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ExpressPod
David Klem
Sr. Reference Architect
Michael Zimmerman
Reference Architect

Die Datacenter-Plattform FlexPod von NetApp und Cisco ist zwar ungeheuer erfolgreich, doch war uns bewusst, dass wir etwas ein wenig anders machen mussten, um auch die Anforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen zu befriedigen. Unternehmen dieser Größe sind nicht nur äußerst sensibel, was die Kosten angeht, sondern verfügen oft nur über wenig IT-Personal für das Management einer Datacenter-Infrastruktur.

Bei ExpressPod handelt es sich um eine Infrastrukturlösung, die speziell für Situationen mit gemäßigten Workloads und eingeschränkter IT-Fachkenntnis entworfen wurde. Während FlexPod hauptsächlich für Skalierbarkeit und Flexibilität entwickelt wurde, gingen die Überlegungen bei ExpressPod in die Richtung, dass der Storage finanzierbar, einfach zu implementieren und leicht zu managen sein sollte. Um dies zu erreichen, besteht ExpressPod zur Optimierung des Managements aus zwei getesteten Standardkonfigurationen, für die Schnittstellen an Infrastruktur-Management-Software verfügbar sind.

In Anbetracht der Reaktionen, die ExpressPod bei der Ankündigung auf der VMworld Europe in Barcelona am 10. Oktober hervorgerufen hat, scheinen NetApp und Cisco alles richtig gemacht zu haben. Wir haben das Interesse einer Rekordzahl an Partnern geweckt.

In diesem Artikel beleuchten wir ExpressPod genauer. Wir sehen uns die Hauptkomponenten an, wo ExpressPod passt und wann man sich dafür entscheiden sollte.

Neue ExpressPod Datacenter-Lösung von NetApp und Cisco auf der VMworld in Barcelona

Abbildung 1) Neue ExpressPod Datacenter-Lösung von NetApp und Cisco auf der VMworld in Barcelona

Wo ExpressPod passt

ExpressPod wurde hauptsächlich für Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern entworfen. Kleinere Unternehmen benötigen einen Satz an Funktionen, der dem von FlexPod ähnelt, doch stehen Kosten und Managebarkeit im Vordergrund – insbesondere bei Unternehmen, in denen nur wenige Mitarbeiter für die IT zur Verfügung stehen.

Wachsende kleine und mittelständische Unternehmen müssen die IT-Effizienz verbessern und gleichzeitig Komplexität und Kosten senken. Wir haben ExpressPod entwickelt, um sie dabei zu unterstützen, Applikationen wie E-Mail, Collaboration, Content Management und andere auf eigenen Plattformen laufende Anwendungen zu konsolidieren. Mit der integrierten Architektur und den vereinfachten Prozessen von ExpressPod können sie Ihre IT-Ressourcen besser managen und den Übergang zu einer gemeinsam genutzten virtualisierten Umgebung leichter vollziehen.

Zunächst haben wir ExpressPod mit VMware vSphere 5 bis zur Hypervisor-Stufe getestet. Wir werden ExpressPod im Laufe der Zeit mit anderen Hypervisoren und verschiedenen Workloads testen, wobei die Priorität auf den Applikationen liegen wird, die im ExpressPod Markt am weitesten verbreitet sind.

Die Vorzüge von ExpressPod

ExpressPod erleichtert die Implementierung einer Shared IT-Infrastruktur. Die integrierten Komponenten sind für eine schnelle, wiederholbare und konsistente Implementierung standardisiert, was einen Großteil der Unsicherheiten bei den folgenden Prozessen eliminiert:

  • Ressourcenbeschaffung
  • Kapazitätsplanung und Dimensionierung
  • Übergang zur Virtualisierung
  • Betrieb und Bereitstellung

Vorteile von ExpressPod:

