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Storage Effizienz in Clustered Data ONTAP
Julian Cates
Technical Marketing Engineer

Die Clustered Data ONTAP Architektur ist ein hochgradig virtualisiertes Storage-Betriebssystem, das physischen Storage zu einer Reihe von Storage Virtual Machines (SVMs) abstrahiert. Dadurch lassen sich richtlinienbasierte Storage-Services für SAN- und NAS-Umgebungen mit nativer Mandantenfähigkeit bereitstellen. Der Tech OnTap Newsletter umfasst mehrere aktuelle Artikel zu Clustered Data ONTAP, deren Schwerpunkt die Funktionen des neuen Release 8.2 sind. Der erste Artikel bot einen Überblick über neue Funktionen und der zweite beschäftigte sich ausführlich mit dem unterbrechungsfreien Betrieb.

 

Dank Clustered Data ONTAP werden Ihr Storage und Ihre IT-Mitarbeiter produktiver und effizienter, d. h. Sie können Ihre Storage-Infrastruktur skalieren, ohne die Größe Ihrer IT-Abteilung zu verändern. Die Managementprozesse lassen sich entsprechend anpassen, sodass eine Verdopplung des Storage nicht unbedingt eine Verdopplung des Arbeitsaufwands bedeutet. Komplexe Aufgaben werden durch die einheitlichen Funktionen und Abläufe vereinfacht. Dadurch können sich Ihre IT-Mitarbeiter auf das Lösen dringlicherer Probleme konzentrieren. Darüber hinaus nimmt mit zunehmender Systemskalierung auch die betriebliche Effizienz zu.

 

Mit Clustered Data ONTAP profitieren Sie von der Konsolidierung und gemeinsamen Nutzung derselben Infrastruktur durch Workloads oder Mandanten mit unterschiedlichen Performance-, Kapazitäts- und Sicherheitsanforderungen. Dank der umfassenden Funktionen für effizienteren Storage lassen sich außerdem die Storage-Kosten senken.

 

In diesem Artikel gehe ich näher auf die NetApp Technologien zur Steigerung der Storage-Effizienz in Clustered Data ONTAP ein. Mithilfe dieser Technologien, ob einzeln oder zusammen verwendet, können Sie die benötigte Storage-Kapazität deutlich verringern. Durch die Verringerung des implementierten Storage reduziert sich nicht nur Ihr Investitionsaufwand, sondern es werden auch die Kosten für Strom, Kühlung, Datacenter-Fläche und administrativen Overhead gesenkt.

 

Durch die Verwendung mehrerer Storage-Effizienztechnologien lassen sich die Storage-Einsparungen vervielfachen und die Storage-Gesamtkosten senken.

Abbildung 1) Durch die Verwendung mehrerer Storage-Effizienztechnologien lassen sich die Storage-Einsparungen vervielfachen und die Storage-Gesamtkosten senken.

 

 

Des Weiteren gehe ich in dem Artikel auf die Neuerungen und Unterschiede der vielfältigen Data ONTAP Technologien ein, die zur Storage-Effizienz beitragen, und insbesondere auf die SnapVault Technologie, die neu in Clustered Data ONTAP 8.2 hinzugefügt wurde.

Vergleich von Clustered Data ONTAP und 7-Mode

Die meisten Storage-Effizienzfunktionen von Clustered Data ONTAP sind den Ihnen möglicherweise bereits vertrauten Funktionen von Data ONTAP 7G und Data ONTAP 8 7-Mode ähnlich. Wenn Sie in den vergangenen Jahren die Reihe „Tech OnTap – Back to Basics“ verfolgt haben, kennen Sie wahrscheinlich NetApp Funktionen wie Thin Provisioning, Deduplizierung, FlexClone, SnapMirror, RAID-DP und Komprimierung bereits sehr gut. Wenn Sie mit diesen Funktionen oder einigen davon noch nicht vertraut sind, bieten die folgenden Back to Basics-Kapitel eine hervorragende Einführung.

 

 

Es gibt derzeit (noch) kein Kapitel zu SnapVault. Erwähnenswert ist, dass Thin Provisioning, Deduplizierung, Komprimierung und RAID-DP kostenlos verfügbar sind. Wenn Sie ein NetApp FAS oder V-Series System kaufen, sind diese Funktionen inbegriffen.

