NetApp Tech OnTap
     

Fünf gute Argumente, die für SANscreen sprechen

Vor etwa einem Jahr veröffentlichten wir in Tech OnTap eine detaillierte Übersicht über die Leistungsmerkmale und Funktionen von NetApp SANscreen, unserem Tool für das Management von Storage verschiedener Anbieter mit Multiprotokollunterstützung. Obwohl SANscreen in der Regel zur Optimierung von virtuellen Infrastrukturen eingesetzt wird und domänenübergreifendes Kapazitätsmanagement ermöglicht, habe ich SANscreen in meiner Funktion als NetApp System Engineer hauptsächlich dazu verwendet, Storage-Bewertungen für verschiedenste Kunden durchzuführen. So habe ich eine Menge über dieses Tool gelernt. Ich habe selbst erlebt, welche enormen Vorteile SANscreen in komplexen Storage-Umgebungen bietet.

In diesem Artikel möchte ich fünf wichtige Argumente erläutern, die für SANscreen sprechen:

  • verbessertes Kapazitätsmonitoring und -management, um Risiken zu verringern
  • vereinfachte Kostenzuordnung
  • optimierte virtuelle Infrastrukturen
  • maximale Einsparungen durch NetApp Storage-Effizienz
  • verbesserte Transparenz für V-Series Virtualisierung

Der Großteil meiner Ausführungen gilt für die meisten Storage-Lösungen in Ihrer Umgebung. Später komme ich dann zu einigen Funktionen, die wir speziell für NetApp Storage in SANscreen integriert haben.

Argument 1: Kapazitätsmonitoring und -management zur Verringerung von Risiken


Wenn Sie über eine Vielzahl von Storage-Geräten oder -Protokollen in Ihrer Umgebung verfügen – HDS, EMC, NetApp, Brocade, Cisco, iSCSI, NFS, Fibre Channel usw. –, verbessert SANscreen die Transparenz durch Host-to-Storage-Zugriffspfade, hohe Storage-Verfügbarkeit und Change Management. SANscreen arbeitet out-of-band und nahezu in Echtzeit. Da SANscreen keine Agents benötigt, ist die Installation unkompliziert und unterbrechungsfrei. SANscreen erfasst permanent Informationen über Storage-Geräte – u. a. Konfigurationen, Volumes, Zuordnungen, Sicherheitsdaten und Netzwerkprotokolle – und liefert so eine vollständige Übersicht über Ihre gesamte Storage-Umgebung.

Anhand von Parametern, wie beispielsweise Sicherheit, Freigabe, Nutzung und Schnittstellen, definieren Sie Richtlinien. Änderungen werden mit dem Servicemodell abgeglichen, um festzustellen, ob Richtlinienverletzungen vorliegen, die zu einer Beeinträchtigung der Service-Qualität oder zu Ausfällen führen können. Auf diese Weise können Sie Risiken abmildern und minimieren.

Das Kapazitätsmanagement wird durch flexible Berichtsfunktionen verbessert. Diese unterstützen Trend- und Nutzungsanalysen, Prognosen, Kapazitätsplanung, den Einkauf, die stufenweise Storage-Analyse und die Kostenzuordnung. Sie können diese Informationen gruppieren und logisch gegliedert anzeigen – beispielsweise geordnet nach Datacentern, Geschäftsbereichen, Applikationen, Storage-Ebenen usw.

Erkennung von Schwachstellen und Verringerung von Risiken
SANscreen vereinfacht die Erkennung von Schwachstellen, beispielsweise wenn ein Volume sich der Kapazitätsgrenze nähert. Mit SANscreen können Sie diese Schwachstellen managen, indem Sie für Funktionen wie Thin Provisioning Grenzwerte festlegen. Ausnahmeberichte ermöglichen Ihnen, Gruppen von Storage-Geräten zu beobachten und rasch festzustellen, wie viel Kapazität insgesamt zugewiesen und belegt ist. Wenn ein Volume per Thin Provisioning bereitgestellt wurde, können Sie anhand Ihrer Grenzwerte sofort feststellen, ob eine Überprovisionierung vorliegt, d. h. ob Sie mehr Speicherkapazität innerhalb des Aggregats oder Storage Pools zugewiesen haben, als Ihnen tatsächlich zur Verfügung steht. Schwachstellen werden angezeigt, sobald Grenzwerte überschritten werden.

SANscreen kann bei jedem Storage Pool erkennen, wenn die Menge an ungenutzter Kapazität eine bestimmte Grenze unterschreitet, und erstellt dann einen Ausnahmebericht, der Ihnen zeigt, welche Storage Pools betroffen sind. Bei Storage Pools, die per Thin Provisioning zugewiesen werden, liegt diese Grenze normalerweise bei 10 %. Auch hier gibt es eine Überprovisionierungsgrenze, die standardmäßig bei 150 % liegt.