  • Schnellere Implementierung mit weniger Risiken: Da ExpressPod vorab konfiguriert und getestet wurde, ist er schnell betriebsbereit. Darüber hinaus können Sie Applikationen rascher und risikofreier implementieren.
  • Zentrales Management: Mit Tools von Partnern wie dem Cloupia Unified Infrastructure Controller können Sie alle Komponenten von ExpressPod über eine einzige Konsole managen. Das getrennte Management von Computing, Netzwerken und Storage über mehrere verschiedene Tools entfällt.
  • Enterprise-Funktionen zum kleinen Preis: Trotz des attraktiven Preises von ExpressPod wurde nicht auf Performance, Funktionalität oder Effizienz verzichtet. Es kommen erstklassige Komponenten mit Funktionen zum Einsatz, die oft in Lösungen für kleinere Unternehmen fehlen.
  • Vollständige Integration mit vorhandenen Umgebungen von NetApp und Cisco: Wenn Sie bereits eine FlexPod Plattform haben, fügt sich ExpressPod nahtlos in Ihre vorhandene Umgebung mit NetApp FAS Storage, Cisco UCS Servern oder Cisco Nexus Switches ein, sodass Ihre IT-Mitarbeiter keine zusätzliche Schulung benötigen. Sie können beispielsweise Daten zum Backup und/oder für Disaster Recovery von ExpressPod zu einem vorhandenen FlexPod oder NetApp Storage-System replizieren.

Details zu ExpressPod

ExpressPod besteht aus Komponenten von NetApp und Cisco und wurde von beiden vollständig validiert. Es wird in zwei Standardkonfigurationen ausgeliefert, die auf Cisco Nexus 3048 Switches, Cisco UCS C220 M3 Rack-Mount Servern und entweder einem NetApp FAS2220 oder NetApp FAS2240 Storage-System basieren.

Tabelle 1) ExpressPod Konfigurationen

ExpressPod KonfigurationNexus 3048 SwitchesUCS C220 M3 ServerNetApp Storage-SystemLaufwerke/Kapazität (Standard)
Klein22FAS2220A*12 x 600 GB/7,2 TB
Mittel24FAS2240A*24 x 600 GB/14,4 TB

*HA-Paar

ExpressPod ist in kleiner und mittlerer Konfiguration verfügbar.

Abbildung 2) ExpressPod ist in kleiner und mittlerer Konfiguration verfügbar.

Storage

Im ExpressPod kommt ein Storage-System der NetApp FAS2200 Serie mit Data ONTAP 8.1.1 in
7-Mode oder höher zum Einsatz. Der Storage ist für Hochverfügbarkeit (HA) mit zwei Storage Controllern konfiguriert, sodass ein Controller den Workload ganz übernehmen kann, sollte der andere ausfallen. Sie können darüber hinaus die gesamte Last über einen Controller laufen lassen, um unterbrechungsfrei am anderen Controller Wartungsarbeiten durchführen zu können.

Die kleine Konfiguration ist mit NetApp FAS2220 ausgestattet und unterstützt somit zwölf interne Laufwerke sowie zwei zusätzliche Festplatten-Shelves, was sich zu insgesamt 60 Laufwerken summiert. Die mittlere Konfiguration unterstützt mit dem NetApp FAS2240 bis zu 24 interne Laufwerke und bis zu insgesamt 144 Laufwerke beim Einsatz externer Shelves. Die Unified Storage-Architektur der FAS2200 Serie ermöglicht eine Konfiguration des Datenzugriffs als NAS (NFS und CIFS) und SAN (iSCSI). Mit integrierter Unterstützung von Thin Provisioning, Deduplizierung und Komprimierung bietet sie alle Funktionen einer NetApp Storage-Plattform einschließlich integrierter Datensicherung und außergewöhnlicher Storage-Effizienz.

Auf der FAS2200 Serie läuft dasselbe Data ONTAP Betriebssystem wie auf größeren NetApp Plattformen, sodass sie über dieselben Funktionen und dasselbe einfache Management verfügt. Mitarbeiter, die sich bereits mit anderen FAS Storage-Systemen oder FlexPod auskennen, werden feststellen, dass die FAS2200 Serie und ExpressPod genauso einfach zu konfigurieren und zu verwenden sind.