 

Einige Storage-Effizienztechnologien wie RAID-DP und Snapshot sind in 7-Mode und Clustered Data ONTAP fast identisch. Deshalb werde ich nur kurz darauf eingehen. Für die anderen Technologien stelle ich Ihnen die Neuerungen und Unterschiede vor, wobei ich als Erstes näher auf SnapVault eingehen werde.

SnapVault: Neuerungen bei Clustered Data ONTAP 8.2

Die wichtigste neue Storage-Effizienzfunktion in Clustered Data ONTAP ist die SnapVault Technologie mit Thin Replication. SnapVault ist die NetApp Lösung für platzsparendes Disk-to-Disk Backup. Sie führt asynchrone Replizierungen mithilfe von NetApp Snapshot Kopien eines primären Volumes durch. Nach Erstellung der Basiskopie sind nur noch inkrementelle Backups erforderlich. Diese sind sehr effizient, da nur die Datenblöcke kopiert werden, die sich seit der letzten Snapshot Kopie geändert haben.

 

Sie können bei Bedarf eine SnapMirror Beziehung in eine SnapVault Beziehung umwandeln. Der wesentliche funktionale Unterschied zwischen SnapMirror und SnapVault besteht darin, dass Sie mit SnapVault verschiedene Zeitpläne für die Aufbewahrung von Snapshot Kopien auf dem primären und sekundären Volume erstellen können. (Snapshot Kopien dienen als inkrementelle Backups.) Sie können Snapshot Kopien aufbewahren, die vom primären Storage für den sekundären Storage freigegeben wurden. Pro Volume können Sie bis zu 251 Snapshot Kopien aufbewahren.

 

Neue Funktionen in SnapVault mit Clustered Data ONTAP 8.2.

Abbildung 2) Neue Funktionen in SnapVault mit Clustered Data ONTAP 8.2.

 

 

Wie bei Volume SnapMirror in 7-Mode fungiert SnapVault als Volume-Ebene und erhält die Storage-Effizienz auf dem Quell-Volume, über das Netzwerk und auf dem sekundären Volume aufrecht. Wenn das primäre Volume dedupliziert bzw. komprimiert wird, erhält das sekundäre Volume denselben Status. Durch die Aktivierung dieser Funktionen auf dem primären Volume wird jedes Backup kleiner und die Anforderungen an die Bandbreite werden verringert. Sie müssen die Deduplizierung und Komprimierung nicht mehr erneut auf dem Ziel-Volume durchführen. Dadurch lassen sich die Backup-Zeiten mitunter deutlich verkürzen, da Sie während des Backups weniger physische Blöcke über das Netzwerk versenden.

 

Sie haben auch die Möglichkeit, auf dem primären und sekundären Volume unterschiedliche Einstellungen für die Storage-Effizienz zu wählen. Beispielsweise können Sie auf dem primären Volume Deduplizierung aktivieren und auf dem sekundären Deduplizierung und Komprimierung.

 

Vorteile von SnapVault:

 

  • schnelle, effiziente Backups, die für eine umfassendere Sicherheit die häufigere Durchführung von Backups ermöglichen
  • zuverlässige Restores, einschließlich der Funktion zum Durchsuchen und Wiederherstellen durch Endnutzer, komplette Volume Restores und Restores von einzelnen Dateien
  • Erstellen einsatzbereiter Replikate von Backup-Daten mit FlexClone
  • benutzerfreundliches Management durch System Manager 3.0 und Unified Manager 6.0
  • Möglichkeit der Konfiguration von SnapVault Beziehungen mit OnCommand WorkFlow Automation 2.1

 

Fan-in-, Fan-out- und Kaskadenkonfigurationen

 

Fan-in: SnapVault bietet zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Eine beliebte Konfiguration ist z. B. der Fan-in-Zugriff von mehreren Remote-Standorten auf einen zentralen Standort. In Clustered Data ONTAP 8.2 können bis zu sieben Cluster per Fan-in auf ein einzelnes Cluster zugreifen. Das heißt, dass Volumes von einigen oder allen Nodes aus sieben Clustern auf einem einzigen Storage-Cluster gesichert werden können. Jedes primäre Volume verfügt über ein entsprechendes sekundäres Volume am Zielstandort. Beachten Sie, dass sich diese Funktion leicht vom Fan-in-Vorgang in 7-Mode unterscheidet, bei dem mehrere qtrees von verschiedenen Quell-Volumes auf demselben Volume gesichert werden.

