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Was Sie schon immer über die E-Series wissen wollten
Mark Henderson
Senior Technical Marketing Manager

Im November 2013 haben wir eine Reihe von Ergänzungen für unsere E-Series Produktreihe vorgestellt. Hierzu gehörten die neue E2700 und die Erweiterungen für unser Vorzeigeprodukt E5500. (Außerdem wurde Zuwachs bei den rein Flash-basierten Storage-Arrays unserer NetApp EF-Series angekündigt. Weitere Informationen dazu finden Sie in einem anderen Artikel in dieser Ausgabe.) Die E-Series ist eine hervorragende Wahl in Situationen, in denen Sie dedizierten Storage benötigen oder der Großteil Ihres Datenmanagements von Ihrer Applikation erledigt wird.

Produktreihe E-Series

Abbildung 1: Produktreihe E-Series

Wir haben die E-Series mit dem Ziel entwickelt, SANs zu vereinfachen, und zwar durch Dynamic Disk Pools, mit denen das RAID-Management überflüssig wird, solide und perfekt auf SSDs abgestimmte I/O-Queuing-Algorithmen, bewährte Hochverfügbarkeit und Standardfunktionen wie Spiegelung, Replizierung, zeitpunktgenaue Recovery und Thin Provisioning.

Ich werde oft gefragt, wie die E-Series in das Portfolio von NetApp passt. Deswegen sollte ich solche Fragen wohl zuerst beantworten, bevor wir weiter auf die Produktmerkmale und Nutzungsfälle eingehen.

Wo die E-Series die geeignete Wahl ist

Falls Sie mit Design und Details zur E-Series nicht vertraut sind, bietet sich als Einstieg ein einführender Tech OnTap Artikel vom März 2013 an.

Es sind im Wesentlichen zwei Kriterien, die die E-Series von FAS unterscheiden:

  • Dedizierter Storage. FAS ist als Shared Storage ausgelegt, d. h., viele verschiedene Workloads teilen sich dasselbe Storage-System. Die E-Series ist die bessere Wahl für Applikationen, die dedizierten Storage benötigen. Hierzu gehören SAN-basierte Geschäftsapplikationen, dedizierte Backup-Ziele und ultrakompakte Storage Repositorys.
  • Datenmanagement. FAS integriert eine Vielzahl von Datenmanagement-, Datensicherungs- und Storage-Effizienzfunktionen, die alle Bestandteile des Storage-Systems sind. Wenn Ihre Applikation ihre eigenen Daten jedoch selbst verwaltet, bleiben diese Kapazitäten ungenutzt. In diesem Fall ist die E-Series eine hervorragende Alternative.

Während FAS unglaubliche Storage-Effizienz bietet, liefert die E-Series Performance-Effizienz mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis von der Einstiegs- bis zur Enterprise-Klasse, maximale I/O-Leistung für Festplatten bei minimalen Kosten und konstant hohe Bandbreiten- und IOPS-Werte.

Es folgen weitere Informationen zu E-Series Storage, die Sie möglicherweise interessieren. Wir möchten hier einige falsche Annahmen klären, auf die man immer wieder stößt:

  • Data ONTAP kann nicht ausgeführt werden. E-Series Systeme führen eine separate Betriebsumgebung namens SANtricity aus, die in keiner Beziehung mit Data ONTAP steht.
  • Rein Block-basiert. Bei der E-Series handelt es sich um einfachen und optimierten SAN Storage mit einem überragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Die E-Series unterstützt NAS-Protokolle nicht direkt.
  • Host-Direktverbindungen. Alle Modelle der E-Series unterstützen SAS-Hochgeschwindigkeits-Direktverbindungen zu Hosts. Sie können ein einziges Storage-System mit wenigen Servern gemeinsam nutzen, ohne dafür die Komplexität eines Netzwerks oder SAN in Kauf nehmen zu müssen.
  • SSD-Fähigkeit. Alle Modelle der E-Series unterstützen SSDs und HDDs. Sie können SSDs als persistenten Storage oder als Bestandteil eines SSD-Caches verwenden.
  • Hochverfügbarkeit. Alle E-Series Konfigurationen lassen sich mit Dual-Controllern konfigurieren, um Hochverfügbarkeit zu erzielen. Tatsächlich liefert die E-Series ebenso wie FAS eine durchschnittliche Verfügbarkeit von 99,999 %. NetApp AutoSupport ist für die E-Series Plattform erhältlich.
  • Nicht nur für HPC. Die E-Series profiliert sich in wissenschaftlichen wie auch technischen Umgebungen und ist für solche Applikationen eine exzellente Wahl. Gleichzeitig aber wird sie auch für zahlreiche geschäftliche und allgemeine Nutzungsfälle immer beliebter.
  • Gutes Zusammenspiel mit FAS. Die Zahl der Nutzungsfälle, in denen die Stärken von FAS und E-Series Storage miteinander kombiniert werden, wird immer größer. Beispiele finden Sie in weiteren Artikeln zur EF550 und zu den Highlights der Oracle OpenWorld in dieser Ausgabe.