SANscreen überwacht zudem Verstöße und Schwachstellen bei einer Reihe weiterer Faktoren, wie beispielsweise bei Konnektivität, Maskierung, Zuordnung, Zonenbildung, Port-Nutzung und verwaistem Storage.

Analyse von Kapazitätstrends
Neben der Erkennung akuter kapazitätsbezogener Schwachstellen liefert SANscreen Trenddaten, die Ihnen zeigen, über wie viel Storage Sie auf den einzelnen Storage-Ebenen verfügen und wie viel Storage Sie wahrscheinlich in nächster Zeit benötigen werden.

Anhand der Verlaufsdaten, die im SANscreen Data Warehouse gesammelt werden, kann prognostiziert werden, wann die Storage-Ebenen der Datacenter die jeweiligen Kapazitätsgrenzen erreichen.

Abbildung 1) Anhand der Verlaufsdaten, die im SANscreen Data Warehouse gesammelt werden, kann prognostiziert werden, wann die Storage-Ebenen der Datacenter die jeweiligen Kapazitätsgrenzen erreichen.

 

Argument 2: Vereinfachte Kostenzuordnung


Die meisten Unternehmen bestehen aus mehreren Geschäftsbereichen und Abteilungen wie beispielsweise Rechtsabteilung, Entwicklung, Marketing, Betriebsprozesse, Personalabteilung usw. Jeder dieser Bereiche kann mit eigenem Storage, eigenen Servern und eigenen Applikationen ausgerüstet sein, für die Performance SLAs gelten. Mit SANscreen können Sie sich ein klares Bild von der Kapazität und Auslastung jedes dieser Bereiche machen. Sie können die Umgebung mit Kennzeichnungen versehen, die Storage, Storage-Ebene und Service-Pfade der einzelnen Geschäftseinheiten identifizieren. Auf diese Weise sehen Sie sofort, wie viel Storage die verschiedenen Geschäftsbereiche auf den einzelnen Storage-Ebenen innerhalb eines bestimmten Zeitraums genutzt haben. Anhand dieser detaillierten Informationen können IT-Abteilungen und Unternehmensbereiche gemeinsam Entscheidungen über die sinnvolle Verwendung von Storage-Kapazitäten treffen. Außerdem ermöglicht die kontinuierliche Überwachung, in jedem Geschäftsbereich präzise SLAs einzuhalten.

Mit SANscreen können Sie spezielle Storage-Ebenen definieren. Da die Service-Pfade jedes Geschäftsbereichs bekannt sind, kann SANscreen zum Zweck der Kostenzuordnung ermitteln, wie viel Kapazität die Geschäftsbereiche auf den einzelnen Ebenen nutzen.

Abbildung 2) Mit SANscreen können Sie spezielle Storage-Ebenen definieren. Da die Service-Pfade jedes Geschäftsbereichs bekannt sind, kann SANscreen zum Zweck der Kostenzuordnung ermitteln, wie viel Kapazität die Geschäftsbereiche auf den einzelnen Ebenen nutzen.

 

Argument 3: Optimierte virtuelle Infrastrukturen


Nachdem Sie anfänglich durch Virtualisierung Ihre Effizienz gesteigert haben, kann es um einiges schwieriger sein, weitere Verbesserungen zu erzielen und Ihre Kosten zu senken.

Mit SANscreen erhalten Sie eine vollständige Übersicht über die von Ihrer virtuellen Infrastruktur genutzten End-to-End-Service-Pfade für SAN-Protokolle und NFS. SANscreen bietet Ihnen Überwachung, Alarmierung und Berichte über Ihre virtuelle Infrastruktur hinweg. Die Software kann sogar spezifischen NFS-Ressourcen Hosts, Applikationen, Busse und Pfade zuordnen.

Zuordnung von VMs zu spezifischen Storage-Ressourcen

Abbildung 3) Zuordnung von VMs zu spezifischen Storage-Ressourcen

Mit SANscreen können Sie Lasten sowohl auf virtuelle als auch auf physische Infrastrukturen verteilen. Zudem können Sie ungenutzte VMs und VMs mit überbelegtem Storage ganz einfach ausfindig machen, um die Zunahme an VMs unter Kontrolle zu halten.

 

Argument 4: Maximierte Einsparungen durch NetApp Storage-Effizienz


Bis hierher habe ich hauptsächlich Funktionen erläutert, die heterogenen Storage betreffen. SANscreen verfügt jedoch auch über spezielle Funktionen zur Überwachung von NetApp Storage. Es gibt eine ausschließlich für NetApp lizenzierte SANscreen Version für alle NetApp Systeme mit bis zu 600 TB Kapazität.

Viele IT-Abteilungen stehen Veränderungen in ihren Produktionsumgebungen vorsichtig gegenüber. Ähnliche Skepsis sehen wir oft bei Funktionen zur Verbesserung der Storage-Effizienz wie Deduplizierung, Thin Provisioning und FlexClone. SANscreen unterstützt Sie bei der Überwachung dieser Funktionen, damit Sie den vollen Nutzen daraus ziehen können.