 

Fan-out: Für einzelne Volumes besteht die Möglichkeit zu Fan-out Backups an bis zu vier separaten Zielstandorten. Dabei können entweder SnapMirror oder SnapVault Beziehungen erstellt werden.

 

Kaskadierung: Sie können Kaskaden erstellen, bei denen ein primäres Volume auf einem sekundären repliziert wird, das anschließend erneut repliziert wird usw. Es besteht die Möglichkeit, SnapMirror und SnapVault (nur eine Instanz) bei einer solchen Kaskadenkonfiguration miteinander zu kombinieren.

 

Einrichtung

 

Um SnapVault für Clustered Data ONTAP zu konfigurieren, müssen separate Storage-Cluster und SVMs in einer Peer-Beziehung konfiguriert werden. Es muss mindestens eine Cluster-übergreifende logische Schnittstelle pro Cluster-Node konfiguriert werden. Zwischen den SVMs werden außerdem regelmäßige Replizierungen durchgeführt. SnapVault lässt sich bei Bedarf auch für ein einzelnes Cluster konfigurieren (Intracluster SnapVault). In diesem Fall entscheidet der Standort der Quell- und Ziel-Volumes, ob SVM-Peering erforderlich ist oder nicht. Cluster-Peering ist nicht erforderlich.

 

Sie können, wenn Sie möchten, das Ziel-Volume mit aktivierter AutoGrow-Option erstellen. Auf diese Weise wächst das Volume je nach Bedarf mit der Anzahl der Backups, solange freier Speicherplatz im Aggregat verfügbar ist.

 

Weitere Informationen zur Verwendung von SnapVault mit Clustered Data ONTAP finden Sie in TR-4183.

Weitere Storage-Effizienztechnologien

Als Nächstes gehe ich auf die Neuerungen und Unterschiede von Thin Provisioning, Deduplizierung, Komprimierung, FlexClone und SnapMirror in Clustered Data ONTAP ein, wobei der Schwerpunkt wieder auf den Funktionen des neuen Release 8.2 liegt.

 

Thin Provisioning

 

Mit NetApp Thin Provisioning bieten Sie Hosts oder Benutzern mehr logischen Storage, als tatsächlich in Ihrem physischen Storage-Pool vorhanden ist. Storage muss nicht im Voraus verteilt werden, sondern wird den einzelnen Volumes oder LUNs dynamisch beim Schreiben der Daten zugewiesen. In den meisten Konfigurationen wird freier Speicherplatz wieder auf dem gemeinsamen Storage-Pool freigegeben, wenn die Daten vom Volume oder von der LUN gelöscht werden.

 

Vorteile:

 

  • Sie vermeiden, dass große Mengen an Storage-Kapazität zugewiesen, aber nicht genutzt werden.
  • Die Auslastung wird gesteigert, wodurch sich die benötigte Storage-Kapazität deutlich verringert.
  • Die Kapazitätsplanung wird vereinfacht. Mehrere Volumes nutzen einen gemeinsamen Storage-Pool, d. h., es müssen weniger Storage-Pools gemanagt werden.

 

Thin Provisioning ist in Clustered Data ONTAP und 7-Mode identisch. Wenn Sie ein Volume mit vol move verschieben (mehr dazu im Artikel zum unterbrechungsfreien Betrieb aus dem letzten Monat), werden die Thin Provisioning-Einstellungen des Volumes mit verschoben.

 

Deduplizierung und Komprimierung

 

Ich beschreibe die Deduplizierung und Komprimierung im gleichen Abschnitt, da es sich um einander ergänzende Technologien handelt. Für die Komprimierung muss die Deduplizierung aktiviert sein. Clustered Data ONTAP 8.1 und 8.2 bieten eine Vielzahl an Verbesserungen für diese Technologien.

 

NetApp Deduplizierung erhöht die Effizienz, indem 4.000 identische Datenblöcke in einem flexiblen Volume (FlexVol Volume) identifiziert und mit Referenzen zu einem einzelnen, gemeinsam genutzten Block ersetzt werden, nachdem eine Validierungsüberprüfung auf Byte-Ebene durchgeführt wurde (wodurch sichergestellt wird, dass Blöcke identisch sind, bevor sie entfernt werden, sodass Hash-Kollisionen vermieden werden). Mithilfe von Deduplizierung wird die benötigte Storage-Kapazität durch die Beseitigung redundanter Datenblöcke verringert.