Server Hardware

Das Computing in ExpressPod Konfigurationen übernehmen zwei oder vier Cisco Unified Computing System (UCS) C220 M3 Rack Server, von denen jeder über zwei Achtkern-CPUs und 64 GB Arbeitsspeicher verfügt. Es handelt sich hierbei um ultrakompakte, nicht dedizierte 1-HE-Server, die für eine überragende Performance bei einer Vielzahl von Business Workloads optimiert wurden. Zu den Workloads gehören:

  • Datenbanken und Middleware
  • Hochperformante virtuelle Desktops
  • IT- und Web-Infrastruktur

Netzwerk

Die kompakten Layer 2/3 Switches der Cisco Nexus 3000 Serie verfügen über eine niedrige Latenz und für den Geschäftsbetrieb wichtige Funktionen wie virtuelle PortChannel und Network Address Translation (NAT). Im ExpressPod kommen Nexus 3048 Switches zum Einsatz. Jeder dieser 1RU Switches unterstützt 48 RJ-45-Anschlüsse mit 100/1000 Mbit/s und vier Uplink Ports mit 1/10 Gbit/s (SFP+). Auf der Nexus 3000 Serie läuft dieselbe Version von NX-OS wie auf den Switches der gesamten Nexus 3000 Serie, sodass hier die Konsistenz gewahrt wird.

ExpressPod ersetzt mit den Nexus 3048 Switches andere Nexus 3000 Switches, Nexus Fabric Extenders und von FlexPod verwendete UCS Fabric Interconnects. Dies reduziert deutlich die Komplexität und Kosten der Netzwerkstruktur.

Management

Die Wahl der Management Software für ExpressPod liegt durch die offenen Schnittstellen bei Ihnen. Sie können zum Beispiel mit Cloupia Unified Infrastructure Controller alle Ressourcen über eine einzige Benutzeroberfläche managen und so physische und virtuelle Infrastrukturen präzise steuern. Dabei stehen Ihnen über eine einheitliche Konsole umfassende Funktionen für Management und Monitoring zur Verfügung.

Service und Support

Das kooperative Support-Modell von Cisco und NetApp sorgt für eine schnelle Erkennung und Behebung von Problemen mit ExpressPod. Es handelt sich hier um dasselbe, äußerst erfolgreiche Support-Modell wie bei FlexPod. Dies spart Ihnen wertvolle Zeit und Ressourcen bei Support-Anfragen.

ExpressPod Skalierung

Sie können Ihr ExpressPod System durch Hinzufügen weiterer Komponenten vertikal skalieren oder Ihre Umgebung durch Hinzufügen weiterer ExpressPod Konfigurationen horizontal skalieren.

Vertikale Skalierung von ExpressPod erreichen Sie durch modulare Implementierung von Server- oder Storage-Kapazitäten je nach Anforderungen der Workloads.

  • Beide ExpressPod Konfigurationen können maximal 20 C220 M3 Server beherbergen.
  • Das FAS2220A der kleinen ExpressPod Konfiguration unterstützt bis zu 60 Laufwerke. In der Basiskonfiguration sind 12 hochperformante Festplatten bereits enthalten. Sie können zusätzliche Shelves mit hochperformanten Festplatten, kapazitätsstarken Festplatten, Solid-State-Laufwerken (SSDs) oder einer Kombination aus diesen konfigurieren. Die maximale Kapazität hängt von den gewählten Laufwerken ab.
  • Das FAS2240A der mittleren ExpressPod Konfiguration unterstützt bis zu 144 Laufwerke. In der Basiskonfiguration sind 24 hochperformante Festplatten bereits enthalten. Die Festplattenoptionen sind dieselben wie beim FAS2220A.

ExpressPod oder FlexPod?