Beispielsweise zeigt Ihnen SANscreen, wie hoch die Überprovisionierung beim Thin Provisioning auf der Ebene von Geräten, Storage Pools und Geschäftsbereichen ist. So können Sie Thin Provisioning-Kapazitäten optimal zuweisen.

Benachrichtigung bei Überprovisionierung je nach Stufe und Geschäftsbereich

Abbildung 4) Benachrichtigung bei Überprovisionierung je nach Stufe und Geschäftsbereich

Bei Thin Provisioning behalten Sie dank SANscreen einen Überblick über all Ihre Systeme und die entsprechende Überprovisionierung. Wenn die festgelegten Grenzwerte überschritten sind, werden Sie benachrichtigt. Sie können auch sehen, auf welchen Volumes die NetApp Deduplizierung ausgeführt wird und wie viel Speicherplatz Sie damit sparen. Bei jedem Volume, das ein FlexClone Volume eines anderen Volumes ist, kann SANscreen Ihnen sagen, von wo aus es geklont wurde und inwieweit der Klon noch gemeinsam mit dem Quell-Volume genutzt wird.

 

Argument 5: Verbesserte Transparenz für V-Series


Die Fähigkeit, Service-Pfade in NetApp V-Series Umgebungen zu visualisieren, ist ein weiterer Vorteil von SANscreen. V-Series wurde als Front-End-Lösung für Drittanbieter-Storage entwickelt, um alle NetApp Funktionen für den Storage anderer Anbieter zur Verfügung zu stellen. Mit SANscreen sehen Sie den gesamten Service-Pfad – vom Host über den V-Series Controller, das Aggregat und die virtuelle LUN bis hin zu ausführlichen Details über die physischen Festplatten-Volumes auf dem Back-End Array.

Drei Ansichten der V-Series Storage-Virtualisierung

Abbildung 5) Drei Ansichten der V-Series Storage-Virtualisierung

Abbildung 5 zeigt eine SANscreen Visualisierung mit drei verschiedenen Topologieansichten für einen Host mit FC-Anbindung. Spezielle Informationen wie beispielsweise WWNs und Portnummern können in einer Detailansicht für jede der Geräteverbindungen angezeigt werden.

  • Die oben links dargestellte Topologie zeigt, dass zwei HBA-Verbindungen zwischen dem Host und dem FC-Switch vorhanden sind und vier Verbindungen zwischen dem Switch und dem V-Series Controller. Von den vier FC-Verbindungen zwischen dem Switch und dem V-Series Controller sind nur zwei grün dargestellt, was bedeutet, dass Zonenbildung und Maskierung hier fehlerfrei sind.
  • Die unten links dargestellte Topologie zeigt, dass zwei Verbindungen zwischen dem V-Series Controller und dem FC-Switch vorhanden sind und vier Verbindungen zwischen dem Switch und dem CLARiiON Back-End Storage. Jede der Verbindungen ist grün dargestellt. Das bedeutet, dass alle Pfade fehlerfrei konfiguriert sind.
  • Die rechts dargestellte Topologie zeigt, dass die in den Client eingebundene LUN (LUN1) auf einem FlexVol Volume (vol1clariion) des V-Series Systems erstellt wurde. Das FlexVol Volume wiederum wurde auf einem Aggregat (des V-Series Systems) aus virtuellen Datenträgern (die aus den Back-End Volumes 0, 1 und 2 bestehen) auf dem CLARiiON Array erstellt.

Schlussfolgerung

Wenn Ihre Storage-Umgebung und Ihre virtuelle Infrastruktur so komplex geworden sind, dass sie nicht mehr gemanagt werden können, ist SANscreen vielleicht die ideale Lösung für Sie. Mit SANscreen können Sie Ihre aktuelle und zukünftige Storage-Infrastruktur planen und damit Kapital- und Betriebsausgaben senken und gleichzeitig für verbesserte Service Level sorgen. SANscreen liefert Ihnen aussagekräftige Informationen über Ihre Storage-Umgebung sowie über deren Zusammenwirken mit Servern und VMs. Bessere Informationen führen zu besseren Entscheidungen und verbesserten betrieblichen Prozessen.

 Was halten Sie von SANscreen?

Die NetApp Community ist offen für Ihre Fragen, Ideen und Anregungen!

Mark Conahan

Mark Conahan
System Engineer Team Lead
NetApp

Mark Conahan ist Teamleiter der System Engineers innerhalb des NetApp SANscreen Geschäftsbereichs. Er führt SANscreen Demos und Fehlerbehebungen durch und setzt das Tool regelmäßig für verkaufsvorbereitende Storage-Bewertungen ein. Mark Conahan verfügt über 13 Jahre Branchenerfahrung und war u. a. 3 Jahre lang für Brocade und 9 Jahre lang für SGI tätig.

 
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