 

Ich bin mir sicher, dass Sie bereits wissen, worum es sich bei der Komprimierung handelt. Das Besondere der NetApp Komprimierung ist, dass NetApp eine Möglichkeit entwickelt hat, mit der transparente Inline- und nachgelagerte Datenkomprimierung innerhalb der Software bereitgestellt werden kann. Zugleich werden die Auswirkungen auf die Storage-Systemressourcen verringert.

 

Deduplizierung und Komprimierung bieten die folgenden Vorteile:

 

  • Sie können sowohl auf den Primär- als auch auf den Sekundär-Storage angewendet werden.
  • Sie sind transparent für laufende Applikationen.
  • Sie können auf neue oder zuvor geschriebene Daten angewendet werden.
  • Sie lassen sich in Zeiten geringerer Auslastung durchführen.

 

Wenn Sie ein Volume mit vol move verschieben, wird die Effizienz sowohl bei der Deduplizierung als auch bei der Komprimierung aufrechterhalten. Mit anderen Worten: Nichts geht verloren und Sie müssen die Vorgänge auf dem Ziel-Volume nicht erneut ausführen. Volumes, die verschoben werden, behalten ihre Deduplizierungs- und Komprimierungseinstellungen bei. Sie müssen somit nichts unternehmen, damit die Storage-Effizienzvorgänge auf dem Volume des neuen Standorts fortgesetzt werden.

 

Typische Einsparungen durch Komprimierung und Deduplizierung für verschiedene Applikationen.

Abbildung 3) Typische Einsparungen durch Komprimierung und Deduplizierung für verschiedene Applikationen.

 

 

Verbesserungen ab Data ONTAP 8.1: Ab Data ONTAP 8.1 stehen einige wesentliche Verbesserungen zur Verfügung (sowohl für 7-Mode als auch für Clustered Data ONTAP).

 

  • Die Lizenzierungsanforderungen für die Deduplizierung und Komprimierung wurden entfernt.
  • Beide Technologien zeichnen sich durch eine deutlich verbesserte Performance aus.
  • Deduplizierungsmetadaten werden an Volumes übertragen. Infolgedessen werden Deduplizierungsvorgänge bei einem Failover oder der Durchführung einer Volume-Verschiebung fortgesetzt.
  • Durch die Aktivierung der Komprimierung auf einem Volume wird standardmäßig die nachgelagerte Komprimierung aktiviert. Die nachgelagerte Komprimierung verwendet denselben Scheduler wie die Deduplizierung: Als Erstes wird die Komprimierung ausgeführt, gefolgt von der Deduplizierung. Sie können außerdem die Inline-Komprimierung aktivieren.
  • Einschränkungen für die Volume-Größe wurden entfernt, die zulässige Gesamtmenge logischer Daten wurde erhöht und das Limit für die gemeinsame Nutzung von Datenblöcken wurde von 255 auf 32.000 angehoben. (Das heißt, ein deduplizierter Block kann bis zu 32.000 Referenzen enthalten.)

 

Speziell für Clustered Data ONTAP haben wir Volume-Effizienzrichtlinien hinzugefügt, mit denen Sie Jobs zu bestimmten Zeiten (nicht nur zur vollen Stunde) planen und die Zeitdauer angeben können, inklusive eines Zeitpunkts für die Fertigstellung der Jobs. Wenn die Komprimierung bzw. Deduplizierung nicht innerhalb der vorgesehenen Zeit abgeschlossen wird, wird ein Checkpoint erstellt und der Vorgang wird zum nächsten geplanten Zeitpunkt fortgesetzt. Wir haben auch das Management vereinfacht. Richtlinienänderungen können jetzt auf mehrere Volumes angewendet werden, sodass Sie nicht mehr jedes Volume einzeln ändern müssen. Festgelegte Richtlinien bleiben erhalten, wenn ein Volume verschoben wird.

 

Verbesserungen ab Data ONTAP 8.2: In Data ONTAP 8.2 wurden weitere Verbesserungen hinzugefügt.