Die neue E2700

Die E2700 ist für Remote-Niederlassungen und Zweigstellen gedacht und wird auch mittelständischen Unternehmen empfohlen. Sie ist mit Single-Controller- und Dual-Controller-Konfigurationen erhältlich. Jeder Controller unterstützt 2, 4 oder 8 GB Systemspeicher, d. h., der Maximalausbau liegt bei einer Dual-Controller-Konfiguration bei 16 GB. Ferner sind bis zu vier 12 Gbit/s SAS-Ports in der Dual-Controller-Konfiguration für die Host-Konnektivität vorhanden. Die folgenden zusätzlichen Optionen für die Host-Konnektivität sind verfügbar:

  • vier 10 Gbit/s Ethernet-Ports (iSCSI)
  • acht 16 Gbit/s Fibre Channel-Ports
  • acht zusätzliche 12 Gbit/s SAS-Ports für eine maximale Ausbaustufe von zwölf Ports

Unterstützt werden bis zu 192 Festplattenlaufwerke. Dies ermöglicht eine maximale Rohkapazität von 768 TB bei Verwendung von 4-TB-Festplatten. Die Gehäuseoptionen entsprechen denen anderer E-Series Modelle: Gehäuse für 12, 24 oder 60 Festplatten sind erhältlich. Zu den Festplattenoptionen gehören eine Vielzahl von SSD-, SAS- (10.000 U/min.) und Nearline SAS-Laufwerke (7.200 U/min.) mit unterschiedlichen Kapazitäten. Sie können verschiedene Laufwerkstypen in einem einzigen Storage-System mischen, sofern Sie eine Hybrid Storage-Lösung einsetzen.

Die E2700 bietet höhere IOPS-Werte und beinahe die doppelte Bandbreite ihrer Vorgängerversion. Auf diese Weise setzt sie in der Einstiegsklasse in Sachen Storage-Performance neue Maßstäbe. Sie erhalten in diesem Preissegment jetzt mehr Leistung als je zuvor.

Ein weiterer Vorteil der E2700 besteht darin, dass die Einrichtung dank Dynamic Disk Pools (DDP) extrem einfach ist. Daher ist die E2700 die optimale Lösung für Standorte, an denen Administratoren vielfältigste Aufgaben zu erledigen haben, sowie für Remote-Standorte, an denen die technischen Fachkenntnisse begrenzt sind. Sie schalten das Array ein, benennen es und beantworten die Frage, ob Sie DDP verwenden möchten, mit Ja. Dann teilen Sie der Software mit, wie viele Partitionen Sie benötigen und wie groß diese jeweils sein sollen. Damit ist Ihre Arbeit schon erledigt. Das Installationsprogramm muss nichts über RAID, Striping oder Datenlayouts wissen, um einwandfreie Ergebnisse zu erzielen. Erfahren Sie in diesem Tech OnTap Artikel mehr über DDP.

Nutzungsfälle für die E2700

Die E2700 unterstützt zahlreiche Nutzungsfälle.

Einfaches SAN. Wenn Ihre Managementressourcen begrenzt sind, Ihre Umgebung jedoch wächst, kann ein E-Series System die perfekte Lösung darstellen. E-Series gehört in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis zu den besten Lösungen auf dem Markt und umfasst eine Vielzahl von Enterprise-Funktionen, die andere SAN Storage-Lösungen der Einstiegsklasse nicht bieten. Zahlreiche Plug-ins unterstützen die Managementintegration mit gängiger Enterprise-Software von VMware, Microsoft oder Oracle.

Backup auf Festplatte. Wenn Sie kostengünstigen sekundären Storage benötigen, um das exponentielle Datenwachstum durch Backup-Lösungen von Anbietern wie CommVault, Symantec usw. zu bewältigen, stellt die E-Series eine kostengünstige Lösung dar, die gleichermaßen skalierbar und sicher ist.

Videoüberwachung. Das Aufzeichnen und Aufbewahren von Videoüberwachungsdaten wird eine immer größere Herausforderung, da höhere Auflösungen die Kapazitätsanforderungen erhöhen und die Performance beim Videoabruf durch die längeren Aufbewahrungszeiträume beeinträchtigt wird. Die E-Series bietet hohe Performance für die Erfassung von Videodaten und die Kapazitätsdichte, die Sie zur Unterstützung wachsender Datenbestände brauchen. Benutzerfreundlichkeit, Wartungsfreundlichkeit und Zuverlässigkeit machen sie zur ersten Wahl. Zudem bietet die E-Series genügend Performance, um Video-Echtzeitapplikationen zu verarbeiten.

