Tabelle 1) Die vier grundlegenden Elemente der privaten Cloud.

Service-Katalog Definieren Sie Ihre Services mit klar festgelegten Richtlinien und Service Levels.
Service-Analyse Optimieren Sie Ihre Services mit zentralisierten Prozessen zum Monitoring, zur Nutzungsmessung und zur Kostenverrechnung, um die Transparenz zu verbessern und sowohl das Kosten- als auch das SLA-Management zu vereinfachen.
Automatisierung Stellen Sie Services mithilfe von Integration und Automatisierung von Provisionierung, Sicherung und Betrieb schneller bereit.
Self-Service Unterstützen Sie Ihre IT und Ihre Endbenutzer durch ein Self-Service-Portal für Service-Anfragen.

 

Diese Elemente werden in aktuellen White Papers detailliert beschrieben (siehe Randleiste). Sie konzentrieren sich auf die Management Software von NetApp, mit deren Hilfe eine richtlinienbasierte Service-Effizienz möglich wird, sowie auf viele erweiterte Funktionen zur Verbesserung der Storage-Effizienz. Sie beschreiben außerdem, wie die NetApp APIs in die personalisierten Koordinierungslösungen anderer Anbieter integriert werden und Sie in die Lage versetzen, ein umfassendes Storage-Management als Bestandteil Ihrer Services anzubieten.

In einem weiteren Artikel dieser Tech OnTap Ausgabe wird das NetApp OnCommand Management-Portfolio beschrieben, wobei der Schwerpunkt auf OnCommand 5.0 Unified Manager liegt. Die NetApp OnCommand Management-Funktionen sind eine wesentliche Komponente der Cloud-Implementierungen von NetApp.

Dieser Artikel bietet Ihnen eine Übersicht über die vier Elemente. Beachten Sie, dass Überschneidungen zwischen den Elementen auftreten können. Es ist zum Beispiel möglich, einen Storage-Katalog ohne Automatisierung zu entwickeln und zu implementieren. Er kann aber auch implementiert und gleichzeitig automatisiert werden.

Service-Kataloge

Service-Kataloge vereinen alle Elemente Ihrer IT-Infrastruktur (Server, Netzwerke und Storage) und ermöglichen eine schnelle Implementierung Ihrer vollständigen Business-Services. Endbenutzer profitieren von der Einfachheit, welche sich durch stark abstrahierte Serviceanfragen ergibt, die die zugrunde liegenden detaillierten Befehle zur Ausführung der eigentlichen Operationen maskieren. Service-Kataloge ermöglichen Ihnen, standardisierte Angebote zu erstellen, die das Management erleichtern und ein erster Schritt auf dem Weg zur Automatisierung und zu Self-Service-Portalen sind.

Die Definition eines Storage-Service-Katalogs ist ein entscheidender erster Schritt für die Bereitstellung von IT als Service. Wenn die IT-Abteilung den Ansatz der Service-Kataloge mit in Pools zusammengefassten Ressourcen übernimmt, die mit definierten SLAs beschrieben werden, lassen sich die folgende Vorteile realisieren:

  • beschleunigte Entwicklung und Implementierung von Services mit Self-Service-Automatisierung
  • höhere Qualität und Flexibilität von IT-Services mit automatisierter Storage-Bereitstellung
  • gesamtes Management mit derselben Konsole und denselben Tools
  • konsistente, wiederholbare Prozesse zur Storage-Bereitstellung mithilfe von Lösungen zum Cloud Management
  • optimale Nutzung von Automatisierungstechnologien zur Bereitstellung von Storage und Service-Effizienz und zum gleichzeitigen Ausschließen von menschlichen Fehlern
  • standardisierte Nutzung der Storage-Infrastruktur mit wiederholbaren Bereitstellungs- und Datensicherungsrichtlinien

Wenn Sie einen Storage-Service-Katalog planen, müssen Sie mehrere wichtige Designüberlegungen einbeziehen.

  • Wie sollte Storage bereitgestellt werden? Zu beachtende Aspekte sind die Festplattenart, das RAID Level, die Zugriffsmethode (NAS oder SAN) und die Notwendigkeit einer Hochverfügbarkeitskonfiguration.
  • Wie sollte der Storage auf Ausfälle reagieren? Die Recovery-Zeitvorgabe und der Recovery-Zeitpunkt müssen für jedes Service Level berücksichtigt und klar definiert werden.
  • Wie sollte der Storage gesichert werden? Wichtige Aspekte hierbei sind die Sicherungshäufigkeit, der Backup-Standort und die Datenhaltung.