 

  • Der Umfang der Deduplizierungsmetadaten wurde reduziert. Sie dürfen jetzt höchstens 7 % der physischen Datengröße (die tatsächlichen physischen Blöcke auf dem Volume) betragen, anstatt sich an der logischen Datengröße zu orientieren (der Größe des Volumes ohne Deduplizierung). Durch die Verringerung des Umfangs der Deduplizierungsmetadaten wird die Deduplizierung schneller durchgeführt.
  • Die logische Gesamtdatenmenge wurde auf 640 TB erhöht.
  • Den Volume-Effizienzrichtlinien für Clustered Data ONTAP wurden Prioritäten hinzugefügt.
    • Höchstleistung (Standard): Die Volume-Effizienzvorgänge konkurrieren mit Benutzer-Workloads und anderen Systemprozessen, die nicht im Hintergrund laufen, gleichberechtigt um Systemressourcen. Bei dieser Priorität werden Deduplizierung und Komprimierung am schnellsten abgeschlossen. Es kann jedoch zu einer Beeinträchtigung der Performance des Client-I/O kommen.
    • Hintergrund: Die Volume-Effizienzvorgänge verwenden verfügbare Ressourcen, die nicht von Benutzer-Workloads und anderen Systemprozessen, die nicht im Hintergrund laufen, in Anspruch genommen werden. Dadurch dauern sie möglicherweise länger, beeinträchtigen jedoch weniger den Client-I/O.

 

Erkennung nicht komprimierbarer Daten: Die Funktion zur Erkennung nicht komprimierbarer Daten wurde hinzugefügt, um die Auswirkungen der Inline-Komprimierung zu minimieren.

 

  • Die Inline-Komprimierung wird bei Dateien angehalten, die kleiner als 500 MB sind (veränderbarer Standardwert), wenn eine Komprimierungsgruppe innerhalb der Datei weniger als 25 % Einsparungen erzielt.
  • Bei Dateien ab 500 MB (ebenfalls veränderbarer Wert) versucht die Inline-Komprimierung, die ersten 4.000 Datenblöcke jeder Komprimierungsgruppe zu komprimieren. Wenn mindestens 25 % Einsparungen erzielt werden, wird die Komprimierung in dieser Komprimierungsgruppe fortgesetzt. Andernfalls wird die Komprimierungsgruppe nicht-komprimiert geschrieben.
  • Die nachgelagerte Komprimierung ist nicht von diesen Änderungen betroffen und versucht, alle Komprimierungsgruppen zu komprimieren, die ausgelassen wurden.

 

FlexClone

 

In der IT-Branche gibt es unzählige Situationen, in denen eine Kopie eines Datensatzes wünschenswert wäre. Leider lassen sich die Kopien nicht ohne Kostenaufwand erstellen. Sie beanspruchen viel Storage-Kapazität und Zeit. Mit der NetApp FlexClone Technologie erstellen Sie innerhalb von Minuten Klone von vorhandenen Volumes, Dateien oder LUNs und verbrauchen nur geringe Mengen an zusätzlichen Storage-Ressourcen.

 

FlexClone ist schnell und platzsparend und bietet noch weitere Vorteile.

 

  • Mit FlexClone benötigen Sie für Tests/Entwicklungen oder für virtuelle Umgebungen 50 % oder gar noch weniger Storage als zuvor.
  • Die Technologie ermöglicht eine höhere Qualität bei Tests und Entwicklungen, da beliebig viele Datensätze erstellt werden können, lässt Ihr Team produktiver arbeiten und verbraucht nur geringe Mengen an inkrementellen Storage-Ressourcen.
  • Sie ermöglicht eine schnellere Bereitstellung von Virtual Machines.
  • Sie können Ihre DR-Umgebung mit nur inkrementellem Storage-Bedarf klonen und komplett testen.

 

Bei einigen Vorgängen auf FlexClone Volumes in Clustered Data ONTAP Umgebungen ist Vorsicht geboten.

 

  • Wenn Sie ein FlexClone Volume mithilfe von vol move zu einem neuen Aggregat verschieben, gehen die Platzeinsparungen verloren, da der Klon keine Blöcke mehr gemeinsam mit dem übergeordneten Volume nutzen kann, das sich weiterhin auf dem Quellaggregat befindet.
  • Wenn Sie mithilfe von vol move ein Volume mit Klonen (ein übergeordnetes Volume) verschieben, wird das Volume verschoben und der Client-I/O wird zum Zielaggregat weitergeleitet. Das ursprüngliche Volume bleibt jedoch im beschränkten Modus auf dem Quellaggregat (kein Client-I/O). Dadurch können alle FlexClone Volumes auf dem Aggregat weiter auf die gemeinsam genutzten Datenblöcke zugreifen. Das ursprüngliche Volume bleibt erhalten, bis alle Klone abgetrennt, verschoben oder gelöscht werden.
  • Klone von Dateien und LUNs werden mit dem übergeordneten Volume verschoben.