Videoüberwachungs-Infrastruktur mit der E-Series

Abbildung 2: Videoüberwachungsinfrastruktur mit der E-Series

Ein führender Sicherheitsanbieter im Bereich Zuschauerschutz bei Sportveranstaltungen hat sich zur Erweiterung seiner Überwachungssysteme aus folgenden Gründen für die E-Series entschieden:

  • Dank der hohen Kapazität und Dichte können Daten länger aufbewahrt werden.
  • Die hervorragende Lese-/Schreib-Performance ermöglicht die Unterstützung von mehr Kameraaufnahmen mit höherer Auflösung.
  • Die Hochverfügbarkeit gestattet Wartungsarbeiten ohne Ausfallzeiten oder Verlust von Videodaten.
  • Das modulare Design unterstützt auch zukünftiges Bandbreiten- und Kapazitätswachstum.

Die aktualisierte E5500

Mit 12 GB/s kontinuierlicher Bandbreite und bis zu 400.000 IOPS ist die E5500 in Sachen Bandbreite überragend. Vor Kurzem wurde sie mit 16 Gbit/s Fibre Channel- und 10 Gbit/s iSCSI Ethernet-Konnektivität erweitert. Sie unterstützt 120 SSDs oder 384 SAS-Laufwerke und bietet so eine Maximalkapazität von 1,5 PB (bei Verwendung von 4-TB-NL-SAS-Festplatten).

Nutzungsfälle für die E5500

Die E5500 bewältigt alle oben für die E2700 beschriebenen Nutzungsfälle vom einfachen SAN über Business-Applikationen und zuverlässige Ziele für Festplatten-Backups bis hin zur Videoüberwachung. In jedem dieser Nutzungsfälle wählen Sie einfach das Modell der E-Series aus, das zu Ihren Kapazitäts-, Skalierbarkeits- und Performance-Anforderungen am besten passt. Natürlich helfen wir und unsere Partner Ihnen gerne bei der Auswahl der geeignetsten Option.

Außerdem ist die E5500 eine herausragende Wahl zur Erfüllung von Performance-Anforderungen in Medien- und Unterhaltungsapplikationen. Die E5500 bewältigt Bandbreiteneinschränkungen, bietet Skalierbarkeit auf viele Petabyte und stellt latenzarme Aufnahme- und Wiedergabe-Performance für das Online und Offline Editing bereit. Konfiguriert mit einem globalen File-System wie Quantum StorNext und 16 Gbit/s Fibre Channel kann die E5500 Daten wie kaum eine andere Lösung ihrer Klasse streamen.

Typische Medienkonfiguration mit StorNext File-System und FC-Konnektivität

Abbildung 3: typische Medienkonfiguration mit StorNext File-System und FC-Konnektivität

Ein Medienunternehmen hat sich für Storage der E-Series entschieden, um CGI-intensive 3D-Filmarbeiten zu unterstützen. Eine Anzahl von E-Series Konfigurationen wird zur Unterstützung von 2K- und 4K-Video verwendet, während das allgemeine File Rendering durch ein FAS2240 System unterstützt wird, das am Drehort zum Einsatz kommt, um die Nachbearbeitung bei täglichen Dreharbeiten zu unterstützen.

Schlussfolgerung

Die E-Series ist aufgrund ihrer herausragenden Performance-Effizienz und Storage-Dichte in wissenschaftlichen und technischen Bereichen extrem erfolgreich. Diese Attribute machen die E-Series jedoch auch für ein breiteres Spektrum von Applikationsumgebungen interessant. Hierzu gehören Geschäftsanwender, die den Mehrwert erkannt haben, den die E-Series aufgrund ihres einfachen und flexiblen Managements, der bewährten Zuverlässigkeit auf Enterprise-Niveau und ihrer Verfügbarkeit bietet.

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Von Mark Henderson, Senior Technical Marketing Manager

Mark Henderson verfügt über langjährige Erfahrung beim Marketing, Produktmanagement und Systems Engineering in den Bereichen Storage, Storage-Netzwerke, Networking, Datensicherung, Applikationen, Archivierung und HPC-Entwicklung und -Betrieb. Er stellt Kunden und Interessengruppen Lösungen vor und spricht gerne über Problemlösung, Video-Aufnahmen und Markterfolg.

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Weitere Informationen zur E-Series

Wenn Sie mehr über die neuesten Verbesserungen der E-Series erfahren möchten, sehen Sie sich das Video an. Hier erläutert NetApp EVP George Kurian das NetApp Portfolio und geeignete Szenarios für E-Series Produkte. Außerdem können Sie die Pressemitteilung lesen und herausfinden, wie sich Blogger und Fachzeitschriften dazu äußern.

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