Tabelle 2 enthält ein Beispiel für einen typischen Storage-Service-Katalog.

Tabelle 2) Beispiel für Storage Service Levels in einem Storage-Service-Katalog.

Service Level Performance Disaster Recovery Backup
Gold hoch Ja Spiegelung (alle 10 Min.) + Backup (30-tägige Aufbewahrung)
Silver mittel bis hoch NeinBackup (alle 24 Stunden, 30-tägige Aufbewahrung)
Bronze so gut wie möglich Neinnur lokales Backup

 

NetApp bietet verschiedene Technologien, mit denen die Storage-Effizienz verbessert wird, einschließlich Virtualisierung und Thin Provisioning von Volumes, Deduplizierung von redundanten Daten und platzsparende Backups, Klone und Replizierungen basierend auf Snapshots. Durch die Integration dieser effizienten Technologien in Ihren Storage-Service-Katalog wird die Effizienz Ihrer privaten Cloud deutlich verbessert, da die gewünschten Einstellungen bei jeder Bereitstellung von Storage zur Verfügung stehen.

NetApp OnCommand vereinfacht die Definition und Verwendung eines Storage-Service-Katalogs, der dafür sorgt, dass die NetApp Storage-Effizienz integraler Bestandteil Ihres Bereitstellungsprozesses ist. Da Ihre Infrastruktur kontinuierlich wächst, besteht die Möglichkeit, Ihren Storage-Service-Katalog mit dem NetApp Management SDK und unseren offenen APIs in ein Self-Service-Portal eines Drittanbieters oder in ein intern entwickeltes Self-Service-Portal zu integrieren.

Storage-Kataloge mit Self-Service-Unterstützung beschleunigen die Service-Erbringung in der Cloud.

Abbildung 1) Storage-Kataloge mit Self-Service-Unterstützung beschleunigen die Serviceerbringung in der Cloud.

Service-Analyse

Sobald Ihre IT-Umgebung auf definierten Services beruht, sollten Sie unbedingt darüber Bescheid wissen, was mit jedem einzelnen Service geschieht. Es ist notwendig, die gesamte Umgebung vollständig messen und analysieren zu können, um Service Level Agreements (SLAs) zu liefern und zu verbessern sowie weiterhin die Effizienz zu verbessern und die Kosten zu senken. Die Analyse geht über das einfache Monitoring hinaus und ermöglicht Ihnen Folgendes:

  • Bestimmung von Servicepfaden (alle VMs, Server, Netzwerkgeräte und der gesamte Storage bis auf die Ebene des Datenspeichers) und Überprüfung der Redundanz dieser Pfade
  • Festlegung von Richtlinien in Bezug auf die Zugänglichkeit, Performance und Verfügbarkeit der Service-Pfade
  • intelligente Datenanalyse zur Einhaltung von Richtlinien und zur optimalen Ressourcennutzung
  • präzisere Kapazitätsplanung
  • Erstellen von Berichten für Benutzer (Geschäftseinheiten, Abteilungen, Workgroups usw.) zu ihrer tatsächlichen Datennutzung

Virtual Server- und Storage-Services sind grundlegende Bestandteile einer privaten Cloud. Storage Services spielen eine besonders große Rolle – nicht nur für Applikationsdaten, sondern auch als Boot-Geräte und als Storage für virtualisierte Umgebungen. Dies verursacht zusätzliche Komplexität, die weit über die gewöhnlichen Szenarien mit Applikationsdaten hinausgeht. Monitoring- und Analyseprozesse sollen Unterstützung bei der Korrelation dieser verschiedenen Szenarien bieten. Die NetApp OnCommand Produkte sind genau dazu in der Lage.