 

SnapMirror

 

Die Thin Replication-Funktion von NetApp SnapMirror ist in zahlreichen NetApp Storage-Umgebungen seit vielen Jahren die bevorzugte Technologie für Replizierung und Disaster Recovery. Grund dafür sind die nachweisliche Effizienz, Einfachheit und geringen Kosten im Vergleich mit anderen DR-Lösungen. Vorteile von SnapMirror:

 

  • Durch effiziente Updates auf Block-Ebene werden die Netzwerkbandbreiten- und Zeitanforderungen verringert.
  • Die Storage-Effizienz (Deduplizierung, Komprimierung) bleibt über das Netzwerk und auf dem sekundären Volume erhalten.
  • Daten können mit 1:1-, 1:n-, n:1 oder n:n-Replizierungstopologien (mit asynchroner Replizierung) flexibel zwischen unterschiedlichen NetApp Storage Nodes repliziert werden.
  • DR-Daten können in Verbindung mit FlexClone für Entwicklung/Tests, Data Mining oder andere Funktionen verwendet werden. Außerdem können Sie Ihren DR-Plan komplett testen, ohne dass die Produktionsvorgänge und die fortlaufende Replizierung beeinträchtigt werden.
  • Verwenden Sie SnapMirror in einem einzelnen Cluster oder zwischen Clustern.

 

Wenn Sie mit Volume SnapMirror auf 7-Mode Storage-Systemen vertraut sind, werden Sie viele Ähnlichkeiten bei SnapMirror in Clustered Data ONTAP entdecken. Einsparungen durch Storage-Effizienz auf der primären Kopie (durch Deduplizierung bzw. Komprimierung) bleiben auf der sekundären Kopie erhalten.

 

Neue Funktionen wie die Spiegelung zur Lastverteilung, die die Replizierung eines Volumes auf mehreren Nodes im selben Cluster für beschleunigte Lesezugriffe ermöglicht, sind ebenfalls in Clustered Data ONTAP verfügbar.

 

Wie bei SnapVault muss bei der Konfiguration von SnapMirror beim Wechsel von einem Cluster zu einem anderen mindestens eine Cluster-übergreifende logische Schnittstelle pro Cluster-Node konfiguriert werden. Darüber hinaus werden zwischen den SVMs in einer Peer-Beziehung regelmäßige Replizierungen durchgeführt. Weitere Informationen zur Verwendung von SnapMirror mit Clustered Data ONTAP bietet TR-4015.

Schlussfolgerung

Die Storage-Effizienztechnologien von Clustered Data ONTAP sind mehr als nur Erweiterungen der bekannten 7-Mode Funktionen. NetApp arbeitet intensiv an der Entwicklung neuer und besserer Funktionen, die Ihnen ermöglichen, mit weniger Aufwand und Storage noch mehr in Ihrem Storage-Cluster zu erreichen.

Ihre Meinung?

In seiner aktuellen Funktion als TME konzentriert sich Julian Cates auf Clustered Data ONTAP und die sichere Mandantenfähigkeit. Er ist inzwischen seit neun Jahren bei NetApp und hat sich in dieser Zeit um Pre- und Post-Sales in den Abteilungen Systems Engineering und Professional Services sowie um das technische Marketing für gemeinsame Lösungen von VMware und NetApp gekümmert.

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Messung von Storage-Effizienz

NetApp bietet verschiedene Tools, die Ihnen ermöglichen, die Storage-Effizienz genauer zu untersuchen. Sehen Sie sich die folgenden Tools an.

  • IT-Effizienz-Rechner: Ermitteln Sie, wie viel Storage Sie mit den effizienzsteigernden Funktionen von NetApp einsparen können.
  • NetApp Systems Manager: Dieses Tool bietet eine einfache Benutzeroberfläche, mit der Sie effizienzsteigernde Funktionen aktivieren und anzeigen können, wie viel Storage Sie einsparen.
  • My AutoSupport: Das My AutoSupport Tool bietet u. a. ein Storage-Effizienz-Dashboard, das Ihnen anzeigt, wie viel Storage Sie einsparen. (NetApp Support Login erforderlich.) Lesen Sie mehr über My AutoSupport in Tech OnTap.
Back to Basics

Machen Sie sich mit den Grundlagen der Schlüsseltechnologien von NetApp vertraut, indem Sie die Reihe „Tech OnTap – Back to Basics“ lesen:

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