ExpressPod ist eine kostengünstige, einfach zu implementierende Plattform für Umgebungen mit weniger als 500 Benutzern. Aufgrund seiner Einfachheit und seines niedrigeren Preises stellt er eine gute Wahl für kleine und mittelständische Unternehmen dar, die ihre IT-Infrastruktur konsolidieren möchten. Sie können ExpressPod vollständig konfiguriert und getestet kaufen, um Ihr IT-Personal zu entlasten.

Für IT-Abteilungen mit über 500 Benutzern, oder wenn Wachstum und Anpassungen unmittelbar bevorstehen, ist FlexPod möglicherweise die bessere Wahl. FlexPod kann von einer Entry-Level-Konfiguration bis zur Enterprise-Klasse skaliert werden und bietet das Management, die Anpassungsfähigkeit und die Integrationsmöglichkeiten, die für erfolgreiche, große IT-Implementierungen erforderlich sind. FlexPod unterstützt Cisco UCS Versionen mit höherer Performance (einschließlich Blade Server der B-Serie) und NetApp FAS (einschließlich der branchenführenden FAS6200 Serie). Das 10-Gigabit Ethernet Nexus Fabric von FlexPod kann sich bei latenzempfindlichen Applikationen mit hohem Datendurchsatz als vorteilhaft erweisen.

Kurz gesagt, entscheiden Sie sich für ExpressPod, wenn Sie eine kosteneffektive Lösung zur Konsolidierung der IT-Infrastruktur benötigen und geschäftliche Anforderungen sofort erfüllen möchten. Entscheiden Sie sich für eine FlexPod Lösung, wenn Sie mehr Wert auf Skalierbarkeit und Flexibilität legen und Ihre Organisation plant, kurzfristig zu wachsen und zu expandieren.

Schlussfolgerung

ExpressPod bietet für kleine und mittelständische Unternehmen, die IT-Ressourcen konsolidieren und die Implementierung einer virtualisierten IT-Infrastruktur beschleunigen möchten, deutliche Vorteile. ExpressPod vereint bewährte Technologien für Computing, Netzwerk und Storage in einer kostengünstigen, einfach zu implementierenden Lösung, die die Effizienz steigert und die Komplexität verringert. Ein detaillierter Implementierungs-Leitfaden erleichtert den Einstieg, insbesondere wenn nur begrenzte IT-Fachkenntnisse vorhanden sind.

Aktuelle Informationen zu ExpressPod finden Sie auf der NetApp Website zu Lösungen für den Mittelstand.

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Von David Klem, Sr. Reference Architect und Michael Zimmerman, Reference Architect

David Klem kam im Jahr 2005 zu NetApp und wurde Mitglied des Teams, das den NetApp Kilo-Client entwickelte, eine interne Cloud mit 1.700 Nodes, die von NetApp Engineering verwendet wurde. Heute ist er Teil des NetApp Infrastructure and Cloud Enablement Teams, das Best Practices und Lösungen für Cloud-basierte Architekturen entwickelt. In diesem Rahmen hält David regelmäßig Vorträge über Cloud Computing und Virtualisierung auf Branchenveranstaltungen und spricht direkt mit Kunden über ihre Bedürfnisse und Ziele. Vor seiner Tätigkeit bei NetApp war David sechs Jahre lang bei Cisco Systems tätig, wo er an der Cisco Catalyst Switch Plattform arbeitete.

Mike gehört dem NetApp Infrastructure and Cloud Enablement Team an und konzentriert sich in dieser Funktion auf Implementierung, Kompatibilität und Test von Technologien verschiedener Anbieter, um innovative End-to-End-Lösungen zu entwickeln. Seine Karriere bei NetApp begann als Architekt und Administrator des Kilo-Client, der internen Cloud-Infrastruktur von NetApp. Hierbei eignete er sich umfassende Fachkenntnis an und sammelte eine Menge Erfahrungen beim Aufbau von auf Server-, Netzwerk- und Storage-Virtualisierung basierenden Shared End-to-End-Architekturen.

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