NetApp OnCommand Insight (vormals NetApp SANscreen und Akorri BalancePoint) ist der Grundstein des NetApp Ansatzes für die Service-Analyse. Insight bietet einen ganzheitlichen Überblick über die virtualisierte und die Storage-Infrastruktur als einheitliches Set an Services. Diese Übersicht wird mithilfe von Analysen, Bestandsaufnahmen, Korrelationen, Service-Pfaden, Simulationen und der Bestimmung von Ursachen erstellt. Vorteile der NetApp OnCommand Insight Produkte:

  • Wichtige Performance-Kennzahlen. Manche Produkte bieten zwar eine Unmenge an Daten, doch Endbenutzer und IT-Administratoren sehnen sich vor allem nach einer Anleitung, wie sie korrekte Entscheidungen treffen. OnCommand stellt die nötigen Informationen bereit, mit denen Management-Entscheidungen in Private Cloud-Implementierungen wohlinformiert getroffen werden können.
  • Optimierte Unterstützung von Umgebungen mehrerer Anbieter. Es gibt nur wenige Implementierungen, die wahrlich auf einer grünen Wiese erstellt werden (d. h., es gibt für sie keinerlei bestehende Einschränkungen). Selbst für ein neues Datacenter nutzen Unternehmen in der Regel bereits vorhandene Investitionen. Um also wirklich effizient zu funktionieren, muss eine Lösung in der Lage sein, sämtliche Technologien unterschiedlicher Anbieter im Infrastruktur-Stack komplett zu überwachen. Die Lösung muss außerdem mit den verschiedenen Tools und Datenbanken in der Management-Umgebung interagieren können.
  • Analyse virtualisierter und physischer Infrastrukturen. Private Clouds werden in einer virtualisierten Infrastruktur implementiert. Trotzdem müssen manche Applikationen unter Umständen weiterhin in einer physischen Infrastruktur untergebracht werden. Die IT-Abteilung muss ihre Service Levels über die gesamte Infrastruktur hinweg erbringen, sowohl für die physischen als auch für die virtualisierten Komponenten.

NetApp OnCommand Insight kann für verschiedene Anwendungsszenarien privater Clouds sowie für untergeordnete Aufgaben dieser Szenarien eingesetzt werden.

Ausbalancierung und Optimierung von Virtual Machines (VMs) und Storage Workloads. Führen Sie mit OnCommand Insight die folgenden Aufgaben aus und sorgen Sie dafür, dass Ihre Cloud innerhalb der gewünschten Parameter funktionsfähig bleibt:

  • Analyse der Service-Stabilität
  • Vorhersage und Lösung von Performance-Problemen, bevor die Probleme eintreten
  • Schnelle Identifizierung und Behebung von Engpässen
  • Optimiertes Storage Tiering
  • Auswahl der besten Ressourcen für neue Implementierungen.

Durch die Analyse der Last-Performance mit OnCommand Insight können Schwierigkeiten wie Plattenkonflikte, Performance-Muster, Blockierungen und Topologieschwierigkeiten identifiziert werden.

Abbildung 2) Durch die Analyse der Last-Performance mit OnCommand Insight können Schwierigkeiten wie Plattenkonflikte, Performance-Muster, Blockierungen und Topologieschwierigkeiten identifiziert werden.

Gewährleistung wirksamer Storage Services und richtlinienkonformer Konfigurationen. Die Einhaltung interner Richtlinien und externer Vorschriften ist für viele Unternehmen von wesentlicher Bedeutung. OnCommand Insight ermöglicht Ihnen, dies zu erreichen, indem Sie die folgenden wichtigen Aufgaben erfüllen:

  • Definition von Richtlinien für Zugriff, Verfügbarkeit und Performance von Service-Pfaden und Einhaltung dieser
  • Festlegen von Höchst- und Mindestschwellenwerten, damit Cloud Services erwartungsgemäß ausgeführt werden
  • Erstellen von intelligenten Schwellenwerten und Alarmen für Thin Provisioning
  • Vergleichen der Echtzeitdaten des Service-Pfads mit festgelegten Richtlinien und Senden von Alarmen bei Verstößen
  • Validierung von Änderungen vor, während und nach der Ausführung zur Minimierung von Risiken
  • Erstellen von detaillierten Aufgabenlisten für Änderungen
  • Prüfung und Protokollierung aller Änderungen

Mit OnCommand Insight erstellen Sie eine detaillierte Aufgabenliste zur Implementierung der getesteten Änderungen. Insight validiert Änderungen auch vor, während und nach ihrer Durchführung.

Abbildung 3) Mit OnCommand Insight erstellen Sie eine detaillierte Aufgabenliste zur Implementierung der getesteten Änderungen. Insight validiert Änderungen auch vor, während und nach ihrer Durchführung (nicht angezeigt).

Präzise Vorhersage des Kapazitätsbedarfs anhand von Trendberechnungen. Die vorschnelle Investition von Kapital kann sich sowohl auf Ihr Investitions- als auch auf Ihr Betriebsbudget auswirken. Mit OnCommand Insight kaufen Sie nur, was notwendig ist, und zwar zum richtigen Zeitpunkt. Außerdem erhalten Sie die folgenden Funktionen:

  • Erstellung von Kostenberichten und Verbesserung des Kostenbewusstseins
  • Anzeige der entstehenden Kosten (Showback)

Automatisierung

Die Automatisierung ist eine wichtige Komponente der Cloud-Infrastruktur. Sie ermöglicht Endbenutzern nahezu unmittelbaren Zugriff auf Hardware-Ressourcen. Außerdem bietet Sie Ihnen die Möglichkeit, Services im Einklang mit Kundenanforderungen dynamisch zu skalieren. Gleichzeitig schließen Sie menschliche Fehler bei der Durchführung von Routineaufgaben aus.

Bei der Umstellung von der Infrastrukturoptimierung zur Service-Optimierung ermöglicht die Automatisierung durch detaillierte Richtlinien die Bereitstellung von On-Demand Computing- und Storage-Ressourcen für verschiedene Applikationen und Benutzer. Richtlinienbasiertes Management verringert nicht nur den Administrationsaufwand, sondern ermöglicht auch die Bereitstellung vorhersehbarer Services und verringert die Verschwendung von Ressourcen. Ein servicebasiertes Modell bietet außerdem noch weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der IT-Effizienzen. Sie können beispielsweise Ressourcen zuweisen, die Benutzer für bestimmte Services nutzen. Infolgedessen ist es möglich, diesen Services Kosten zuzuweisen und Abteilungen oder Geschäftseinheiten für ihre Nutzung verantwortlich zu machen. Im Storage-Umfeld bildet die Automatisierung die Grundlage für die schnellere Provisionierung von Storage und Virtual Machines, eine bessere Datensicherung und ein weniger kompliziertes Management.

Dank der integrierten Storage-Automatisierungsfunktionen von NetApp führen Sie innerhalb von Minuten umfangreiche Bereitstellungs-, Klon- und Backup-Prozesse durch. NetApp OnCommand unterstützt eine servicebasierte Architektur durch die Erfassung der wichtigsten Merkmale und Funktionen des NetApp Storage und ihre Verknüpfung mit Services, die ohne komplexe Skripts, Tabellenkalkulationen oder tiefgehende Kenntnis der NetApp Technologien erbracht werden. Die OnCommand Provisionierungs- und Sicherungsfunktionen (früher NetApp Provisioning Manager und NetApp Protection Manager) sind am besten für die Automatisierung geeignet und von wesentlicher Bedeutung für diese. Diese Funktionen ermöglichen NetApp, den zuvor beschriebenen NetApp Storage-Service-Katalog zu automatisieren. Bedeutende Anwendungsfälle, die durch NetApp OnCommand ermöglicht wurden:

  • Automatische Bereitstellung von Shared Storage mit Datensicherung. Storage kann aus einem entsprechenden Ressourcen-Pool automatisch mit Ihren bevorzugten und bereits konfigurierten Einstellungen für Storage-Effizienz (Thin Provisioning, Deduplizierung usw.) bereitgestellt werden. Mithilfe von Datensicherungsrichtlinien wird das Backup bzw. die Replizierung des neu bereitgestellten Storage gemäß des von Ihnen definierten Zeitplans und Aufbewahrungszeitraums durchgeführt.
  • Schnelle Provisionierung virtualisierter Infrastrukturen. NetApp ermöglicht die Bereitstellung von VM-Datenspeichern sowie das schnelle Klonen und die erneute Implementierung von VMs in VMware Umgebungen. Eine detailliertere Beschreibung der Funktion zum schnellen Klonen finden Sie in einem früheren Artikel zur NetApp Virtual Storage Console (VSC), einem Plug-in, das NetApp Management-Funktionen in VMware vCenter zur Verfügung stellt.
  • Backup und Recovery virtualisierter Infrastrukturen. Da es sich bei virtuellen Servern hauptsächlich um eine Reihe von Storage-Dateien handelt, führen virtualisierte Infrastrukturen dazu, dass die Rolle von VI-Administratoren komplexer wird, da diese mehr Zeit in Storage-Vorgänge wie Backups und Restores investieren müssen. NetApp OnCommand sorgt für die Integration von NetApp Backup- und Recovery-Funktionen in VMware und Microsoft Hyper-V. Durch die integrierten Workflows werden Virtual Machines automatisch zu Datensätzen zusammengefasst. Außerdem werden standardmäßige Backup- und Replizierungsprozesse angewendet, um konsistente zeitpunktgenaue Datenkopien der VMs, vollständige Datenspeicher (in VMware ESX Umgebungen) oder gesamte physische Festplatten (in Hyper-V Umgebungen) zu erstellen. Sie ermöglichen außerdem schnelle Restores mit unterschiedlicher Granularität.
  • Mandantenfähigkeit. Die Mandantenfähigkeit von NetApp vereint die Flexibilität und Effizienz des virtualisierten Shared Storage mit der Sicherheit und den dedizierten Ressourcen eines physischen Arrays. Mithilfe der NetApp MultiStore Software kann ein einzelnes NetApp Storage Array in mehrere virtuelle Storage-Systeme (vFiler Einheiten) partitioniert werden, die jeweils als einzelnes Storage-System angezeigt werden. Jede vFiler Einheit stellt seinen Mandanten genau wie ein physisches Storage-System richtlinienbasierte Services zur Verfügung. Da die einzelnen vFiler Einheiten auf sichere Weise isoliert werden, können Mandanten nicht auf die Storage-Ressourcen und -Daten von anderen Mandanten zugreifen. OnCommand dient als Vorlage für die Erstellung und Provisionierung von virtuellen NetApp Arrays (vFiler Einheiten) für Systeme, die mit NetApp MultiStore partitioniert wurden, und ermöglicht die Auswahl von Service Levels für die einzelnen vFiler Einheiten. Diese Funktionen können als Teil Ihres Service-Katalogs integriert werden.

Self-Service

Self-Service stellt die letzte Hürde auf dem Weg zur Implementierung einer privaten Cloud dar. Eine Self-Service-Umgebung, in der qualifizierte Benutzer IT-Ressourcen anfordern und erhalten können, ohne den IT-Support beanspruchen zu müssen, spart mehr Zeit und ist kostengünstiger als eine einfache Virtualisierung. Durch die Verwendung automatisierter Richtlinien werden manuelle Bereitstellungsprozesse beseitigt, sodass Benutzer schneller Zugriff auf Ressourcen erhalten und IT-Mitarbeiter sich auf strategisch wichtigere Zielsetzungen konzentrieren können.

Self-Service baut auf der Effizienz von Virtualisierung und Automatisierung auf und erhöht dadurch die Produktivität bei gleichzeitiger Senkung der Betriebsausgaben. Durch die Vereinfachung von Ressourcenanfragen und -beschaffung werden Abonnenten von IT-Services erhebliche Vorteile geboten. Zentrale Self-Service-Anforderungen:

  • On-Demand-Servicebereitstellung
  • SLA-Management
  • Funktionen zur Kostenanzeige und -verrechnung
  • richtlinienbasierte Automatisierung (wie im vorhergehenden Abschnitt beschrieben)

Um ihre unkontrolliert anwachsenden virtualisierten Datacenter-Umgebungen besser zu managen, setzen viele Unternehmen Cloud Management-Lösungen bei der Umrüstung auf private Clouds ein. Diese werden auch als Orchestrierungs- oder IT Service Management (ITSM) Frameworks bezeichnet und ermöglichen die zentralisierte, lückenlose Implementierung sowie das Monitoring und das Management der gesamten Cloud-Infrastruktur, einschließlich aller physischen und virtuellen Ressourcen. Mit einer Orchestrierungslösung können Sie IT-Umgebungen in Echtzeit managen, um Ihre angestrebten Geschäftsziele zu erreichen. Diese Lösungen verfügen über ein zentralisiertes Management aller Cloud-Ressourcen, darunter die Integration von Storage-Services.

Wenn es um Automatisierung und Self-Service in einer Private Cloud-Infrastruktur geht, verfolgt NetApp eine offene Strategie. Da Storage unser Schwerpunktbereich und unser Fachgebiet ist, können wir Ihnen bei der Optimierung Ihrer Ressourcen und Service-Effizienz volle Unterstützung leisten. Zur Schaffung einer kompletten Cloud-Lösung integrieren wir dann unsere Lösungen mit denen erstklassiger Virtualisierungs- und Cloud-Management-Partner, die noch umfassendere IT Service Management- und Self-Service-Funktionen bieten können. Die offenen Management-Schnittstellen von NetApp sorgen für eine schnellere Integration und verbesserte Storage-Abstraktion, sodass Software-Partner und unternehmensinterne Entwicklungsteams unsere richtlinienbasierten Automatisierungsfunktionen mühelos nutzen können.

NetApp Partner für das Cloud Management.

Abbildung 4) NetApp Partner für das Cloud Management.

Mit dem NetApp Management SDK und unseren offenen APIs erhalten Sie den gleichen Zugriff auf NetApp Funktionen für die Management-Lösungen von Drittanbietern oder Ihre eigenen angepassten Tools wie mit unseren eigenen NetApp Tools. Dazu gehört der Zugriff auf den NetApp OnCommand Storage-Service-Katalog sowie auf sämtliche Bereitstellungs- und Sicherungsrichtlinien und Ressourcen-Pools, die zur Erstellung von Storage Services notwendig sind.

Zudem bieten unsere APIs Zugriff auf OnCommand Repositorys, in denen Statistiken zur Kapazitätsauslastung, Protokollnutzung, I/O-Performance und sonstige Metriken gespeichert sind. Sie können Nutzern von Self-Service-Portalen diese Informationen zu Verrechnungszwecken zur Verfügung stellen oder diese in Finanzapplikationen integrieren. Dies ermöglicht Anwendern und Geschäftseinheiten eine Zuordnung der tatsächlichen Kosten und damit eine effektive Kostenverwaltung.

Schlussfolgerung

Die einzige Möglichkeit für Sie, noch effizienter zu werden und zusätzliche Kosten zu sparen, besteht in der Umstellung von einer technologieorientierten Infrastruktur auf eine serviceorientierte Infrastruktur mit in Pools zusammengefassten Ressourcen und erweiterten Automatisierungsoptionen:

  • Die Definition Ihrer Services und Richtlinien in einem Storage-Service-Katalog ist ein wesentlicher erster Schritt für die Bereitstellung von IT als Service.
  • Nachdem Sie die Storage-Services definiert haben, sorgen Sie mithilfe der Service-Analyse dafür, dass die festgelegten SLAs eingehalten werden und die Service-Effizienz verbessert wird.
  • Durch die Automatisierung verbessern Sie die Skalierbarkeit Ihrer IT-Umgebung, sorgen für ein effizienteres Management und ermöglichen Ihrem IT-Team, sich auf strategischere Aufgaben zu konzentrieren.
  • Self-Service vereint alle Elemente und ermöglicht den Benutzern Ihrer IT-Ressourcen, über ein Self-Service-Portal Computing-, Netzwerk- und Storage-Funktionen anzufordern und zu erhalten, ohne dass größere Eingriffe durch IT-Personal notwendig sind.

Weitere Informationen zu diesen Elementen erhalten Sie in den NetApp White Papers (siehe Randleiste).

NetApp hat erweiterte Management-Funktionen entwickelt, die Sie bei allen vier grundlegenden Elementen unterstützen. Die NetApp OnCommand Technologien erleichtern die Integration von erweiterten Storage-Funktionen von NetApp in Ihre Bereitstellungsprozesse und sorgen dafür, dass Sie Ihren Storage mit höchster Effizienz nutzen und geschäftskritische Daten immer gesichert werden. Da Sie auf unsere Funktionen über unser Netzwerk von Virtualisierungs- und Cloud-Management-Partnern und über unsere offenen APIs und NetApp Tools zugreifen können, stehen die NetApp Funktionen jedem Mitarbeiter in Ihrer IT-Umgebung je nach Bedarf für die jeweils verwendeten Tools zur Verfügung.

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David Klem

David Klem
Referenzarchitekt
NetApp


David Klem arbeitet als Referenzarchitekt für das NetApp Team für Infrastruktur- und Cloud-Implementierungen, das Best Practices und Lösungen für Cloud-basierte Architekturen entwickelt. Er ist ein leitender Architekt für FlexPod Lösungen und Lösungen für die sichere Mandantenfähigkeit. Er hat mit zahlreichen Kunden Gespräche geführt und auf Fachveranstaltungen Vorträge zum Thema Cloud Computing und Virtualisierung gehalten. David Klem kam im Jahr 2005 zu NetApp und wurde Mitglied des Teams, das den NetApp Kilo Client entwickelte, eine interne Cloud mit 1.700 Knoten, die von NetApp Engineering für eine bessere Effizienz und Hardware-Auslastung verwendet wurde.


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